Donnerstag, 30. August 2007

Neuer Bols-Likör gewählt


Wie bekannt sein sollte findet momentan eine Wahl statt zur Findung eines neuen Likörs von Bols. Sämtliche Infos darüber sind im dazu gehörigen Likörblog zu finden. Nachdem die Sorten Pomegranate und Green Tea ins Finale gezogen sind, wurden diese gestern in der Bols Bartending Academy von fünf Experten getestet um den Sieger zu finden. Nur kurze Zeit nachdem Mixology diese Info in den Dringsblog schrieb tauchte im Cocktailforum die Nachricht auf das der Granatapfellikör gewonnen hat. Der neue Likör wird laut der Bols-Website am 21.09 der Welt vorgestellt und am 1.10 erhältlich sein.

Mittwoch, 29. August 2007

Ministry of Rum Tasting 2007


Das von Edward Hamilton betriebene Ministry of Rum wählte die besten Rumsorten des Jahres. Der Name Hamilton sollte in der Rumwelt bekannt sein als einer der bekanntesten Rumkenner weltweit. Per Segelboot steuerte er schon sämtliche Häfen in der Karibik an um auf den Inseln die Destillerien zu besuchen und die Brände zu verkosten. Niedergeschrieben wurde das ganze u.a. in "Das Rum-Buch" - Ein absolutes Muss für Rumfans, welches aber nicht mehr erhältlich ist. Zu finden ist das Buch noch an und ab bei Ebay.

Aber zurück zum Thema: 37 Jurymitglieder aus der Spirituosen- und Barwelt wählten aus den über 70 Sorten und verliehen den Award 12x in Bronze, 29x in Silber und 28 in Gold. Bewertet wurden bei den Zuckerbränden dabei ihr Aroma, Geschmack, ihr Körper und der Abgang. Auffällig in der Liste der Gewinner ist das Fehlen der "Bekannten" Rumsorten wie beispielsweise Botran, Zacapa oder Cacique. Stattdessen sind viele nicht oder nur wenig bekannte Sorten in der Liste zu finden. Endlich mal was Anderes, da die Vielfalt des Rums besser zu Geltung gebracht wird. Allerdings gibt es auch Kritik. Jeder Rum wurde mit jedem verglichen was meiner Meinung nach nicht möglich ist. Hier hätte man auf Kategorien setzten sollen wie Flavoured, Gold, Dark u.s.w... Die Liste ist einzusehen auf der Ministry Of Rum Homepage.

Meine 3 Tasting-Tipps aus der Liste:
- Appleton Extra
- El Dorado 12
- Mount Gay Extra Old


Montag, 27. August 2007

Rigo und Breezer im Ausverkauf


Nach dem Alcopop-Wahn der vergangen Jahre ist jetzt wohl endgültig Schluss mit alkoholischem Zuckerwasser. Jede große Marke von Spirituosen meinte urplötzlich ein solches Produkt in seinen Regalen stehen zu haben. Sierra , Smirnoff, Havana Club und vorallem Bacardi. Sie führten diesen Trend an mit den Breezer- und Rigoprodukten.
Doch nun ist auch damit endgültig Schluss. Die kleinen 0,33er Flaschen verkaufen sich mittlerweile so schlecht, das der Verkauf in Deutschland eingestellt wurde. Aber nicht nur bei uns. Auch in den Niederlanden viel der Jahresverbrauch von 30 Mio. Liter auf "nur" noch 8 Mio. Liter. Der Erfolg lag wohl an vielen Faktoren. Es wahr cool, relativ billig, hat Alkohol und wahr überall erhältlich. Punkte welche viele Jugendlichen zum vermehrten Verzehr von Alkohol anregten, bis schließlich 2004 die Politiker eingriffen und die "Alcopop-Steuer" einführten.
Das wiederum brachte zwei Vorteile: Zusätzliche Gelder in der Staatskasse und den Rückgang der Nachfrage des "Fusel aus der Flasche".
Ich denke nur wenige werden dem Ganzen nachtrauern und die Bartender können sich wieder daran erfreuen richtige Drinks im Glas servieren zu können.

