Montag, 30. Juni 2008

Das erste Jahr

Es ist zwar kaum zu glauben aber der Blog ist seit vergangenem Freitag tatsächlich schon seit einem Jahr online! Der Blog ist erfolgreicher als ich es je gedacht habe. Zu Beginn hab ich für ein Jahr ca. 10.000 „Klicks“ angestrebt – über 21.000 zeigt der Zähler bisher an!
Ich nutze die Chance um mich dafür bei allen Besuchern herzlichste zu bedanken! Besonderer dank geht an

-das Cocktailforum und seine Stammmitglieder ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre.
-Torben Bornhöft und Philipp Jäckel von Forgotten Flavours sowie Michael "Triobar" Meinke für die Unerstützung
-dem Bitters-Blog um Stephan Berg und Jörg Meyer, dem Cafe-Sol-Blog, dem Opinionated Alchemyst Domink M.J. für den Informationsaustausch
-dem Team von Mixology als (im wahrsten Sinne des Wortes) Leser der ersten Minute sowie der klasse Unterstützung
-Pernod-Ricard, der Underberg Gruppe, Spirits Worldwide, Robin Weiss (FBA), Bols, Grand Manier, Zwack-Unicum und dem Teewerk für den regen Informationsaustausch und auch kleinen Mustern. Ich hoffe ich hab hier niemanden vergessen…
-die Paul Clarke (cocktailchronicals) für die Teilnahme an den Mixology-Mondays
-das Le Lion für die besten Drinks

Ich trinke einen Mint Julep auf euch und das nächste Jahr!

Freitag, 27. Juni 2008

Verity - Teekonzentrate


Gestern erreichte mich per UPS ein kleines unscheinbares Päckchen. Darin 15 Kapseln Verity Teekonzentrate in drei Sorten sowie ein USB-Stick mit allen Informationen dazu. Der5 Hersteller Teewerk verspricht damit „Tomorrow´s tea today“. Teewerk International gestaltet mit neuen, innovativen Produkten seit 2002 die Zukunft des Tees. Mit seiner Verity-Reihe bietet das Unternehmen um Dirk Stegmaier und Mirko Gosch das erste flüssige, sofort trinkfertige, reine Teekonzentrat. Ich denke hier wurde eine gute Idee gut umgesetzt!
Die Anwendung ist denkbar einfach: schütteln, öffnen, eingießen und genießen. Durch das Herstellungsverfahren kann das Produkt auf jegliche Zusatzstoffe verzichten und besteht ausschließlich aus erlesenen Teesorten und reinem Wasser. Da es sich bereits um eine Flüssigkeit handelt ist man nicht mehr auf ein aufbrühen des Tees angewiesen. In der Konsistenz ist der Tee deutlich zäher als Wasser und erinnert an einen Sirup. Das macht Verity in meinen Augen zu einem hochinteressanten Artikel für die Bar! Die Kapseln werden zu je 18 Stück für 9 € verkauft. Sicher ist das kein Schnäppchen aber die Einsatzmöglichkeiten sind enorm. Die momentan erhältliche Sorten Ceylon, Rooibos und Hagebutte enthalten je Portion 6,1 ml, 6,4ml bzw. 5,7ml Konzentrat. Die Kapseln sind laut Hersteller ca. 1 Jahr haltbar. Des Weiteren sind die Sorten nummeriert. Schwarztees bspw. sind von 20 bis 29 durchnummeriert, Früchtemischungen von 30 bis 39.
Am gestrigen Abend hab ich die einzelnen Sorten noch nach Anleitung (200ml je Kapsel) getestet im kalten Wasser auf je 3 Eiswürfeln.

Ceylon: Gut und rund im Geschmack. Etwas bitter wie man es von Schwarztee gewöhnt ist. Für mich allerdings etwas zu schwach. Als jemand der selten Tee trinkt kann ich das aber nicht sonderlich gut beurteilen. Wenn dann trinke ich den Schwarztee immer ziemlich stark.
Rooibos: So wie ich ihn kenne. Der Tee aus dem südafrikanischen Rotbusch ist super gelungen. Ich schätze hier die feine exotischen Aromen. Könnte allerdings auch wieder etwas stärker sein für mich.
Hagebutte: Sehr fruchtig und stark im Geschmack. Die sehr dominante Säure empfinde ich allerdings als störend. Hier musste ich nachsüßen.

