Sonntag, 7. Dezember 2008

Repeal Day in Ulm

Als Helmut Adam im Mixology-Forum nach Bars in Ulm fragte kamen Heiko, der Thekenmeister, und ich wohl auf dieselbe Idee uns anschließen zu können. Wir hatten zwar beide das Handicap an diesem Abend noch Arbeiten zu müssen aber zumindest meine Gebete wurden erhört als mich mein Chef angerufen hat ich könne Urlaub machen an diesem Tag.
So kam es also dazu das ich mich mit Heiko und Helmut am frühen Abend auf dem Ulmer Weihnachtsmarkt getroffen habe um diesen Dezemberabend passend mit Glühwein einzuläuten. Bevor es aber in das Ulmer Nachtleben ging, stand ein kulinarischer Ausflug bei Erika auf dem Programm – im Übrigen eine ganz klare Empfehlung falls man sich einmal nach Ulm verirrt! Tolle Küche, tolles Personal und tolle Ambiente. Hier trafen wir auch auf Dominik Falger (ehemals Bartender Burj al Arab, Dubai – zukünftig Widderbar, Zürich), welcher sich unserer geselligen Runde noch anschloss.
Von hier aus ging es nun zur „Arbeit“ wie es Helmut nennt. Die nächsten Stunden verbrachten wir damit die Bars der Stadt abzuklappern um dort jedes Mal Daiquiris und Gin Fizzes zu testen. Nur Heiko musste uns um 22 Uhr verlassen um hinter dem eigenen Tresen zu stehen. Die Drinks sind in einigen Lokalitäten zu sauer, in anderen wiederum zu süß geraten. Einen ausführlicher Test dazu wird in der nächsten Ausgabe von Mixology zu finde sein auf die ich schon sehr gespannt bin.

Nach diesem offiziellen Teil wurde es auch wieder Zeit auf unseren Thekenmeister zu stoßen, welcher gerade damit beschäftigt war mehreren Gruppen von Studenten diverse Getränke zu überreichen bis mitten in die Nacht. Wir beschlossen zu Handeln: Wir mussten helfen sämtliche Gläser zu reinigen und zu polieren. Im Gegenzug konnte Heiko eine Stunde früher in den Feierabend gehen. Hier sei nun auch der lobenswerte Einsatz des weiblichen Service-Personal erwähnt, das aus Mangel von Poliertüchern, im wahrsten Sinne des Wortes, ihr letztes Hemd hergab um diesen Missstand zu überwinden. (@ Thekenmeister: Ich hoffe dein Chef verzeiht uns die zerbrochenen Gläser)
Wir haben es zwar nicht geschafft die Stunde früher zu gehen aber nichts desto trotz führte uns der Weg noch in diverse Clubs der Stadt und in einen Laden in dem die Gäste wohl nicht nur Tabak in ihren Zigaretten hatten… Äußerst amüsant wurde der Abstecher zum Bahnhofs-Imbiss mit der einen oder anderen Begegnungen der besonderen Art. Diese kleine Metzgerei ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich. Hier wird schon einmal ein imaginäres Fußballspiel moderiert oder man bekommt ein Ständchen vorgesungen. Hier konnten wir auch in Erfahrung bringen wie es angeblich in den Ulmer Ausnüchterungszellen aussieht. Zitat: „Fernseher gibt’s da auch nich. Da is zwar so´n Ding des sieht aus wie´n Fernseher is aber ein Fenster!“ Das Geschen dort kann man gar nicht in Worte fassen – man muss es einfach erleben.Schlussendlich trennte sich unsere Cocktail-Gruppe gegen 7 Uhr morgens in einem weiteren Club und jeder ging seines Weges. Ein gelungener und sehr witziger Abend denn es eines Tages zu wiederholen gilt!

1 Kommentar:

  1. Sehr amüsant geschrieben.

    Freut mich, und danke für die Werbung

    Grüße Dominik

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