Sonntag, 26. August 2007

BCB-Homepage

Und hier ist sie! Die offizielle Homepage des Bar Convent Berlin . Nach den Informationen die es bis jetzt schon gibt, wird das Ganze ein enormer Erfolg. Das Aktuellste ist seit kurzem nachzulesen im Drinksblog von Mixology.
Ich bedanke mich nochmals herzlichst bei Helmut Adam für die Einladung, welche ich leider nicht wahrnehmen kann aufgrund des Cocktaildreams-Treffen 07 (Link) Wie Helmut passend sagte: "Man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen." - Leider!

Samstag, 25. August 2007

Chris McMillian auf Youtube


Es wundert mich ehrlich gesagt noch nichts über den amerikanischen Bartender Chris McMillian gelesen zu haben in den deutschen Flüssigblogs. In diesem Fall werde ich das einmal übernehmen mit den paar Informationen die mir dazu zur Verfügung stehen. Aufmerksam wurde ich über Chris während des diesjährigen Tales of the Cocktail. Dort stieß ich des öfteren auf diesen Namen. Chris ist Bartender der Library Lounge im Ritz-Carlton-Hotel, New Orleans. Abstammend aus einer Gastronomiefamilie wurde McMillian Bartender der vierten Generation, nachdem bereits sein Ur-Großvater Betreiber eines Saloons wahr und zwei Onkels Casinos und Nightclubs führten. Chris mixt ausgezeichnete klassische Cocktails und unterhält dabei seine Gäste mit Geschichten und Geschichtlichem aus und über die Stadt New Orleans und über die Geschichte der Barkultur und Cocktails. Des Weiteren gehört er zu den Gründern des Museum Of The American Cocktail.
Interessant für das Internet ist der Videoblog auf Youtube in welchen, nach Möglichkeit, jede Woche ein neuer Cocktail vorgestellt wird. Regelmäßiges Besuchen der Seite ist absolut empfehlenswert. Unter den Namen "New Orleans Best Cocktails" werden vorallem Klassiker vorgestellt wie beispielsweise der Ramos Gin Fizz, Old Fashioned oder der Cosmopolitan. Hier der Link, welcher sofort seinen Weg in die Favoriten-Liste finden sollte.

Mittwoch, 22. August 2007

Old Tom Mike bittet um Hilfe...

Der Link sagt eigentlich alles :Klick mich!

Wer also etwas dieser Wahren findet oder vermehrt findet bei z.B. ebay meldet sich bitte bei Mike in der Triobar.

Montag, 20. August 2007

Rum brennen...

... kann man auch sehr wörtlich nehmen. So geschehen in einer Destillerie in Saint Lucia. Ein Feuer welches sich in den Büroräumen der Fabrik bildete, zerstörte diese Räume total. Die benachbarte Halle in welcher der Rum geblendet wird wurde dabei teilweise zerstört. Die Brennapparate sowie das Flaschen-, Faß-, und Rumlager blieben vom Feuer verschont. Solange die Aufräumarbeiten laufen (Anfang September) wird auch die Produktion herabgesetzt.
Aber das Ganze hat auch etwas Gutes. Der kommende Neubau der zerstörten Gebäude sowie deren Ausstattung wird durch moderne Anlagen ersetzt um einen hochwertigeren Rum herstellen zu können. Unter anderem wird in dieser Destillerie Elements Eight hergestellt.

Samstag, 18. August 2007

...bitte mit Majo!


Der Durchschnittliche Japaner verbrauchte im vergangene Jahr 1,65 kg Mayonnaise. Der Rekord lag bei 1,9 kg im Jahre 2000. Aber was hat das mit Cocktails am Hut? Eine ganze Menge wenn man den Bartender Koji Nakamura aus Japan fragt. Dieser bieten an seiner Bar besonders cremige Cocktails an! Majo ist ein Trendprodukt im Japan. Die Jugend zieht sie zum Beispiel dem Sushi anstelle von Wassabi und Sojasauce vor. Aus diesem fernöstlichen Trend heraus gibt es in Nakamuras Restaurant alles Mögliche mit Mayonnaise vom Thunfisch über Fleisch bis hin zum Cocktail.

