Donnerstag, 9. Oktober 2008

Barmesser vom Barmeister


Zusammen mit der Friedrich Dick GmbH entwickelte Barmeister Walter Fröscher ein spezielles Barmesser. Im Zuge des dritten jährlichen Treffens des Cocktailforums wurde uns ein Exemplar dieses Werkzeuges zum ausgiebigen testen bereitgestellt.
Das Produkt hat eine Gesamtlänge von 33cm mit einer Klingenlänge von 20 cm. Ein solch großes Schneidwerkzeug ist auf keinem Fall nötig in einer Bar und wurde von uns am restlichen Abend nur noch Machete genannt. Das Blatt aus rostfreiem Stahl ist relativ hart und lässt sich kaum biegen. Am vorderen Ende befinden sich zwei nach oben gebogene Zinke die zum aufspießen von Früchten integriert wurden. Ob man das nutzt sei jedem selbst überlassen. Immerhin kann man ein Fruchtstück auch mittels einer normalen Messerspitze aufnehmen. Der Größte teils des Messers ist gezackt und einseitig geschliffen. Dadurch lassen sich sämtliche Früchte bestens zerteilen aber dafür benötigt es wohl kein spezielles Barmesser. Ein jedes Zackenmesser dürfte dieselbe Arbeit verrichten können.
Eine Besonderheit am Fröscher-Messer stellen die letzten Zentimeter der Schneide dar. Hier ist kein Wellenschliff sonder eine Glatte scheide vorhanden. Damit sollte man normalerweise Zitruszesten von den Früchten scheiden können. Bei unserem Testexemplar war die Schneide aber nicht bis zum Ende geschliffen und das auch nur sehr grobkörnig. Die ordnungsgemäße Funktion war hier nicht gegeben.
Der Griff besteht aus einfachem Kunststoff in dem die Klinge wohl eingeklebt wurde. Ein hochwertigerer Griff wäre wünschenswert gewesen. Zumindest ein vernietetes Blatt hätte die Qualität deutlich erhöht. Das Geld für dieses Bar-Spezialmesser sollte man dann doch lieber in eine gute Flasche Gin investieren. Ein jedes Messer für 10 € liefert die gleichen Ergebnisse wie dieses Model. Ein genauer Preis ist mir nicht bekannt aber ich habe etwas von ca. 30 € gehört.

Kommentare:

  1. Dinge die die Welt nicht braucht ... 40 Euro wär ja ein schlechter Witz für das Messer.
    Wenn man ein Messer wie Dieses sucht reicht wohl auch ein sogenanntes Tomatenmesser (einseitiger Wellenschliff und ebenfalls diese zwei Zinken vorne).

    Ich bevorzuge ein äussers scharfes Pittermesser - da spritzt dann nicht direkt der Zitronensaft nen halben Meter durch die Gegend. Ausserdem sind die schön dünn, kann man auch Zesten mit abschneiden.

    Padde

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  2. Dieses Messer ist wirklich sowas von überflüssig.

    Viel zu groß und unhandlich.

    Juhu, Schlechte Messer zu schlechten Drinks ;)

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  3. Bei dem Webshop, den du in deinem Artikel verlinkst, kostet das Messer 24,90 Euro. Das wäre mir immer noch zu viel für die gebotene Qualität. Was mir noch besonders als Nachteil aufgefallen ist, ist der grobe einseitige Schliff der Klinge. Damit schneidet man unweigerlich krumme Scheiben - selbst ein gelernter Koch konnte damit nicht arbeiten.

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