Samstag, 3. November 2007

Grenadine selbst gemacht


Da ich mich momentan sehr viel (d.h. momentan ausschließlich) mit klassischen und alten Rezepten beschäftige, kommt auch immer wieder das Problem auf, dass eine Zutat nach aktueller Qualität nicht mehr der damaligen Zutat entspricht. So auch bei der Grenadine. Manche Industrieprodukte haben lediglich noch die Farbe des Originalproduktes. Im Geschmack meist ein wilder Mischmasch aus Himbeere, Brombeere, Vanille und der gleichen. So entschied ich mich ein eigenes Produkt zu machen, welches wirklich nach Grantapfel schmeckt.
Aus zwei großen Granatäpfeln wird zunächst das Fruchtfleisch mit den Kernen in einen Topf geschabt. Mit einem Löffel geschieht das in wenigen Minuten. Dazu muss man unbedingt ein altes Hemd anziehen und den Topf in eine Plastiktüte legen. Das ist wirklich eine wahnsinnige Sauerei! Da ich den leeren Topf zuvor gewogen habe, und danach den Gefüllten, bin ich auf ziemlich genau 400g Inhalt gekommen. Nach der Hinzugabe von 200ml Wasser und 250g Zucker wurde das ganze für wenige Minuten aufgekocht und anschließend abgekühlt. Nach dem Filtern durch ein sehr feines Sieb kam ich auf ca. 550ml Sirup.

Das Endprodukt riecht ein wenig muffig und weist ein Johannisbeere-Aroma auf. Die trübe, dunkelrote Flüssigkeit gefällt mir optisch besser als die Fertigprodukte. Nicht all zu süß auf der Zunge, im Abgang ein wenig sauer, aber mit vollem Aroma des Grantapfels ist die Grenadine meiner Meinung nach voll gelungen. Das nächste Mal werde ich noch ein wenig Vanille hinzugeben.

Kommentare:

  1. Das muss ich uuuuunbedingt ausprobieren =)

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  2. damit's beim nächsten mal nicht so eine sauerei gibt: http://kck.st/1VuSNGH
    ;)

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