Wer könnte beispielsweise nicht wiederstehen bei einem leckeren Mayogarita - eine Margarita mit Mayo. Wer natürlich nicht auf Tequila steht kann sich auch für die umgewandelte Version des Salty Dog entscheiden. Das ist dann ein Mayoti Dog. Zwar ohne Salzrand am Glas aber so ein Mayonnaise-Rand am Glas ist ja auch mal was anderes! Als Glasdeko würde sich meiner Meinung nach sehr gut ein Pommes machen welches man anstelle eines Stirrers verwenden könnte.

Wer des öfteren in dieser Gaststätte zu besuch sein sollte kann sich nicht nur seine eigene Flasche Sake oder Whisky kaufen und diese in der Bar deponieren lassen, sondern auch die private Flasche Majo ist dort möglich für Schlappe 2,70$. Wers mag... Ich gehe jetzt einfach mal streng davon aus das der Fettige-Ei-Saucen-Trend (hoffentlich) nicht nach Europa kommt.

Quelle: theglobeandmail

Freitag, 17. August 2007

DMJ´s Amazing Agave Liqueur

Not macht erfinderisch! Das gilt auch im fernen Dubai, wo Dominik MJ aus Frust eines unzuverlässigen Lieferanten einen Tequilalikör kreierte nach Art des Agaveros. Ein Rezept welches sich wirklich sehr interessant anhört und welches ich sofort nachmixen werde sobald ich die teils extravaganten Zutaten gefunden habe.

6 Teile Jose Cuervo Especial
3 Teile Agaven Sirup
1 Teil Cuervo 1800
2 Teile Aloe Vera Gel

MJ empfiehlt den Likör in der Margarita anstelle des Cointreaus oder als Agave Sour (4 cl Agave Likör, 2 cl frischen Limettensaft, 1 cl frischer Orangensaft und 1/4 Eiweiss). Die genaue Zubereitung des Likörs ist zu finden im Cocktaildreams-Forum .

Donnerstag, 16. August 2007

Whisky Kenner 2007

Nichts Ahnend, bei meinem Streifzug durchs Internet, fand ich soeben folgenden Artikel. Glückwunsch Stephan. Das ist zwar schon ein paar Wochen her aber ich muss gestehen ich wusste das bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Den kleinen Artikel beim Bitters-Blog zu dem Thema muss ich übersehen haben und selber hast du dich ja nicht dazu gemeldet - sehr bescheiden von dir :-)
Interessant finde ich den Satz: "Stephan Berg kann sich über eine Schottlandreise für zwei Personen zu den Destillerien Glenfiddich und The Balvenie freuen."
Das heißt wohl wir anderen können uns bald auf den ein oder anderen Bericht im Bitters-Blog freuen. Viel Spaß in Schottland...

Dienstag, 14. August 2007

Daiquiri by Chris Doing

Chris Doig präsentiert diese Woche wieder einmal ein neues Video nachdem er in der aktuellen Mixology auf Platz 9 der 10 wichtigsten aktiven Bartender gewählt wurde. Wer Chris live erleben will findet ihn meist bei der Arbeit im Unami Restaurant in Kopenhagen, Dänemark.

Ich vergebe für dieses Video nur leichte Abzügen in der B-Note da der Rum am Anfang wohl nicht ins Glas wollte und einen kleinen Springbrunnen bildet ;-)


Das verwendete Rezept:

7cl Havana Club Blanco
3cl frischer Limettensaft
2cl Zuckersirup

Montag, 13. August 2007

Mixology Bar-Awards

An dieser Stelle mach ich nochmals auf die Wahl der Mixology Barawards aufmerksam. Inklusive heute habt ihr noch drei Tage Zeit das Bardesign des Jahres, die Spirituose des Jahres, den Mixologen des Jahres und den Preis für das Lebenswerk zu nominieren. Aus den meist Gewählten wird eine 7-köpfige Fachjury die Gewinner küren welche am 17.Oktober während desBCB bekannt gegeben werden.