Ich bin sehr gespannt welche Sorten sich die Entwickler noch ausdenken werden. In der Bar kann ich mir die Kapseln definitiv vorstellen. Immerhin versucht sich auch Bols an einem Green Tea Likör. Anbei bekam ich von Teewerk auch einige Rezepte für Küche und Bar die ich natürlich niemanden vorenthalten werde.

Verity on the Rocks
Verity 21 (Ceylon)
2 cl Vodka
Tonic Water
ein Spritzer Zitrone

Teequila Sunrise (welch ein Wortspiel ;-) )
Verity 30 (Hagebutte)
4 cl Tequila
Orangensaft

Caipirooibos
Verity 50 (Rooibos)
4 cl Cachaça
Orangenstückchen
brauner Zucker
Crushed Ice

Mittwoch, 25. Juni 2008

Der erste Shaker?


Es wurde zwar bereits an anderer Stelle im Internet geschrieben aber auch ich bekam eine E-Mail von Helmut Adam zu dem ominösen, vielleicht ersten Shaker überhaupt. Sollte einer der Leser zu diesem Gerät etwas wissen, bitte ich das per Mail zu melden. Danke!

Cocktailhistoriker Jared Brown, der zusammen mit Anistatia Miller das Spirituosenmuseum EUVS betreut, stieß kürzlich auf ein interessantes Exponat. Anlass war die Ausstellung "The Art of Drinking" im Victoria and Albert Museum in London.
Es handelt sich um ein zusammengestecktes Becherpaar, das einem Shaker verblüffend ähnlich sieht. Das Exponat stammt aus Deutschland, genauer gesagt aus Augsburg und wird auf 1595 bis 1600 datiert.
Das Becherpaar soll zusammengesteckt wohl ein Fass symbolisieren, aber die Nähe zur Funktion und zum Aufbau eines Shakers ist unverkennbar. So fragt sich Jared, ob dies ein Vorgänger des Shakers war oder ob dieses Exponat möglicherweise sogar schon als Shaker benutzt wurde. Bisher sind mir nur die ersten Shaker-Abbildungen aus den Barbüchern des 19. Jahrhunderts bekannt, wo der dreiteilige Shaker als "Cobbler Shaker" bezeichnet wird. Dieser wurde 1872 in den USA als Patent eingetragen. Wer etwas über diese Art von Becherpaaren weiß oder sonst etwas an Wissen beitragen kann oder will, möge bitte mit Jared Kontakt aufnehmen

Dienstag, 24. Juni 2008

Why is the rum gone?

Diese Szene aus dem “Fluch der Karibik” ist einfach klasse!


Und die Antwort...

