Freitag, 15. August 2008

Ramos Gin Fizz

Es wird Zeit einen der populärsten klassischen Drinks der letzen Jahre auch in den Cocktailwelten vorzustellen den Ramos-, oder auch New Orleans Fizz. Auch dieser Drink stammt wie viele aus New Orleans.
Im dortigen Fairmont-Hotel, das heute zur Waldorf-Astoria-Gruppe gehört, liegen auch die Namensrechte des Cocktails. Die Geschichte dieses Drinks auf Ginbasis beginnt im Jahre 1888 als ein gewisser Henry C. Ramos von Los Angeles in die Südstaatenstadt zog, um dort ein Restaurant zu eröffnen. Hier wurde der Ramos Gin Fizz geboren. 1907 hatte Henry ein zweites Restaurant eröffnet in welchen es den mittlerweile bekannten Fizz ebenfalls gab. Die Mischung wurde derart populär das Gäste angeblich Stunden warten mussten bis sie an der Reihe waren.
Bereits 1915 benötigte man zum Mardi Gras in den Restaurants 35 Bartender um die Nachfrage des Drinks zu decken. Nur auserwählte Arbeiter bekamen das Rezept, welches erst bei Beginn der Prohibition (1919) an die Öffentlichkeit weitergegeben wurde.
Eine weitere Geschichte dreht sich um den New Orleans Bürgermeister Huey Long, welcher einen Bartender auf einer seiner Reisen mit nach New York nahm um den dortigen Bartender zu zeigen wie man diese Drink richtig zubereitet. So sorgte der Politiker nicht nur dafür das r auch in New York seinen Cocktail bekam, sondern auch zur Ausbreitung der Rezeptur.
Der Ramos ist ein außergewöhnlicher Drink. Ein milder, ausgewogener Geschmack verbindet sich mit einer einzigartigen Textur und einer fast unzerstörbaren Schaumkrone. Locker cremig entfalten sich die Aromen mit den Teils ungewöhnlichen Zutaten. Selbst die Zubereitung ist eine Kunst für sich.

Ramos Gin Fizz / New Orleans Fizz


6 cl Gin
3 cl Sahne
2 cl Zitronensaft
2 cl Limettensaft
0,5 cl Zuckersirup
1 Eisweiß
Orangenblütenwasser
Soda

Alle Zutaten außer dem Orangenblütenwasser und dem Soda in ein mit reichlich (!) Eis gefülltes Mixingglas geben. Die Eiswürfel sollten dabei so kalt wie nur irgendwie möglich sein. Das Ganze wird nun lange und hart geshaked. Ein Minimum von 30 Sekunden ist hier einzuhalten. Empfohlen wird ein 60-Sekunden-Shake. Da das sehr kraftaufwändig ist entstand auch der „Ramos-Brauch“ den Shaker an eine oder mehrere Personen weiterzugeben. Nur so entsteht die typische Cremigkeit und der Schaum.
Der halbfertige Drink wird daraufhin in ein Glas abgeseiht. Das Glas sollte gut vorgekühlt sein da in den Ramos kein Eis zugegeben wird. Das würde den Cocktail definitiv zerstören! Zum Schluss wird mit Hilfe eines Barlöffels etwas Soda gefloatet. Hierbei ist darauf zu achten auf keinen Fall mehr als 3cl des Wassers in den Fizz zu geben. Ein verwässerter Ramos ist furchtbar langweilig! Auf den Schaum träufelt man schlussendlich noch einige Tropfen des Orangenblütenwassers.

Tipp 1: Wenn das gewählte Glas die richtige Größe und der Schaum die passende Konsistenz kann man so aufgießen das der Schaum über den Glasrand wächst.
Tipp 2: Ohne Eis die Zutaten erst im Blender mixen und dann shaken erspart ein Teil der Arbeit.
Tipp 3: Auch einige Tropfen Orangenblütenwasser mit in den Shaker geben für ein stärkeres Aroma
Tipp 4: Den Zuckersirup durch Vanillesirup zu ersetzen ist eine schöne Modifikation.

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