Montag, 31. Dezember 2007

Hard Shake - Lernvideo

Ein neues Jahr beginnt und eine neue Methode zu shaken zieht seit geraumer Zeit seine Kreise in der Barszene. Gemeint ist der aus Japan stammende Hard Shake. Ein spezieller Bewegungsablauf mit dem der Drink außergewöhnlich kalt werden soll. Das passiert durch das gezielte umherwirbeln des Eises im Shaker. Dazu gibt es ein perfektes Video von Eben Freeman, welcher die neue Techik bei Stanislav Vadrna in Slowenien gelernt hat. Stan ist der europäische Profi in Sachen. „Japanese Bartending“ und in der Philosophie die das Ganze in eine ware Kunstform verwandelt.
Vor dem eigentlichen Video kommt noch eine kurzer Werbespot also nicht wundern. Wer im Player auf "High" klickt bekommt ein größeres Bild.

Freitag, 28. Dezember 2007

Neues Rum-Buch?

Edward Hamilton der „Ambassador of Rum” lies auf seiner Hompage The Ministry of Rum foldene Information verlauten.

I'm working on the next book and have a couple of working titles; The InComplete Guide to Rum - since any book will be incomplete in some way or many, Edward Hamilton's Guide to Rum - pretty catchy eh?, or maybe More Rum. While I'm working on this book I've been adding content from the last books to the country and distillery pages of this site in an attempt to force myself to get this process underway while it's cold outside and I don't have time to go sailing.

Da es eh noch viel zu wenig Bücher zum Thema Rum in deutscher Sprache gibt (ganze 2 Stück), kann nur gehofft werden, dass das kommende Werk übersetzt wird.
Das nur noch mit Glück erhältliche „Das Rum-Buch“ vom selben Autor wird bei ebay mittlerweile für ca. 50€ gehandelt!

Mittwoch, 26. Dezember 2007

TBT X-Mas Punch

Wer alles die Weihnachts-Email von The Bitter Truth bekommen hat kennt dieses Rezept bereits. Für alle anderen hab ich beschlossen es hier zu Posten. Eine sehr gelungene Glühwein-Variante. Nach dem Test von nur einer halben Flasche, musste in der Zwischenzeit mein gesamter Weinvorrat daran glauben. Am besten eignet sich ein einfacher, lieblicher Wein für den Punsch.



Das Ganze leicht erhitzen und noch 10-15 Minuten ziehen lassen. Den Ingwer sofort entfernen da er ansonsten zu dominant wird. Viel Spaß beim ausprobieren.

Dienstag, 25. Dezember 2007

St. Germain - Rezepte


Die Halb-Zeit der Feiertage ist schon bald wieder erreicht, vom Weihnachtsessen ist man kaum in der Lage 500m weit zu laufen, und übersüßte Gebäckstücke liegen überall herum. Was gibt es also nahe Liegenderes als einen perfekten kalten und vor allem sauren Cocktail!
Der Postbote übergab mir dazu am vergangenen Freitag noch das Weihnachtsgeschenk von mir für mich. Eine frisch aus England importierte Flasche des himmlischen St. Germain Elderflowers (Holunderblüte) Liqueur. Hoffentlich wird das französische Erzeugnis auch bald in Deutschland erhältlich sein. Leider ist die Nachfrage des Likörs immer noch deutlich höher als die Produktion. Ein Faktum was deutlich für den St. Germain spricht! Nur ausgewählte Holunderblüten werden verarbeitet um dieses Top-Produkt zu kreieren.
Um wieder auf den anfänglichen sauren Drink zurückzukommen und den St. Germain zu nutzen folgendes Rezept.

Elder Sour
5 cl St. Germain
2,5 cl Zitronensaft
ein halbes Eiweiß

Alle Zutaten auf Eis shaken und in ein Glas Abseihen. Der Drink ist leicht säuerlich und schmeckt wie zu erwarten sehr stark nach dem Likör. Durch das Eiweiss erhält man eine super Schaumkrone und ein sehr leichte Struktur des Cocktails. Ich hab bisher noch keine andere Rezeptur gefunden in welcher der St. Germain nicht zu stark unterdrückt wird. Absolut empfehlenswert! Mehr Rezepte findet man hier.