Sonntag, 22. Juni 2008

Nox - Hamburg


Die Nox Bar in Hamburg liegt direkt an einem Fleet (Wasserkanal), nicht weit entfernt vom Rathaus und vom neuen Wall. Über eine große Betontreppe gelangt man in die Bar, zum Restaurant grill & green sowie zu der schwimmenden Terrasse des Restaurants. Wer die Treppe nicht nutzen möchte kann zusätzlich auch einen Fahrstuhl nutzen aber ich denke die ca. 25 Stufen sollten auch so zu bewältigen sein. Das grill & green gebe ich hier auch als absolut empfehlen! Leichte, mediteran-angehauchte Küche mit großen Portionen und sehr gutem Preis- Leistungsverhältnis. Wer hier isst wird garantiert nicht enttäuscht sein.
Die gut ausgestatte Bar befindet sich in der Mitte des Raumes. Sie Zutatenwahl lässt keine Wünsche offen. Hier gibt es alles was man benötigt vom klassischen bis zum modernen Cocktail. Im vorderen Teil der Bar befinden sich einige Tische vor der großen Glasfassade mit Blick auf das Terrassen-Floß. Im hinteren Bereich findet man Ledersofas, Sessel und Hocker im modernen Style. Eine sehr gemütliche Ecke, welche noch durch die gelungene Raumgestaltung und den beiden Aquarien noch zusätzlich an Flair gewinnt. Stundenlanger Aufenthalt ist hier mit Sicherheit kein Problem. Auch an die Vieltrinker wurde gedacht in Form von Kopfstützen auf den Toiletten – ein coller Gag!
Die Cocktailkarte lässt ebenfalls keine Wünsche offen bei einem Durchschnittspreis von 7,50€. Auch hier findet man eine bunte Mischung aus Klassikern, Newcomern, Eigenkreationen und den Standards. Es sollte im Nox für jeden Geschmack das Richtige zu finden sein. Da mir die Zeit weglief konnte ich nur einen Gimlet und einen Tom Collins antesten. Ein Strongbow-Promotion-Team schenkte zudem noch Cider aus, welchen ich mir natürlich nicht entgehen lies.
An der Zubereitung der Gindrinks gab es genau so wenig auszusetzen wie an ihrer Qualität. Nach einem kurzen Gespräch mit den Bartendern musste ich leider schon weiter ziehen. Die Nox-Bar ist meiner Meinung nach einen Besuch wert. Gerade in Verbindung mit einem Essen im green&grill eine gute Möglichkeit einen Abend zu verbringen.

Donnerstag, 19. Juni 2008

Skyy Flair Global Challenge 2008


Skyy Vodka sucht sucht am 04. September in München den besten Flair-Bartender in Deutschland. Die Skyy Flair Global Challenge 2008 bietet den Besten der Besten mit diesem Flair-Bartender-Wettbewerb die angemessene Bühne, ihr Können vor der World Flair Association (WFA) zu präsentieren, die den Wettbewerb gemeinsam mit dem amerikanischen Vodka ins Leben gerufen haben. Die Teilnehmer müssen die Jury aus WFA-Mitgliedern in den Kategorien Working Flair und Exhibition Flair überzeugen. Der Sieger kämpft im November im glamourösen Ambiente von Monte Carlo um den Gesamttitel der internationalen Skyy Flair Global Challenge.
Bewerbungsschluss für das deutsche Finale ist am 30. Juli 2008. Wo der Event stattfinden wird, ist noch geheim. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren mit Wohnsitz und Arbeitsplatz in Deutschland. Darüber hinaus müssen die Teilnehmer als Flair-Bartender bekannt sein oder durch einen bekannten Flair-Bartender empfohlen werden, wobei auch die Teilnahme an Flair-Bartending-Wettbewerben als Referenz gilt. Eine Bewerbung anhand eines aussagekräftigen Videos ist möglich und erwünscht. Bewerbungen, die neben den persönlichen Daten den Namen der Bar, in der der Bewerber momentan arbeitet, sowie Fotos und Referenzen enthalten, können per E-mail an: skyyflair-germany@campari.com oder auf dem Postweg an Campari Deutschland GmbH geschickt werden.
Zu gewinnen gibt es für den Sieger des weltweiten Finales in Monte Carlo 7.000 US Dollar, beim Vorentscheid in Deutschland liegen die Preisgelder für den 1. Platz bei 2.000 Euro, für den 2. Platz bei 1.000 Euro und auf den Drittplazierten warten 500 Euro.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Wer suche der findet! - Teil 2

Dieser Blog wird laut meinen Statistiken zu 36,47% von Suchmaschinen angeklickt. Dabei finde ich es immer höchst interessant auch die Keywords zu analysieren, d.h. die Begriff mit denen die Besucher mich bei den Suchmaschinen gefunden haben. An Momentan erster Stelle (seit bestehen des Blogs) befindet sich die Suche nach „Absolut Mango“ mit 536 abfragen. Diese Suche ist mir zumindest erklärlich im Gegensatz zu anderen Keywords. Ich sollte zwar nicht über die Suchen lästern da ich mich über jeden Besucher tierisch freue aber ich finde das einfach zu spaßig. Deshalb hier ein kleiner Einblick der letzten Monate. Ich hoffe ich kann damit einige Fragen doch noch beantworten.

bart simpson zum selber anziehen
Wie man darauf auf meinen Blog schließen kann ist und bleibt mir ein absolutes Rätsel? Ich werde das mal zu den X-Akten legen und mit Außeririschen in Verbindung bringen…

elefanten geruchstests
Der ist ganz einfach: Wenn man seinen Rüssel zu tief ins Glas hängt und anschließend rosa Elefanten sieht sollte man den Genuss von Cocktails für diesen Tag beenden.

warum beginnt das neue jahr am 01.01.08
Ich vermute das liegt daran das der 01.01 für gewöhnlich der erste Tag des Jahres ist. Auch 2008 hat sich daran nichts geändert so spießig das auch sein mag. Da am Tag davor meist gefeiert wird, und die Leute sich danach an nix mehr erinnern können was das letzte Jahr passiert ist, könnte auch eine Lösung sein!

wo gibt es viele blätter in memmingen
Dazu hab ich meine Cousine befragt, die gerade ihre Doktorarbeit in Biologie schreibt. Blätter findet man angeblich sehr oft in der Nähe von Laubbäumen. Ich schätze sie gehen mit den Wurzeln des Baumes eine Symbiose ein da in diesem Bereich immer sehr viele Blätter zu finden sind.

martini suppe
Das kenn ich auch! Gibt’s in 90% aller Bars zu erwerben. Als Einlage sind kleine Eisstückchen sehr beliebt in Kombination mit einer fettigen Olive.

gin heilmittel
Warum den nicht! Wer genug trinkt wird all seine Probleme vergessen. Die späteren Nebenwirkungen lassen aber nicht auf sich warten… (weiterführend dazu „sichtbeton“ lesen)

an welchen stellen kann man eine infusion geben
Auf meinem Web-Log gibt es die nur oral als Schluckimpfung!

sichtbeton herstellen zutaten
Bei übermäßigem Alkoholgenuss kann es schon mal vorkommen das man flach auf der Straße liegend nur noch Beton sieht! Benötigte Zutaten: siehe „gin heilmittel“

welcher cocktail hat am meisten alk
Ich würde dazu etwas einfach nutzen wie eine Rum-Cola. Wenn man nun die Mengenangaben um das tausendfache erhöht und ein passendes Glas besitzt müsste der Drink eine gewaltige Menge Alkohol besitzen! Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt es sich jede Stunde den Elefanten-Geruchstest durchzuführen!

geld regiert die welt wie bekommt man macht
Ich würde es mit der George-Buch-Methode versuchen: Man überfalle dazu ein ölhaltiges Land seiner Wahl, übernehme dort die Macht und verwandelt das Öl in Geld!

