Dienstag, 10. Juli 2007

Cocktailbitters - Die Zukunft der Bar


Bitters erfahren momentan eine wahre Renaissance. Gab es vor geraumer Zeit bei uns nur die beiden Bitters von Riemerschmid und den Aromatic Bitter von Angostura so rücken diese vergessene Zutaten wieder ins Rampenlicht. Bestätigt wird das durch den weltweiten Erfolg der Bittersmanufaktur The Bitter Truth von Stephan Berg und Alexander Hauk. Ist doch auch nach der Namensdefinition von "Cocktail" ein Bitter absolut notwendig.
Auch ich wurde erst sehr experementierfreudig seitdem ich die TBT´s in meiner Bar stehen habe. Ich möchte die Cocktailbitters nicht mehr missen müssen, bringen sie doch den letzen Kick in einen Drink oder beeinflussen den Geschmack maßgeblich. Für mich liegt in den Bitters die Zukunft der Barkultur. Es werden hoffentlich noch mehr Produkte auf den Markt kommen. So dürfte es auch nicht mehr lange dauern bis der neue Angostura Orange Bitter bei uns auf den Markt kommt. Selbst ich bin am Testen eines eigenen Bitters, der aber noch einiges an Feinarbeit vertragen muss...
Andere Länder sind schon ein wenig weiter im Bitterssortiment. So gibt es in England noch die Bitters der Fee Brothers von Peychaud´s oder von Regans (Wer mir sagen kann wo ich diese Produkte bekommen kann, bitte bei mir melden) Der Ursprung der Pflanzenextrakte (18./19. Jhd.) ist wie so häufig die Medizin. Ursprünglich als Medikament gedacht schwebten diese Zutaten zwischen Apotheke und Gastronomie. So ist der Angostura zum Beispiel eine deutsche Erfindung. Ein Heilmittel gegen Tropenkrankheiten in der preußischen Armee.
Die Bitters kommen auf ganz großen Schritten zurück in die Barwelt und beleben klassische wie moderne Drinks. Man darf gespannt sein was sich die nächsten Jahre in dieser Richtung noch entwickeln wird...

"Die Bittes sind die Ursprünge der Bar. Wir sollten uns wieder auf die Ursprünge besinnen!"



Stephan Berg , The Bitter Truth

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