Sonntag, 23. Dezember 2007

Frohe Weihnachten

Ich wünsche allen meinen Lesern von Herzen ein frohes Weihnachten!
Danke für das Lesen des Blogs!
MTV-Video: Against drink driving on christmas

Freitag, 21. Dezember 2007

Sloe Gin selbst gemacht


Gut acht Wochen ist es her als ich 5l meines Sloe Gins angesetzt habe. Das vergangene Jahr war für Schlehen ideal. Die Früchte waren genau so groß wie zahlreich und innerhalb von knappen zwei Stunden konnte ich ca. 9kg der schwarzen Beeren ernten. Eine undankbare Arbeit bei kalten Temperaturen und den dornigen Schlehen. Fündig wird man dabei meist an Feld- und Waldrändern, an anderen Büschen und Sträuchern.

Wichtig ist es allerdings auf den ersten Frost zu warten. Die Früchte sind sehr herb und durch das gefrieren am Baum zieht ein Teil der Bitterstoffe in ihn zurück. Das oft gelesene „ernten und in der Kühltruhe frieren“ ist deshalb absolut sinnlos. Des Weiteren steigt der Fruchtzuckergehalt durch den frostbezogenen Flüssigkeitsverlust. Eine echte Geduldsprobe wenn die Beeren reif am Baum hängen, schon fast abfaulen und es einfach nicht gefrieren will.
Zuhause angekommen wurde die Schlehen zunächst mit lauwarmen Wasser abgewaschen. Danach werden sämtliche kaputte Beeren, Äste, Blätter und andere Fremdkörper entfernt. Man sollte auch darauf achten fast alle Fruchtstiele abzuzupfen da diese sehr bitter sind.
Abgewogen zu je 2kg gingen die Früchte dennoch in den Gefrierschrank da mein Gin noch nicht bestellt wahr. Wer für das ansetzten seines Sloegins eine Flasche mit engen Hals hat wird sich beim befüllen, mit gefrorenen Beeren, auch leichter tun.
Als Gin kommt nur ein höherprozentiger Brand in Frage. Ich habe mich für Finsburry Platinum mit 47% entschieden. Ein guter Gin mit gutem Preisleistungsverhältnis zum ansetzten eines Likörs. Der Gin wird nun zu gleichen Teilen mit den Schlehen in eine große Flasche gefüllt. Bei mir sind das 5l Gin mit 5kg der Früchte – auf die Zugabe von Zucker wird zunächst verzichtet. Die Mazeration beträgt ca. 8 Wochen wobei das Ganze alle zwei Tage einmal umgerührt werden sollte.
Durch ein Leintuch gefiltert kommt der fast fertige Sloe Gin in einen weiteren Behälter. Die Schlehen werden im Tuch noch ausgepresst, da ansonsten zu viel verloren geht. Nach der Zugabe von Zucker ist das Endprodukt fertig. In meinem Beispiel kamen auf 100ml Gin 15ml Zuckersirup. Das muss man einfach ausprobieren da das Zuckern von den Beeren stark abhängig ist.

Auf diese weiße bekommt man einen Sloe Gin der zwar nicht billiger ist als ein Fertigprodukt aber: Er hat eine schönere Farbe (ein tiefes Dunkelrot), einen höheren Alkoholgehalt und eine dezentere Süße. Hierbei kommen wir einem klassischen Sloe Gin (wie ihn z.B. Jerry Thomas nutzte) wohl deutlich näher.

Weihnachts-Tipp: Der fertige Sloe Gin (am besten 50cl) kann noch weiter mazeriert werden mit einer Chili und einer Zimtstange!

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Bols arround the world 2008


Soeben erhielt ich vom Likörhersteller Bols folgende Pressemitteilung zu seinem internationalen Wettbewerb, den Bols Cocktail Masters 2008.
Weltweit konnten sich Barkeeper für den Wettbewerb bewerben, indem sie einen Bols-Cocktail kreierten, der die Mentalität und Persönlichkeit der eigenen Nation widerspiegelt. Ab Januar 2008 findet auf http://www.bolsaroundtheworld.com/ das Online-Voting statt, bei dem die Top 10 Barkeeper ausgewählt und am großen Finale teilnehmen werden.
Ted Marcuse (siehe Bild), Barkeeper der Hamburger Bar Plaza, ist der deutsche Kandidat für den internationalen Barkeeper-Wettbewerb Bols Around the World 2008. Beim nationalen Bols Master Battle 2007 hatte er in der Kategorie „Your Own“ den ersten Platz belegt und sich für die internationale Teilnahme qualifiziert. Mit seiner neuen, farbenprächtigen Cocktail-Kreation „The Colours of Germany“ zieht er jetzt in den Vorentscheid des weltweiten Wettbewerbs ein: „Die Farben meines Cocktails repräsentieren die deutsche Nationalflagge, während seine exotischen Zutaten – wie zum Beispiel Tintenfischkonzentrat, Chili und Lychee – die Internationalität unseres Landes widerspiegeln sollen“, erläutert Ted Marcuse.
Weltweit haben Barkeeper die Möglichkeit, sich als Repräsentant ihres Landes zu bewerben. Die Top 10 der Welt ziehen schließlich ins Finale im März 2008 in Amsterdam ein, wo sie um die Krone des Cocktail Masters 2008 mixen:. Der Sieger gewinnt die Teilnahme eines internationalen Austauschs in einer exklusiven Bar der weltweit angesagtesten Metropolen. Zusätzlich wird ihm ein Geldpreis in Höhe von 1.000 Euro überreicht.

The Colours Of Germany

1: 4cl Drambui
2: 4cl Erdbeerpüree, 3cl Bols Raspberry, 4 Pfefferminzblätter
3: 1cl Bols Lychee, 1cl Bols Strawberry, 1cl Zitronensaft, 3 Tropfen Tintenfischkonzentrat, Chili

Die drei Einzel-Zutaten zur Deutschlandflagge aufschichten. Als Garnitur sind eine Erdbeere, Pfefferminze, Chllipfeffer und geriebene Orangenschale angegeben. Eine sehr interessante Zutatenkomposition.

Montag, 17. Dezember 2007

Der Zombie


Der Zombie gehört auch zu den Cocktails der eine lange Geschichte hat, den jeder kennt und jeder hat sein eigenes Rezept dafür. Er ist der Inbegriff für starke, fruchtige Tiki-Drinks.
Erstmals ist dieses, noch namenlose; Rezept 1950 aufgetaucht als es sein Erfinder Ernest Raymond Beaumont-Gannt (auch bekannt als Don the Beachcomber) zum ersten mal niederschrieb. Bereits seit ca. 1934 wurde dieser Cocktail in seiner Bar nach Geheimrezept gemixt. Selbst seine Angestellten bekamen nur nummerierte Flaschen mit den Zutaten die sie im richtigen Verhältnis mischen sollten. Gut dass das Rezept doch noch öffentlich wurde bevor es ihm so ging wie dem Singapore Sling, dessen Original nie bekannt wurde. Benannt ist der Zombie nach seiner Wirkung auf seinen Konsumenten. Spätestens ab dem dritten Glas sollte man sich in dem „Nicht-tot-aber-auch-nicht-lebendig-Zustand“ befinden. Der fruchtige Geschmack von Säften und Sirup verschleiert den Alkoholgehalt gekonnt ohne dabei das Rumaroma zu überdecken. Aus diesem Grund erlass Don the Beachcomber auch die Regel das keiner seiner Gäste mehr als zwei „Untote“ bekommt.

Es gibt viele Varianten aber nur ein Original. Aber fast alle haben die Kombination von drei Rumsorten gemeinsam: White Rum, Gold Rum und Overproofed Rum. Hier heißt es einfach experimentieren welche Sorten am besten miteinander im Zombie harmonieren.

3 cl Ananssaft
3 cl Zitronensaft
3 cl Limettensaft
3 cl Marakujasirup
3 cl Gold Rum
3 cl White Rum
3 cl Overproofed Rum (Demarara)
1 dash Angostura
1 TL brauner Zucker

Bei der Zubereitung zunächst Zitronensaft und Zucker ins Shakerglas geben und so lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Danach die restlichen Zutaten und Eis hinzugeben. Das Ganze shaken und in ein großen Glas geben. Dekoriert wird der Zombie mit einem Minzzweig. Ich bevorzuge dieses Rezept noch mit der Zugabe von 0,5 cl Grenadine für einen noch fruchtigeren Geschmack.

Freitag, 14. Dezember 2007

Terminplaner



InterWhisky, München
Whiskyfans aus Bayern werden sich freuen.
13.-15. Februar

Whiskyschiff, Luzern
Auch in der Schweiz geht es rund.
07-08. März

ProWein, Düsseldorf
Der Name ist Programm.
16-18. März

Bar & Whisky Festival, München
Noch mehr Whisky in der Landeshauptstadt.
28-30. März

Spiritissima, Zürich
Findet zum ersten mal statt.
5.April

Barshow.nl, Amsterdam
Die sich nun aber venuez.nl nennt.
8.-9. April

Barzone 08, Berlin
Neue Fachmesse in Berlin.
7.-8. Mai

Voila - Le Barshow, Paris
Zum ersten mal in der Metropole.
Vorraussichtlich am 25.-26. Mai

Bar, London
Der größte Event in Europa
17.-18. Juni

Tales of the Cocktail, New Orleans
Die Großveranstaltung der Staaten
16.-20. July

Sydney Barshow
Cocktails down under
17.-18. September

BCB – Bar Convention Berlin
Mixology lädt zum zweiten mal ein.
29.-30. September

Cocktaildreams 08, Hamburg
Für Mitglieder des Cocktailforums.
3.-5. Oktober

Aquavitae, Essen
Spirituosen-Messe
08.-09. November

Interwhisky Frankfurt
Und noch eine Whiskymesse.
21-23. November

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Cocktails, Alkohol, Abhängigkeit


Sicherlich hat sich schon jeder einmal darüber Gedanken gemacht wie schädlich der Alkohol in Cocktails ist, beziehungsweise dessen Suchtpotenzial. Besitzen doch die meisten Drinks einen nicht zu unterschätzenden Anteil an Ethanol – meist perfekt getarnt durch Säfte, Softdrinks und Zucker. Ich persönlich kann es mir nicht vorstellen wirklich so viel Alkoholisches zu mir zu nehme das ich eines Tages nicht mehr darauf verzichten kann. Und genau hier liegt schon die erste Gefahr. Das Verlangen nach der flüssigen Droge kommt schleichend. Alleine die Gewohnheit jeden Tag einen Cocktail zu trinken oder auch nur ein Bier am Feierabend sind die ersten Schritte. Der Körper gewöhnt sich nach und nach an die regelmäßige Alkoholzufuhr. Der amerikanische Physiologe Elvin Morton Jellinek formulierte 1951 ein bis heute weit verbreitetes Modell der Alkoholsucht, welches fünf Personentypen beschreibt. Das erwähne ich da sehr viele Bartender und Hobbymixer sich in die zweite Gruppe (Beta-Typ) einordnen lassen.

Der Beta-Typ (Gelegenheitstrinker) trinkt bei sozialen Anlässen bleibt aber sozial und psychisch unauffällig. Betatrinker haben einen alkoholnahen Lebensstil. Sie sind weder körperlich noch psychisch abhängig, aber gefährdet.

Worauf ich hinaus will ist einfach nur das ein jeder die fast unsichtbaren Gefahren des Alkohols erkennt und dagegen vorgeht. Die beste Möglichkeit ist und bleibt die Selbstkontrolle. Jeder muss für sich selbst erkennen wenn es zu viel wird und den Konsum verringern oder für eine gewisse Zeit komplett einzustellen. Bei mir regelt sich das automatisch – es gibt Wochen an denen ich jeden Tag 1-2 Cocktails trinke und andererseits vermixe ich zwei Wochen am Stück keinen einzigen Tropfen weil mir nicht danach ist.
Genau so wichtig ist auch die Verantwortung jedes Bartenders gegenüber seinen Gästen. Ab einem gewissen Punkt muss man einem Gast auch klar sagen, dass er keinen Alkohol mehr bekommt! Derjenige wird darüber zwar nicht erfreut sein, aber als Arbeiter hinter dem Tresen ist man für den Zustand seines Besuchers verpflichtet auch an dessen Wohl zu denken. Vorausgesetzt derjenige trinkt selbst nicht zu viel während der Arbeit. Ich konnte es schon oft genug beobachten wie der Eine oder Anderen hinter der Bar mehr trinkt als seine Kunden.
Besonders unter den Jugendlichen scheint es momentan üblich zu sein sich möglichst sinnlos und zerstörerisch in den Abgrund zu trinken. Billige Wodkas mit Red Bull und dergleichen reichen aus um bei den anderen „cool“ zu sein, wenn man keine zwei Meter mehr gehen kann. Eine bessere Möglichkeit in die Alkoholsucht gibt es wohl nicht. Hierbei können nur stärkere Gesetze helfen. Verkäufer die an Minderjährige Spirituosen verkaufen müssen stärker bestraft werden und Alkoholgenuss grundsätzlich erst ab 18 oder nach US-Vorbild auch erst ab 21 Jahren. Natürlich würde diese Vorgehensweise das Problem nicht lösen aber man könnte es eindämmen.

Ein sehr interessanter Artikel zum Thema ist auf BTonline zu finden. Das 25-seitige Dokument ist das wahrscheinlich Vollständigste was im Netz zu finden ist. Alkoholkonsum ist kontrollierbar und es sollte niemanden schwer fallen auch einmal nein sagen zu können und zu verzichten! Alkohol sollte kein Suchtmittel sein – es ist ein Genussmittel!

Montag, 10. Dezember 2007

Barium - Memmingen


Eingeladen durch einen Freund erfuhr ich von dieser kleinen Bar in der Nachbarstadt. Direkt am Bahnhof von Memmingen befindet ich das Barium in der MEWO Kunsthalle, das ehemalige Bahnhofsgebäude der Stadt.

Durch den seitlich gelegen Eingang an einem Anbau geht es in die ehemalige Bahnhofshalle. Ein fantastisches Ambiente. Die roten Backsteine der Wände, riesige Fenster, große Säulen, Kronleuchter und moderne Lounge-Möbel sind die perfekte Mischung Aus alt und Neu. Der Barbereich ist nicht sonderlich groß und erst auf den zweiten Versuch fanden wir Platz, nachdem wir im nahe gelegenen Irish Pup gewartet haben. Daneben gibt es noch einen Club-Bereich welcher je nach Veranstaltung oder Bedarf geöffnet wird. Musikalisch wurde an diesem Samstag Clubmusik gespielt da wir zufälligerweise in das „nightclubbing vol. 3“ gestoßen sind. Entsprechend der Homepage gehe ich davon aus das normalerweise Lounge und Chillout gespielt wird.
Die Barkarte bietet von allen Cocktails etwas, aber auch nichts Besonderes. Die Drinks sind ordentlich zubereitet mit den Standartzutaten. Da es in meiner Gegend nicht viele Bars gibt muss ich noch positiv erwähnen das die Single Malt Whiskeys mit Wasser und die Bloody Mary mit extra Salz und Pfeffer servier wird – Ein Standart den ich in meiner Region noch nicht zu Gesicht bekam. Der Service ist schnell, freundlich und zuvorkommend. So sollte es sein! Auch an den Preisen kann man nichts beanstanden, denn ca. 5€ pro Drink sind ein wirklich sehr guter Preis.

Das Barium ist eine kleine, sehr schöne Bar, in der ich wieder einmal vorbeischauen werde. Es gibt zwar keine große Besonderheiten aber auch keine negative Kritikpunkte. Das gelungene Ambiente im Bahnhof ist es allemal wert gesehen zu werden.

Samstag, 8. Dezember 2007

Der Dosen-Cocktail-Song

Die Produkte aus dem Hause Conelly sollten weitgehend bekannt sein. Das es sich hierbei allerdings um Dinge handelt die kein Hobbymixer ernst nimmt, geschweige den ein richtiger Bartender, kann man das Ganze getrost Links liegen lassen. Es scheint dennoch Fan´s zu geben die sich richtig Arbeit für ihren „tollen“ Cocktail machen. ( Ich muss nach meinen Drinks wenigstens keine Dosen entsorgen…)

Dienstag, 4. Dezember 2007

Die Höhle des Löwen

Für Diejenigen, welches es noch nicht mitbekommen haben: Die Bar Le Lion wurde nun erfolgreich, nach einigen Wochen Verspätung, eröffnet. Inmitten Hamburgs lässt es sich nun täglich sehr gut trinken ab 18:00 Uhr. Ich denke die erste Kritik eines sehr kompetenten Hobbymixers und der Falernum-Lieferant für die kleine Bar spricht für sich:

Ja, der Löwe ist erwacht und definitiv die schönste und beste Bar Hamburgs für mich. Fantastische Getränke, großartige Atmosphäre, hervorragende Bartender, super Service.Die Empfehlung schlechthin für Freunde klassischen Cocktailgenusses. Auch Champagner- und Weinfans kommen nicht zu kurz.

Wenn das keine gute Nachrichten sind! Ich wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben für den Bitters-Blog Nord… Ich werde diese Bar defenetiv Besuchen sobald ich auch nur in der Nähe von Hamburg bin.


Torben & Gincalo mit einer Flasche Falernum (Test hier im Blog)

www.lelion.net

Montag, 3. Dezember 2007

Mixology Monday: Repeal Day

Ein neuer Monat beginnt und schon wieder wird zum Mixology Monday aufgerufen. Jeffrey Morgenthaler, der Gastgeber des Monats Dezember, rief die anderen Blogs auf über das Thema Repeal Day zu schreiben – Dieser Tag beschreibt das Ende der Alkoholprohibition in den Vereinigten Staaten.
Zu beginn des zwanzigstens Jahrhundert gab es bereits einige Gebiete in den Staaten mit Alkoholverbot. Offizieller Beginn der Prohibition ist der 16. Januar 1920, als um Mitternacht der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten in Kraft trat:

I: Binnen eines Jahres nach Ratifizierung dieses Zusatzes sind die Herstellung, der Verkauf und der Transport von berauschenden Flüssigkeiten (alles ab 0,5% Alk.) innerhalb, sowie die Einfuhr derselben in und die Ausfuhr derselben aus den Vereinigten Staaten von Amerika und allen Gebieten, in denen deren Rechtsprechung gilt, verboten, so sie zum Verzehr bestimmt sind.
II: Der Kongress und die einzelnen Bundesstaaten erhalten übereinstimmende Befugnisse um diesen Beschluss mittels angemessener Gesetzgebung durchzusetzen.
III: Dieser Verfassungszusatz ist unwirksam, wenn er nicht innerhalb von sieben Jahren von den Bundesstaaten in einem verfassungsgemäßen Verfahren als Ergänzung zur Verfassung anerkannt wird. Die Frist von sieben Jahren beginnt mit dem Datum der Bekanntgabe des Textes an die Bundesstaaten durch den Kongress.


Damit wahr das Verbot von Alkohol rechtskräftig, nachdem sich einige Verbände schon seit über 50 Jahren für ein solches Verbot einsetzten. Präsident Wilson legte gegen diese Bestimmung zunächst sein Veto ein, aber der Druck der öffentlichen Meinung war so stark, dass sich sowohl im Repräsentantenhaus wie im Senat eine Zweidrittelmehrheit fand, die das Veto des Präsidenten unwirksam machte. Nichts desto trotz wahr die ganze Angelegenheit ein einziger Flop. Eigentlich mit der Absicht Verbrechen zu verringern, Armut zu vermindern und die Lebensqualität zu steigern, wirkte sich das Verbot genau gegenteilig aus. Der Schwarzmarkt für Alkohol schoss ins unermäßliche. Die Mafia und andere Gruppierungen versorgte das Land weiterhin illegal mit Alkohol. Einer der bekanntesten Person die daraus profitierten ist wohl der Gangsterboss Al Capone aus Chicago. Das damalige Alkoholverbot hatte seine Ziele in keinster Weise erreicht, sondern im Gegenteil das kriminelle Gangstertum erst richtig zum Aufschwung verholfen und die Korruption befördert. Der politische Einfluss durch das entstandene Schwarzgeld, hat die Mafia immer wieder vor der Verfolgung beschützt. Es begann bei den unterbezahlten Prohibitionsagenten, die das Verbot eigentlich überwachen sollten, Polizisten die den Termin einer Razzia verrieten oder generell wegschauten, bis hin zu hochrangigen Politikern und Beamten, die z. B. Waffenscheine ausstellten oder juristische Ermittlungen verhinderten. Anfang der 1920er Jahre schätzte die Polizei die Zahl illegaler Kneipen in Chicago auf ca. 32000 – doppelt so viele, wie es vor der Prohibition an legalen Kneipen gab. Nach 14 Jahren eines „trockenen Amerikas“ endete das Verbot von Alkohol am 5. Dezember 1933.

Zum Abschluss noch ein hervorragender Pre-Prohibition-Cocktail den ich sehr schätze.

Bijou
4,5 cl Gin
1,5 cl Chartreuse green
1,5 cl French Vermouth
1 dash Orange Bitter

stirr all whit ice and strain into cooled cocktail glas

Samstag, 1. Dezember 2007

Peychaud´s Bitter


Wer noch auf der Suche nach dem hervorragenden Peychaud´s Bitter ist wird im Rumkontor nicht mehr fündig. Dort ist das Produkt wohl bis zur letzten Flasche ausverkauft. Glücklicherweise ist der rote Aromatic Bitter ab sofort auch bei Barfish erhältlich. Für Freunde von klassischen, starken Drinks ein absolutes Muss!Erfunden in einer Apotheke in New Orleans wurde der ursprüngliche Peychauds als Medizin in Cognac gegeben aus welchen sich der einmalige Sazerac entwickeln sollte.

Sazerac
6cl Cognac
1cl Zuckersirup
3 dashes Peychaud´s

Zunächst Eis in einen Tumbler geben und es mit Absinth parfümieren. Dazu hab ich die Grüne Fee in eine Pumpflasche gegeben. Die drei Zutaten hinzugeben und alles lange miteinander verrühren. Mit einer Orangenzeste abspritzen und servieren.