Montag, 16. Juni 2008

Mixology Monday: Bourbon


Ein mir bisher völlig unbekannter Blog gibt diesen Monat das Thema des Mixology Monday vor: Scofflaw´s Den will alles über Bourbon wissen. Ich bin zwar kein Whiskey-Fan aber wenn ich mal solch einen Brand trinke fällt meine Wahl meist auf diesen amerikanischen Vertreter seiner Art.
Der Ursprung des Bourbons ist Europa. Irische und schottische Einwanderer, welche sich in der Kunst des Destillierens verstanden, passten sich den neuen Gegebenheiten an und brannten zunächst Whiskey aus wild wachsendem Roggen (Rye). Dies geschah in den Oststaaten wie Pennsylvania oder Maryland, von wo aus der Whiskey langsam seinen Siegeszug Richtung Westen begann. Kentucky war dabei dank seines fruchtbaren Bodens besonders beliebt. Mais wuchs dort bestens und Wasser war dank einer Vielzahl von Quellen im Überfluss vorhanden – die besten Voraussetzungen! Der Begriff Bourbon las man am 26.06.1821 das erste Mal in einer Zeitungsanzeige von der Firma Stout & Adams. Damals war Bourbon noch eine Herkunftsbezeichnung und nicht wie heute eine Sortenbezeichung.
Die Geschäfte blühten bis zur Einfuhr der Prohibition. Diese zerstörte mit einem Schlag die gesamte amerikanische Whiskey-Industrie. Nur langsam kam die Maschinerie wieder zum laufen nachdem die Alkoholverbote aufgehoben wurden. Heute lassen sich die Destillerien in Kentucky, Virginia und Indiana an vier Händen abzählen. Die führenden Marken des US-Brandes sind, in dieser Reihenfolge, Jack Daniel´s, Jim Beam, Seagram´s und Evan Williams.
Die Maische (mash bill) für Bourbon muss mindestens zu 51% aus Mais bestehen. Als Zweitgetreide wird meist Roggen verwendet und seltener Weizen. Der Rest der Maische besteht aus Gerstenmalz, welches dank seiner Enzyme erst die Umwandlung von Stärke in Zucker ermöglicht. Der Zucker wird anschließend in Alkohol vergärt. Des Weiteren werden Reste der letzten Destillation zur Maische gegeben, die ab nun an den Namen sour mash trägt. Das fertige Destillat wird danach in Fässern aus einheimischer Eiche gelagert Die amerikanische Weißeiche stellte sich schnell als ideales Material für Fässer heraus. Diese wurden ausgebrannt um Verunreinigungen zu beseitigen. Des Weiteren ist dieser Vorgang sehr wichtig für das spätere Geschmacksbild der Whiskeys. Zucker, Aromen und Farbstoffe sorgen dafür das ein Bourbon zu dem wird was er ist.
Wie auch beim schottischen Whiskey wird Bourbon entweder aus verschiedenen Bränden hergestellt (blended) oder direkt (straight) abgefüllt. In unseren Märkten hat der Blended Whiskey keine Bedeutung. Ein Bourbon ist „Straight“ wenn er

-in den USA gebrannt wurde
-mindestens aus 51% Mais besteht
-auf höchstens 80% destilliert wurde
-mit maximal 62,5% im Fass gelagert wird
-die Fässer neu sind
-mindestens 2 Jahre im Fass reift

Einer der klassischsten Drinks sollte der Manhattan sein. Eine erstklassische Interpretation davon bildet eine Variante mit dem beliebten St. Germain Likör. Ein Teil des Wermuts wird dabei einfach durch die Holunderblüten ersetzt. Kurze Anmerkung: Heute habe ich meinen eigenen „St. Germain“ angesetzt. Über die Ergebnisse wird ich in 8 Wochen berichten…

Elderflower Manhattan
6 cl Bourbon (I.W. Harper 12)
3 cl St. Germain
1.5 cl Dry Vermouth (Noily Prat)
2 dashes Angostura

Shake all ingredients whit ice and strain into chilled glass.

Donnerstag, 12. Juni 2008

Grand Manier Trophy Finale


Ob der Lavendel ihm Glück bringt, ist nicht bewiesen. Sicher ist, dass er dem Drink seine exotische Note verleiht und ihm erneut zu einem Erfolg verholfen hat. Als Gewinner des „Journalisten Special Awards“ kehrte Markus Heinze ohne Lavendel aber mit einer Trophäe im Gepäck aus Paris zurück. Dort trafen sich am vergangenen Mittwoch in der vergangenen Woche die besten Bartender aus 27 Ländern, um bei der Grand Manier Trophy ihr Können und ihre Kreativität unter Beweis zu stellen. Wieder einmal konnte seine Longdrinkkreation im Cuisine Style - „La Grande Madame“, mit der er bereits den Deutschen Vorentscheid gewonnen hatte, die Jury überzeugen. Mit dem Ziel, es in die Top 10 zu schaffen, war Markus Heinze nach Paris gereist. Dass seine Sommerkreation es auf den vierten Platz der Gesamtwertung im Finale schaffen würde, hätte sich das junge Ausnahmetalent nicht erträumen lassen. „Mein Ziel waren die Top 10, daher freue ich mich sehr über meine Platzierung in der Gesamtwertung und den Sieg des Journalisten Special Awards“. Seine Gäste in der Sonderbar werden diesen Erfolg sicherlich gebührend mit ihm feiern. Beim „Journalisten Special Award“ bewerten Food- und Lifestyle Journalisten die Drinkkreationen der jeweils anderen Länder.
Als jubelnder Sieger in der Gesamtwertung darf sich der Italiener Andréa Francardi (siehe Bild)freuen und die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen. „Le Grand Especial“ heißt die Kreation, mit welcher der Italiener die Jury überzeugen und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen konnte. Fünf Drinks mussten innerhalb von zehn Minuten gemixt werden, daneben kam es der Jury auf die Fertigkeit des Mixens und natürlich auf die ausgewogene Komposition der Ingredienzien an. Francardi konnte die fachkundige Jury mit einer ausgewogenen Komposition überzeugen. Als frisch gekürter Sieger der Trophy darf Andréa Francardi sich nun auf einem Trip durch die USA, dem Hauptgewinn, erholen. Christian Heiss aus der Schweiz belegte den zweiten und Jéremy Thevenin aus Luxemburg den dritten Platz.

Le Grand Expecial von Andréa Francardi
4 cl Grand Manier
8 cl Ananassaft
1 TL Zitroneneis
4,5 cl Blutorangensaft
1 cl Erdbeersirup

Mittwoch, 11. Juni 2008

Tonic Water


Der Sommer steht vor der Tür und ein Longdrink ist innerhalb der kürzester Zeit zubereitet und immer passend. Zu den absoluten Klassikern dieser Drinks-Kategorie gehört ohne jeden Zweifel der Gin Tonic. Er ist überall erhältlich, gab es schon zu den Kolonialzeiten und die Queen schwört darauf. Im Laufe der Zeit fand ich heraus das Tonic nicht gleich Tonic ist.
Eingeführt wurde das herbe Wasser Anfang des vergangenen Jahrhunderts. Englische Offiziere waren in den Kolonien dazu verpflichtet täglich Chinin-Tabletten zu sich zu nehmen, um sich vor Malaria zu schützen. Diese bitteren Pillen wurden meist in einer Mischung aus Wasser, Lemon, Lime und später auch Gin zu sich genommen um den Geschmack zu verbessern – die Geburtsstunde des Gin Tonics. Die Nachfrage stieg und schon bald wurde die medizinische Mischung fertig in Flaschen verkauft. Noch heute erinnert an diese Zeit das „Indian“ im Namen vom Marktführenden Produkt von Schweppes. Heutzutage sollte man sich nicht mehr auf diesen Schutz verlassen. Die Chinin-Konzentration ist zu schwach und man müsste für einen wirksamen Schutz ca.15L täglich zu sich nehmen. Der Name des Bitterwassers leitet sich dabei von Tonicum ab was so viel bedeutet wie stärkendes Mittel.

Schweppes Indinan Tonic Water: Dieses Produkt ist überall erhältlich. Im Geschmack das neutralste Tonic. Nach kurzer Zeit im Mund entwickelt sich ein leichtes Zitronenaroma das von einer dominanten Bitterkeit sofort überdeckt wird. Der bittere Geschmack verbleibt lange im Rachen und finde ich persönlich fast aufdringlich.

Fentimans Tonic Water: Leider so gut wie nicht zu bekommen. Nach meinen letzten Informationen (die vom vergangenen Herbst sind) sollte das Produkt kurz vor der Einführung in Deutschland stehen. Vielleicht passiert ja noch etwas in diese Richtung. Milder und fruchtiger wie Schweppes ist es ein gutes Produkt für einen jeden G+T.

Fever Tree Tonic Water: Der Porsche unter den Tonic. Sein Geruch erinnert sehr stark an Ahoi-Brause. Viel Kohlensäure und Zitronenaroma verbinden sich perfekt mit dem bitteren Chinin. Leider ist die Limonade kaum erhältlich und auch relativ teuer. ( 4x200ml, ca. 6€) Ab und an ist es bei the english shop erhältlich.

Tonic Sirup: Das Rezept stammt aus einer Mixology-Ausgabe. Selbst habe ich es noch nicht ausprobiert, aber was nicht ist kann ja noch werden :-)

1 Liter Wasser
600 g Zucker
100 g Zitronengras
2 Esslöffel Chinarinde
Schale von 3 Limetten
1 Esslöffel Zitronensäure

750 ml Wasser mit Zucker erwärmen bis alles gelöst ist, dann das Zitronengras zugeben und 5 Minuten leicht köcheln lassen, dann die Chinarinde zugeben und weitere 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss die Schalen der Limetten zugeben und nach insgesamt 15 Minuten abstellen. Die Feststoffe durch ein Sieb und später durch Kaffeefilter laufen lassen. Dann noch die Zitronensäure zugeben und umrühren bis alles gelöst ist. Innerhalb von 2 Monaten aufbrauchen. Im Drink 5 cl Gin und 2 cl Tonicsirup mit 10 cl Wasser auffüllen.

Ein kleiner Tipp am Rande: Tonic Water leuchtet unter Schwarzlicht blau.

Samstag, 7. Juni 2008

Unterwasser-Cristal

Das Traditionshaus Louis Roederer wagt eine Neuerung: Man versucht, Champagner 12 Monate in 15 Meter Tiefe im Wasser der Bucht von Mont Saint-Michel reifen zu lassen, wie Reuters berichtet.
Brauchen wir das?

Donnerstag, 5. Juni 2008

Oh du Fröhliche...

Jetzt schon an Weihnachten denken? Wieso eigentlich nicht! Vor allem wenn es im Dezember einen neuen Reprint von Jerry Thomas´s „Bon Vivant's Companion: The Bartender's Guide“ geben wird! Bisherige Nachdrucke sind kaum noch erhältlich und selbst schon Raritäten. Als einer der ersten Cocktailbücher weltweit ein unbedingtes Muss für jede Cocktail-Bibliothek! Meiner Meinung nach ist das Werk die schönsten Sammlung von klassischen Cocktails. Das englischsprachige Buch kann mittlerweile für 14€ bei Amazon vorbestellt werden.

