Montag, 29. Oktober 2007

Bar Convent Berlin - Dienstag

Zunächst einmal stellt sich die Frage, was einen Hobby Bartender wie mich zu solch einer Veranstaltung zieht. Es dürfte der gleiche Grund sein, welcher den Besuch der Barshow in London rechtfertigt: Das Interesse und der Wissenshunger gehen einfach ein Stück weit über ein gewöhnliches Hobby hinaus.

Vor allem im letzten Jahr habe ich viele Bekanntschaften mit hauptberuflichen Barkeepern und Menschen aus der Industrie gemacht. Diese galt es auf dem Bar Convent unbedingt wieder zu treffen und darüber hinaus vielleicht auch neue Kontakte aufzubauen. Wie sich später heraus stellte, war dies auch die Hauptbeschäftigung während der Veranstaltung.Auf die Tastings habe ich persönlich verzichtet. Zum einen gab es bei diversen Importeuren/Herstellern genug zu testen (seien es Spirituosen oder Cocktails). Zum anderen erwartete ich beim angeleiteten Tasting nicht viele mir unbekannte Produkte. Dies traf zumindest auf die von mir favorisierten Spirituosen auch zu. Solch eine Messe (genau so die Barshow) ist für mich einfach der falsche Ort für ein Tasting.

Kommen wir zum übrigen Programm: Der Dienstag im Glashaus fing für mich erst gegen 13.30 an. Früher konnte ich leider nicht vor Ort sein und kann mich somit zu den bis dahin gelaufenen Vorträgen auch nicht äußern. Der erste Programmpunkt, welcher nach ersten Begrüßungen und einem Last Word auf mich wartete, war „English Cocktails“. Ein gelungener Vortrag mit leckeren Drinks.Im Anschluss folgende Gespräche und Widertreffen mit alten Bekannten, füllten dann die übrige Zeit. Zwischendurch wurde natürlich auch einfach mal etwas Neues probiert oder ein weiterer Last Word zu sich genommen (Von Marcel Baumann gemixt). Zwei Dinge hielten mich persönlich davon ab um 16.30 noch die Diskussion „Wohin geht das Bargeschäft“ zu hören: Zum einen musste unbedingt etwas gegessen werden und zum anderen wollte man natürlich nicht zu spät in der Victoria Bar sein. Schließlich galt es noch einen Platz zu finden um sich die Veranstaltung der TravMix nicht entgehen zu lassen. Kurz vor dem Ausgang nutze ich noch die Möglichkeit, alte, mir noch unbekannte, Mixology Ausgaben nach zu kaufen. Eine wunderbare Idee von den Veranstaltern. Vergriffene Ausgaben waren extra nachgedruckt worden. Später dann in der Victoria Bar mussten ich und meine Begleiter feststellen, dass die Karte der Traveling Mixologists wenig Neues für uns bot. Und so verließen wir, auch auf Grund der Menschenmassen, welche inzwischen in die Bar geströmt waren, die Victoria Bar, um noch in andere Bars weiter zu ziehen. Aber nicht ohne vorher einen Drink zu nehmen. Auf jeden Fall war dies die Veranstaltung des Abends, wie man immer wieder überall vernehmen konnte. Es folgten noch die Bars: Lebensstern, Triobar und der Rumtrader. Die beiden ersten waren nicht überfüllt und luden zum längeren Verweilen ein. Der Rumtrader allerdings war wirklich mehr als voll. Nach einem Sazerac kämpften wir uns nach draußen (zum Glück ist das ja nicht weit und die Tür stand auch den Abend über offen) und mich zog es für diesen Abend nach Hause.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen