Montag, 19. November 2007

Michael Meinke


Viele kennen ihn persönlich, aber die meisten kennen ihn wahrscheinlich nur mit einem seiner vielen „Künstler“- oder Pseudonym-Namen. Gemeint ist Mike a.k.a. Old-Tom-Mike, a.k.a Molecular-Mike, a.k.a Triobar, a.k.a Mike, a.k.a. Michael Meinke aus Berlin. Ein Bartender den ich sehr schätze, da wohl kaum jemand ein solch reges Interesse an und um die Bar hat wie Mike! Bevor er seine eigene Bar eröffnete wahr er schon tätig als Barmann und Barchef und Restaurantchef in Deutschland über Portugal nach England. Die stetige Leidenschaft zum Thema begann schon mit ca. 12 Jahren durch die TV-Sendung Magnum wie mir Mike „peinlicherweise“ gesteht.

Die Bar von Magnums besten Freund Rick fand ich einfach klasse.Ich habe meine Mutter dann solange genervt bis sie mir zu meinem 14. Geburtstag einen Tresen geschenkt hat.Natürlich durfte ich da erst mal nur mit Säften mixen,aber mit 16 kam dann Sekt und einige Liköre dazuund als ich mit 18 ausgezogen bin - ging es richtig los...

So wurde der Barstock und das Zubehör langsam ausgebaut und das Hobby schlechthin. Während seines BWL-Studiums und der Lehre zum Controller in der Pharmaindustrie jobbte Mike in einigen Bar´s um das Hobby weiter auszubauen und zu finanzieren. Der endgültige Schritt in die Bar entstand aus der Situation, dass diese Arbeit weitaus befriedigender wahr als der ursprünglich erlernte. Ein Schritt den er nie bereut hat! So ging es weiter in einige Berliner Bars „von zweifelhafter Qualität“, in Clubs, einige Veranstaltungen im Ausland und in ein Golfressort.
Zu seinen Lieblingsdrinks zählen der Rum-Sour und der Martinez. Für Michael ist die Bar ein Teil Kulturgut. Die Bar aus Leidenschaft zu betreiben, sich mit ihr intensiv auseinanderzusetzen ist richtige Barkultur. Für ihn als Bartender ist es das wichtigste die besondere Atmosphäre einer Bar zu schaffen und zu erhalten. Der Tender ist der „Hüter des Abends“ und muss für Qualität bürgen. Deshalb sieht Mike die Zukunft der Bar auch im hochwertigen Spirituosenbereich, denn Qualität setzt sich immer durch! In einer guten Bar muss man sich wohlfühlen - der Service und die Drinks müssen stimmen! Mike ist immer auf Achse um auch dafür zu Sorgen. Zuerst in Deutschland, am nächsten Tag in die Schweiz um von dort aus gleich weiter nach England zu fliegen, und wieder einen kleinen Abstecher nach Berlin. Cocktail-Caterings veranstalten, die eigene Bar leiten, Mitarbeit an den neuen Old-Tom-Gins, jegliche Messe und Ausstellung Besuchen und alles auf einmal! Ich kenne niemand der solch ein Herzblut in die Bar steckt wie das Berliner Original! – Eich echter Traveling Mixologist!

Zum Abschluss gab mir Michael noch das Rezept seiner köstlichen Rum-Sour Variante.

6cl Rum
6cl Ananassaft
1 Limette frischgepresst
2 cl Zuckersirup

Alle Zutaten in den Stirrer und 2-3 Eiswürfel dazu. Nun das ganze bei höchster Stufe 30-45sek. schaumig schlagen lassen. Das ist wichtig da sich mit einem normalen Shaker nicht die richtige Konsistenz erzielen lässt! Im Sekt- oder Sourglas servieren.

Kommentare:

  1. Ich schätze Mike vorallem für seine Haltung gegenüber jenen, die die Bar nicht beruflich, sondern als ein Hobby betreiben.

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  2. Natürlich! Sehr schön Philipp - Dafür nochmals einen Extra-Applaus für Mike :-D

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  3. ein sehr umtriebiger Geist
    und kontroverser Querdenker,
    ein alles andere als einfacher Mensch.
    Manchmal ehrlicher als man will.

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  4. Wahnsinn �� Seine Wissensgier...

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