Sonntag, 12. August 2007

Klassiker und die die es sein wollen

Es ist schon irgendwie komisch. Alte und klassische Rezepte erleben zur Zeit ihren zweiten Frühling, aber interessanter Weise gilt das nicht für alle Klassiker.
Vielleicht sollte man diesen Begriff erst einmal beschreiben. Unter den Klassikern sind sämtliche Drinks welche die Zeit überdauert haben. Sie wahren immer mehr oder weniger zu erhalten, die Namen sind meist bekannt, und sie kommen immer wieder ins Rampenlicht.
Die Cocktails mit dem Potenzial dazu, diesen Sprung auch zu schaffen, sollten solche bekannten und modernen Drinks sein wie Sex on the Beach, Caipirinha oder auch Touch Down. Das sind alles Mixturen die ich nicht vorziehen und viele von den Blog-Lesern auch nicht (an dieser Stelle Grüße nach Berlin). Aber der Erfolg eines Drinks wird von den Bargästen bestimmt. Finden sie einen Cocktail gut wird sich dieser verbreiten. Finden die Gästen in schlecht wird er mit der Zeit untergehen.
Die alten Klassiker wie zum Beispiel der Martini, Daiquiri oder Gin Fizz halten munter gegen die moderne Klassik. Weshalb aber werden andere Rezepte dieser Kategorie in diesem Zusammenhang nie erwähnt? Die Rede ist von Tequila Sunrise, Pina Colada, Cuba Libre und wie sie alle heißen. Liegt es einfach daran das sie nicht als Klassiker erkannt werden weil sie als Standartdrinks in jedem Cafe zu finden sind? Oder sind sie vielleicht genau deshalb zu verpönt um einen klassischen Ruf aufbauen zu können?
Der Mainstream kennt diese Drinks, sie sind beliebt und überall erhältlich. Dennoch scheint bei einigen Mixgetränken noch der entscheidende Zündfunke zu fehlen um in die Liga der alten Klassiker aufsteigen zu können.

Freitag, 10. August 2007

Singapore Sling

Gegründet 1886 wurde das Raffles Hotel einer der absoluten Topadressen für jederman der sich in den asiatischen Bereich wagte. Genau so bekannt wie dieses 120 Jahre alt Hotel in der Beach Road ist auch seine Whiters Bar - Der Geburtsort des Singapore Sling.

Erfunden 1915 von dem damaligen chinesischen Bartender Ngiam Tong Boon als ein "Ladys-Drink". Boon´s Gedanke dabei wahr aber ein sehr wirtschaftlicher: Ein Drink für Frauen - Wenn die Frauen kommen gehen die Männer mit und trinken auch etwas. Es entstand ein Cocktail aus Gin, Cherrybrandy und Benedictine, bekannt als Straits Sling. Durch einige Umgestalltungen im Rezept und im Hotel ging das original Rezept im Laufe der Zeit verloren (in den 1920igern). Aus Erinnerungen von Mitarbeitern in der Whiters Bar wurde der Sling darauf hin neu erfunden. Seither ist diese Kreation auch als (Raffles-)Singapore Sling bekannt. Es gibt nur wenige Cocktails bei denen es so viel Variationen gibt wie beim Singapore Sling aber dies ist das offizielle Originalrezept.

  • 3cl Gin
  • 1.5 cl Cherry Brandy
  • 3/4cl Cointreau
  • 3/4cl D.O.M. Benedictine
  • 1cl Grenadinesirup
  • 1,5cl Limejuice
  • 1 dash Angostura Bitters
  • 12cl Ananassaft
Alle Zutaten auf Eis miteinander shaken und in ein Collinsglas auf Würfeleis abseihen. Das Glas dekorieren mit einer Ananasspalte und einer Kirsche. Fertig ist ein toller herb-fruchtiger Cocktail, absolut rund im Geschmack und perfekt für jeden Anlass. Ein Rezept das man einfach nachmixen muss!

Donnerstag, 9. August 2007

Mixology informiert über Tequila

Gerade von der letzten Nachtschicht zurück gekommen entdeckte ich den neuen Newsletter von Mixology. Unter dem Newspunkt "2" fand ich folgende Information:

Der stärkste Spirituosentrend der kommenden Wintersaison wird offensichtlich Tequila werden. Aus allen Ecken strömen derzeit die Informationen zusammen. Nahezu alle großen Spirituosenfirmen werden in den kommenden Monaten 100% Blue Agave-Qualitäten zu ihrem Tequilaportfolio hinzufügen. Den Anfang machte Diageo mit zwei weiteren Qualitäten seiner 1800er-Range: 1800 Blanco und 1800 Reposado. Brown Forman kommt mit Herradura auf den deutschen Markt und bei Bacardi hört man etwas von Cazadores. Brand Support vertreibt schon seit mehreren Monaten die Marken Oro Azul und Siete Leguas von Mundo Tequila. Auch Borco wird im Herbst definitiv mit neuen Sorten starten.

Ich muss zugeben ich bin überrascht. Feiern doch in letzter Zeit vermehrt alte klassische Zutaten ihre großes Comeback scheint jetzt der Agavenbrand vorrücken zu wohlen. Mein nächster Tipp währe ja die Ausweitung von Vermouth gewesen. Aber nichts desto trotz eine sehr gute Entwicklung. Das erhöht die Qualitäten und das Ansehen von Tequila erheblich - führt das mexikanische Erzeugnis doch ein kleines Schattendasein und kann nie richtig zeigen was in ihm steckt. Wahr einst der 1800er Anjeo und der Sauza Hornitos die gängigsten 100% Agaven wird auch in diesen Spirituosenbereich die Qual der Wahl schwer. Jetzt kann auch der Tequila zeigen das er mehr ist als nur Tequila Sunrise und ein Blaumacher mit Salz und Zitrone. Positiv anzumerken ist in allen hochprozentigen Bereichen die steigen Qualität der Produkte. Hoffen wir daß das der am längsten anhaltende Trend von allen sein wird.

Anmerkung: Das Tequilasortiment von Herradura ist schon seit längerer Zeit bei Barfish erhältlich.

Dienstag, 7. August 2007

Molecular Mixology - Eine Sache der Definition


In letzter Zeit wird wieder verstärkt über die Moleculare Küche hinter der Bar diskutiert. Die einen sagen es sei eine tolle Sache die umbedingt durchgesetzt werden sollte, die anderen wiederum können das ganze Thema gar nicht schnell genug zu Grabe tragen. (nicht wahr Jörg) Ich dagegen bin da zweigeteilt. Ich halte nicht so viel von irgendwelchen normalen Drinks die nur mithilfe von Alginaten mutiert wurden, andererseits muss man Molecular Mixology (nachfolgen nur noch MM genannt) zunächst einmal definieren.

Im Normalfall wird unter der MM das Verändern eines Stoffes in seiner Beschaffenheit oder Struktur gemeint. Zum Beispiel das zuführen von Alginaten zum eindicken von Säften. Das Problem ist, wenn man sich das einmal genau zu gute führt wird man merken wie weitläufig diese allgemeine Beschreibung ist. Hier ist wesentlich mehr vorhanden wie nur das was man auf Anhieb unter dem aktuellen Trend der MM versteht. So seht ihr unter meinen verlinkten Videos von SmallScreenNetwork u.a. auch das arbeiten mit Feuer. Es werden Früchte mittels Angostura flambiert um ihren Geschmack nachhaltig zu verändern. Auch der sehr geschätzte Ramos Gin Fizz ist ein gutes Beispiel. Das hinzufügen eines Eiweißes in den Drink und sein langes shaken dient doch nur geringfügig dem Geschmack als mehr dem erzeugen einer tollen und stabilen Schaumkrone. Das ist nichts anderes als MM nach der obigen Definition. Also schon vor über 100 Jahren wurde hinter dem Thresen experimentiert wie man seinen Drink mit Hilfsmitteln verändern kann.

