Mittwoch, 3. Dezember 2008

The Ultimate Bar Book


Man könnte eigentlich der Meinung sein es gibt genug Bücher zur Bar in den Buchhandlungen dieser Welt aber man findet doch immer wieder etwas Neues. Seit wenigen Wochen ist das „ultimate bar book“ im Handel und nach einigen positiven Stimmen im Internet machte ich mich am Montag spontan auf die Suche nach diesem Werk. Suchen musste ich allerdings nicht all zu lange da das gesuchte Objekt im Bücherregal kaum zu übersehen ist.
Im Format etwas kleiner als A4 präsentiert sich das schlichte schwarze Buch massiv mit seinen sage und schreibe 815 Seiten und mehreren Kilo Gewicht. Das hübsch bebilderte Werk ist bei all dem Umfang zudem in einer relativ kleinen Schriftgröße verfasst was den Informationsgehalt nochmals deutlich erhöht. Ein solch großes Nachschlagewerk verlangt aus gutem Grund auch nach vier Autoren. Umso erstaunlicher ist der Preis, welcher mit gerade einmal 30 € zu Buche schlägt. (Wortspiel deluxe)
Die große Besonderheit ist die Aufteilung des Warenkunde und des Rezepteteils den dieser nimmt nur ca. 150 Seiten des Buches ein! Knappe 700 Seiten Warenkunde vermitteln sowohl dem Anfänger als auch dem fortgeschrittenen Mixer eine geballte Ladung Barwissen!
Zu Beginn des Buches wird die Geschichte des Alkohols sowie die der Bar aufgezeigt. Gefolgt wird dieser Teil wie in fast jedem Buch zum Thema mit einer Erklärung sämtlicher Werkzeuge und Gläser einer Bar sowie den wichtigsten Zutaten. Interessant zu lesen sind die Tabellen rund um die Bar, beispielsweise über die größten 20 Spirituosenkonzerne, von denen die meisten in einem kurzen Absatz eigens vorgestellt werden. Im nun kommenden Warenkundeteil legte der Autor viel Wert auf die einzelnen Kategorien. Die Getränkegattung der Weinbrände wird alleine auf 80 Seiten beschrieben. Trester- und Obstbrände auf 120 Seiten sowie Vermouth mit 30 Seiten! Die große Gruppe der Likör wird hingegen nur “kurz“ mit den wichtigsten Vertretern erwähnt. In jeder Gruppe wird auf die Geschichte der entsprechenden Spirituose eingegangen sowie auf ihren Ursprungsort und deren Entstehung. Anschließend findet man zu ausgewählten Produkten eine Verkostungsnotiz. Das Buch ist dabei auf dem aktuellsten Stand der Dinge. Zutaten wie Carpano Antica Fomula sind ebenso vertreten wie Pama oder Shochu.
Der am Schluss angesiedelte Cocktail-Teil des Buches ist nichts Besonderes und weist die einen oder anderen Mängel auf. So wird ein Sazerac mit Angostura gemischt anstelle des Peychauds oder ein Ramos Gin Fizz wird gänzlich ohne Zitrussäfte kreiert! Auch der Mai Tai mit Grapefruitsaft und Vanillesirup schmerzt schon beim durchlesen der Rezeptur!
Dieses Buch bietet alles um sich schnell und gründlich über eine spezielle Art von Spirituose zu informieren. Die Rezepte sind größtenteils in Ordnung aber einige Mischungen gehen absolut nicht wie sie in diesem Buch zu finden sind. Dennoch ist das Preis- Leistungsverhältnis für dieses Werk einfach unschlagbar gut! In Kombination mit dem Diffords Guide hat man mit diesen beiden Büchern alles was man benötigt um lange und intensiv zu mixen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen