Mittwoch, 12. Dezember 2007

Cocktails, Alkohol, Abhängigkeit


Sicherlich hat sich schon jeder einmal darüber Gedanken gemacht wie schädlich der Alkohol in Cocktails ist, beziehungsweise dessen Suchtpotenzial. Besitzen doch die meisten Drinks einen nicht zu unterschätzenden Anteil an Ethanol – meist perfekt getarnt durch Säfte, Softdrinks und Zucker. Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen wirklich so viel Alkoholisches zu mir zu nehme das ich eines Tages nicht mehr darauf verzichten kann. Und genau hier liegt schon die erste Gefahr. Das Verlangen nach der flüssigen Droge kommt schleichend. Alleine die Gewohnheit jeden Tag einen Cocktail zu trinken oder auch nur ein Bier am Feierabend sind die ersten Schritte. Der Körper gewöhnt sich nach und nach an die regelmäßige Alkoholzufuhr. Der amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek formulierte 1951 ein bis heute weit verbreitetes Modell der Alkoholsucht, welches fünf Personentypen beschreibt. Das erwähne ich da sehr viele Bartender und Hobbymixer sich in die zweite Gruppe (Beta-Typ) einordnen lassen.

Der Beta-Typ (Gelegenheitstrinker) trinkt bei sozialen Anlässen bleibt aber sozial und psychisch unauffällig. Betatrinker haben einen alkoholnahen Lebensstil. Sie sind weder körperlich noch psychisch abhängig, aber gefährdet.

Worauf ich hinaus will ist einfach nur das ein jeder die fast unsichtbaren Gefahren des Alkohols erkennt und dagegen vorgeht. Die beste Möglichkeit ist und bleibt die Selbstkontrolle. Jeder muss für sich selbst erkennen wenn es zu viel wird und den Konsum verringern oder für eine gewisse Zeit komplett einzustellen. Bei mir regelt sich das automatisch – es gibt Wochen an denen ich jeden Tag 1-2 Cocktails trinke und andererseits vermixe ich zwei Wochen am Stück keinen einzigen Tropfen weil mir nicht danach ist.
Genau so wichtig ist auch die Verantwortung jedes Bartenders gegenüber seinen Gästen. Ab einem gewissen Punkt muss man einem Gast auch klar sagen, dass er keinen Alkohol mehr bekommt! Derjenige wird darüber zwar nicht erfreut sein, aber als Arbeiter hinter dem Tresen ist man für den Zustand seines Besuchers verpflichtet auch an dessen Wohl zu denken. Vorausgesetzt derjenige trinkt selbst nicht zu viel während der Arbeit. Ich konnte es schon oft genug beobachten wie der Eine oder Anderen hinter der Bar mehr trinkt als seine Kunden.
Besonders unter den Jugendlichen scheint es momentan üblich zu sein sich möglichst sinnlos und zerstörerisch in den Abgrund zu trinken. Billige Wodkas mit Red Bull und dergleichen reichen aus um bei den anderen „cool“ zu sein, wenn man keine zwei Meter mehr gehen kann. Eine bessere Möglichkeit in die Alkoholsucht gibt es wohl nicht. Hierbei können nur stärkere Gesetze helfen. Verkäufer die an Minderjährige Spirituosen verkaufen müssen stärker bestraft werden und Alkoholgenuss grundsätzlich erst ab 18 oder nach US-Vorbild auch erst ab 21 Jahren. Natürlich würde diese Vorgehensweise das Problem nicht lösen aber man könnte es eindämmen.

Ein sehr interessanter Artikel zum Thema ist auf BTonline zu finden. Das 25-seitige Dokument ist das wahrscheinlich Vollständigste was im Netz zu finden ist. Alkoholkonsum ist kontrollierbar und es sollte niemanden schwer fallen auch einmal nein sagen zu können und zu verzichten! Alkohol sollte kein Suchtmittel sein – es ist ein Genussmittel!

1 Kommentar:

  1. Drum gibt es auch alkoholfreie die gut schmecken! Wie zum beispiel unter: Cocktails alkoholfrei

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