Der Trend wird einfach nur von Gelperlen und der gleichen angeführt da diese Moleculare Küche, dank dem Medienwirbel der darüber herrscht, im wahrsten Sinne des Wortes, in aller Munde liegt. Hierbei bin auch ich überzeugt das sich das Ganze wieder in Luft auflösen wird. Allein der Arbeitsaufwand hinter der Theke dafür finde ich persönlich viel zu aufwendig. Es mag Rezepturen geben bei denn die Anwendung von Caviar und Drops gut zur Geltung kommen, aber dafür müssen die Mixturen auch extra angefertigt und abgestimmt werden. Einfach nur in einem Mojito die Minze durch Minzsirup-Perlen zu ersetzen ist nicht erwünscht und schadet nur. Ganz zu schweigen von der unkreativität eines solchen Drinks. Zu viele Leute hinter der Bar meinen das sei die Krönung der Bar aber hierzu Zitiere ich aus einem Drinksblog-Beitrag von Helmut Adam: "Das Hinterfragen von molekularen Zusammenhängen in der Arbeit der Bar ist die eine Sache. Die Erwartung man bekäme einen Zauberkasten, der die eigene Karriere befördert und Wunderdinge vollbringt, die andere."

Besser kann man es wahrscheinlich nicht ausdrücken. Es ist schön sich mit dem Thema auseinander zu setzen und damit zu "spielen" aber wirklich weiter bringt das eine Bar nicht. So schnell wie das aktuelle MM gekommen ist wird es auch wieder gehen in der nächsten Zeit. Auch das Wort an sich wird wieder in Vergessenheit geraten. Aber andere Bereiche der MM (z.B. Veränderung mittels Kälte, Hitze, Eiweiß) gab es und wird es immer geben auch wenn man es einem Cocktail nicht auf den ersten Blick ansieht. Alles nur eine Sache der Definition...

(Photy by Shannon Green for The New York Times)


Sonntag, 5. August 2007

Molecular Mixology mit Robert Hess - Teil 3

Hier der dritte und letzte Teil der MM-Serie mit Drinkboy Hess und Jamie Boudreau. Der vorgestellte Cocktail sollte wohl der Klischeereichste der Drei sein zum Thema Molecular. Ein Drink mit "Caviar". Interessant ist hier nur die Zubereitung da nicht wie meist mit Alginaten und Calcium-Ionen gearbeitet wird, sondern mit Gelatine und Öl.
Der Cocktail an sich mag ja ganz in Ordnung sein, aber die Gelleperlen überzeugen mich hier leider keinesfalls. Da hätte ich mir anhand der anderen beiden Videos erheblich mehr vorgestellt. Hier ist der Link zum Video.

Samstag, 4. August 2007

Absolut - Moon

Absolut Vodka zieht seinen "Absolut World"-Werbefeldzug weiterhin durch. Diesen Spot finde ich persönlich sehr gelungen. Ich vermute als Raketentreibstoff wurde der Red Lable Vodka benutzt...

