Samstag, 29. September 2007

Die Bar-Blog-Gründe


Passend zur Liste der Blog-Links kam auch die Frage auf weshalb die einzelnen Hobbymixer, Spirituosenliebhaber oder Bartender überhaupt bloggen. Schreibt man für sich selbst, für Profis oder nur für die Öffentlichkeit? Ich für meinen Teil blogge um anderen mein Hobby näher zu bringen, zu informieren und um zu zeigen das eine Bar mehr ist, als eine Bude in der man sich betrinkt. Mein Blog richtet sich dabei an Neulinge und fortgeschrittene Hobbymixer. Die Frage nach den Gründen wurde auch im drinks-blog-talk besprochen und es kam zu einer, mehr oder weniger, gleichen Antwort.
Alle Blogger aus dem Barbereich machen sich die Arbeit vorallem um das Thema Außenstehenden zu erläutern. Die Themenseiten (z.B. Rum) schreiben Berichte darüber um zu erläutern das Rum nicht nur ein Fusel für den Tee ist sondern auch eine Spirituose mit den selben geschätzten Eigenschaften wie der schottische Single Malt. Es gibt keine Site, welche sich nur an eine Zielgruppe richtet. Sie sprechen vor allem die große Allgemeinheit an welche meist über Suchmaschinen das Gewünschte finden (Das Bild in diesen Bericht zeigt die Zugriffsverteilung der Cocktailwelt). Es wird versucht mit einem Blog Leute für sein eigenes Interesse zu begeistern. Die Kommentarfunktion der Weblogs laden dazu ein, aktiv bei einem Thema mitzuschreiben und so eine Diskusion zu starten für jeden Besucher.
Somit bilden die Themenblogs ein aktives Informationsnetzwerk für Jederman, in dem man stetig aktuell und schnell die Infos zusammentragen kann, welche man benötigt. Es wäre schön wenn sich andere deutschsprachige Blogs hierzu noch in den Kommentaren äußern, für wenn und warum sie sich diese Arbeit machen.

Kommentare:

  1. Für uns bei Mixology gibt es mehrere Gründe fürs Bloggen:

    1) Wir wollten unser Medium "fühlbarer" machen. Wir haben uns zu einem "Community"-Magazin entwickelt, das mehr als nur fachliche Information bedeutet. Wir und unsere Autoren geben, wie wir es immer wieder von unseren Lesern bestätigt bekommen haben, unserem Berufstand ein Stück Identifikation. Was liegt also näher als eine direkte und offene Kommunikation mit unserer Community, die eben gerade Blogs ermöglichen?

    2)Der zweite Grund ist natürlich auch das Primat des Wirtschaftlichen. Wir bauen parallel zum Printmagazin Mixology auch online auf. Dies ist eine spannende und dynamische Entwicklung, die mich seit der Gründung von Mixology fasziniert hat. Es sind gerade die Web 2.0-Möglichkeiten zu denen auch Blogs gehören, die uns die Chance bieten, hier Wege zu gehen, die noch niemand vorher begangen hat.

    3) Der dritte und wichtigste Punkt ist: Bloggen macht einfach wahnsinnig viel Spaß! Von unserer Art und Berufsauffassung als Bartender her, sind wir eigentlich prädestiniert zum Bloggen. Wir starten Gespräche an der Bar, bieten Small-Talk zum Drink, stellen Leute einander vor, verknüpfen und regen zur Kommunikation an.

    Und hier verweise abschließend auf das schöne Zitat von Mark Twain, das diese Netzwerkfunktion des Bartenders, wie wir sie in unseren Blogs fortführen, beschreibt:

    http://www.mixology.eu/blogs/mark_twain

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  2. Natuerlich habe ich auch meinen Blog aus verschiedenen Gruenden aufgebaut!

    Zum einen: Dubai ist eine ganze Ecke entfernt. Um meine "eigensinnigen" Meinungen mit Kollegen zu diskutieren, dachte ich mir, dass Foren und spaerlicher Kontakt vor Ort nicht ganz ausreichen...

    Dann... Ich mache meine Webseite, aber auch meinen Blog fuer mich selber! Ich entwickle gewissermassen meine eigene Philosophie - welche auch gleich diskutiert werden kann...

    Gerade dieser Gedanke kann auch noch ausgebaut werden. Fuer mich ist so gesehen meine Webseite ein Buchersatz (ich wollte nie ein Fachbuch schreiben, da ich immer dachte, dass es entweder schon genug allgemeine Bar-Buecher gibt - andererseits ein "persoenlicheres" Werk zu speziell waere. Die Webseite ist sozusagen ein erster (mehr oder weniger) zaghafter Versuch, meine Erfahrungen und Ideen oeffentlich zu machen... Der Blog andererseits waere die mehr aktuellere Seite der Publikation...

    Ganz wichtig finde ich auch eine Webpraesenz aufzubauen, um zukuenftige Arbeitgeber, eventuell auch Geschaeftspartner, Finanziers etc. auf sich aufmerksam zu machen, beziehungsweise seine eigene Expertise aufzuzeigen.

    Und dann finde ich auch noch, dass es Bartender aus aller Herren Laender verbinden kann - auch Leute, die man nicht kennt, koennen auf einen Blogeintrag antworten.
    Dieses Networking ist mir zur Zeit mit am wichtigsten.

    Zur Information: ich schreibe auf Englisch und nicht auf Deutsch um mehr relevante Persoenlichkeiten zu erreichen... dies ist auch dort nachzulesen:

    http://web.mac.com/opinionatedalchemist/the_opinionated_alchemist/the_opinionated_bar-log/Entries/2007/9/11_Why_not_in_German.html

    Ja und ich muss Helmut auch recht geben, dass bloggen Spass macht, auch wenn es recht viel Konfliktpotential mit dem Partner beinhaltet...

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