Freitag, 3. August 2007

Rum mit Wayne Curtis

Sicherlich ist dem Einen oder Anderen schon mein Buchtipp in der Menüleiste des Blogs aufgefallen. Momentan ist dort "and a bottle of rum" zu finden. Ein Buch über die Geschichte des Rums von den Anfängen bis hin zur Moderne. Sehr schön sind in diesen Buch die Zusammenhänge der Rumentwicklung mit der Amerikanischen Geschichte. Immer wieder wird erklärt was politisch passierte, wie es den Leuten damals ging u.s.w. und wie sich das auf den Rum auswirkte. Ein Verknüpfung zwischen der Spirituose und der gesellschaftlichen Entwicklung der neuen Welt bis zur jetzigen Zeit.
Absolut lesenswert zu einen fairen Preis. (ca. 20€) Leider gibt es das Buch nur auf Englisch. Es liest sich aber leicht und auch ohne große Sprachkenntnisse sollte das Werk verständlich sein. Es Schadet aber nicht wenn man sich bereits mit Rum auseinander gesetzt hat.

Seit heute ist auch auf Small Screen Network ein Bericht mit Wayne Curtis zu sehen wo er ein wenig über sein Buch und den Rum spricht.

Donnerstag, 2. August 2007

Barbaublog von Jörg Meyer

Gestern bekam ich die neue Mixology. (die wie immer viel zu klein ist. Auspacken - sofort komplett lesen - wieder zwei Monate warten - Mist! )
Jörg Meyer und Rainer Wendt geben dort ein Interview über ein Barprojekt welches momentan in der Hansestadt realisiert wird. Dabei wird ein ganz spezielles Barkonzept verfolgt. Eine "versteckte" relativ unscheinbare Bar nach klassischer Tradition. Ein Treffpunkt zum trinken und reden. Laut den Betreibern wird z.B. bewusst darauf geachtet das keine große Gruppen in der Bar angenommen werden - das Stört der Atmosphäre. Das Puplikum soll hochwertig, klassisch, international und kulturell gemischt sein, aber dennoch entspannt und perönlich. Eine Bar in der man sich trifft und sich einfach wohl fühlt. Angeboten werden sollen in Vergessenheit geraten Zutaten. Beispielsweise Sherry, Port, Vermouth etc. hoher Qualität wie natürlich auch Cocktails : Klassiker, Fizzes, Cobblers, Juleps, Smashes und Crustas. Die Bar mit dem Namen Le Lion - Bar de Paris wird in der Rathausstraße 3 in Hamburg zu finden sein. Vor der eigentlichen Bar wird ein kleiner Laden sein. Von der Bar selber wird man von Außen nur eine Tür und eine Klingel sehen. Wie ich finde ein super Konzept. Ich wünsche Jörg und Rainer viel Spaß beim Bau der Bar und viel Erfolg wenn es richtig los geht.Den Fortschritt der Baustelle und alle dazu gehörigen Neuigkeiten findet ihr auf dem extra dafür angelegten Barbaublog.

Mittwoch, 1. August 2007

Likörblog

Bols, der niederländische Likörhersteller sucht den Likör der Zukunft. Bartender werden aufgefordert, mitzuentscheiden, welcher neue Flavour ins deutsche Portfolio von Maxxium aufgenommen wird. Das Mixology Magazin ist Host für diesen interessanten Wettbewerb und öffnete extra dafür den Likörblog . Dort gibt es alle nötigen Infos zu den vier Likören, welche zur Auswahl stehen sowie die Bartender welche als Pate für die neuen Produkte stehen.

Ich bin sehr gespannt welcher Likör sich durchsetzen wird. Granatapfel ist bestimmt sehr vielseitig einsetzbar aber es sollte auch ein Granatapfel-Likör werden und nicht so ein Fruchtverschnitt wie die Grenadine von Bols ; Ich stell mir da einen herb fruchtigen Likör vor, aber denke eher es wird ein sehr süßes Produkt. Green Tea und Blueberry sind dagegen sehr spezielle Liköre und müssen sich ihren Weg in die Bar wohl erst schwer erarbeiten bzw. werden es nicht schaffen, auch wenn einer der Beiden der Gewinner wird. Desweiteren gibt es schon einen Blueberrylikör (De Kuyper), also keine Innovation. Das selbe gilt auch für den Vanillelikör aber davon lass ich mich auch gerne überaschen da mich bisherige Vanille-Produkte nicht überzeugen konnten.