Dienstag, 3. Juni 2008

Über Fütyülös


Seit Sonntag ist es möglich seine Kreationen für den Mixology Summer Cocktail Contest in das Mixology-Forum zu posten. Zum ersten Mal können nicht nur Berufs-Bartender teilnehmen, sondern auch die Hobbymischer, insofern sie ein Mixology-Abo besitzen. Gesponsert durch Fütyülös wird ein passender Drink für die kommende heiße Sommermonate gesucht.
Der Aprikosen-Akazienhonig-Brand Fütyülös stammt aus dem Hause Zwack Unicum, dem größten Spirituosenhersteller Ungarns. Fütyülös ist eine traditionsreiche ungarische Spirituosenspezialität, gebrannt aus ungarischen Aprikosen, verfeinert mit Akazienhonig (30% Vol.). Die typische Flaschenform stammt aus dem 18. Jahrhundert. Ursprünglich servierte man Wein und Spirituosen aus solchen Flaschen. Die Flasche wurde auch als Pfeife/Flöte verwendet. Wenn sie leer war, konnte auf der leeren Flasche gepfiffen werden. Das bedeutete, dass der Wirt eine neue Flasche zu bringen hatte. Daraus lässt sich auch der Name des Likörs ableiten, welcher soviel bedeutet wie „pfeifen“. Der Absatz des Aprikosen-Akazienhonig-Brandes Fütyülös verdoppelte sich in den letzten zwei Jahren in Ungarn und die Gastronomie-Distribution stieg in den letzten zwei Jahren auf das 10-fache. Heute ist Fütyülös der erfolgreichste Likör Ungarns und eine Art Nationalgetränk.
Die Jury-Leitung des OCC-Wettbewerbs wird von dem ungarischen Bartender Csaba Gulyas übernommen. Csaba arbeitet bereits seit acht Jahren für das Haus Zwack und ist Herausgeber des ungarischen Barmagazins Bartrendern (tolles Wortspiel!). Dank Helmut Adam konnte ich Csaba einige Frage zu Füti stellen und einiges dazu erfahren.
So zum Beispiel über die Produktpalette des Likör bestehend aus Aprikose, Honig-Aprikose, Honig-Pflaume, Honig-Himbeere und Honig-Kirsche. In Deutschland wird momentan nur Honig-Aprikose vertrieben. Dies liegt einfach daran das es in Ungran die absatzstärkste und beliebteste Variante ist. Wann das Produkt in den normalen Einzelhandel kommt konnte mir Csaba noch nicht sagen aber „it will change soon!“
In Ungarn laufen auch umfassende Werbemaßnahmen. Anzeigen in Zeitungen, TV-Spots und Promotion-Tours sind nur ein Teil davon. In Deutschland liegt der Werbe-Fokus momentan auf Berlin durch Plakate und in den Mixology-Ausgaben. Noch dieses Jahr wird eine Party-Tour in deutschen Städten gesponsert mit dem Namen „In Bed whit Space“.
Natürlich musste ich auch in Erfahrung bringen welcher Drink mit Füti der Angesagteste in der Heimat sei. Man lasse sich die Antwort dazu einfach auf der Zunge zergehen:“ …in long drink versions Honey Bull is the most successful one when Fütyülös is mixed with Energy drink, mostly Red Bull.“ – Leider ein Longdrink den ich mit Sicherheit niemals testen werde! Umso mehr bin ich froh, dass den aktuellen Wettbewerb gibt. Ich bin überzeugt das man auch einen richtigen Drink mit Füti mixen kann!
Immerhin bemüht man sich auch vor Ort die Qualität der Barkultur zu heben. Die passiert zwar im Moment, beispielsweise mit dem Bartrender-Magazin, aber wie immer viel zu langsam. Im July wird es auch ein Cocktail&Coffee Festival geben, welches den ungarischen Bartendern zeigen soll „how to be more professional and how to catch up the London or Berlin bar-scene“. Weiterhin will man den Gästen das Bewusstsein für die Cocktails, Barkultur und Spirituosen erweitern. Wie auch hierzulande beschränkt sich das Wissen meist auf Cuba Libre und Mojito
Ich danke Csaba Gulyas für das kleine Interview und wünsche im viel Glück bei der Umsetzung der Ziele in der Barkultur. Egészségedre!

Sonntag, 1. Juni 2008

Helgoland Preisliste 2


Es hat zwar ein wenig gedauert aber nun hab ich die restlichen Preise auch aufgeschrieben. Die von mir aufgeführten Produkte entsprechen dabei noch nicht den gesamte Sortiment der Insel. Es gibt noch eine Vielzahl von Spirituosen und Likören deren Preis ich entweder nicht ablesen konnte auf meinen Photos oder ich kein Bild davon gemacht habe. Die Preise verstehen sich wieder in Literflaschen, vorausgesetzt es gibt eine solche Abfüllung von der entsprechenden Flüssigkeit. Die erste Preisliste gibt es hier

Wodka
Danzka je nach Sorte 8-10€
Ketel one 13€
Stolichnaya 6€
Moskovskaya 9€
Grasovka 9€
Zubrovka 9€
Wyborowa 8€
Absolut blue 10€
Absolut 100 15€
Absolut Level 19€
Absolut Fruchtsorten 15€
Chopin 30€
Grey Goose 25€
Xellent 25€
Kaufmann Soft 45€

Gin
Plymouth 12€
Tanqueray 14€
Tanqueray ten 24€
Gordons 10€
Beefeater 10€
Bombay Sapphire 14€
Gilbeys 10€
Hendricks 29€
Finsbury Platinum 7€

Cognac & Co.
Metaxa 8€
Metaxa Olympian 25€
Cardenal Mendoza 19€
Fundador 9€
Magno 10€
Brandy 103 8€
Veterano 8€
Asbach Uralt 13€
Camus VSOP 23€
Otard VSOP 25€
Hine VSOP 26€
Hennesy XO 99€

Weine
Martini alle Sorten 6€
Dubonnet 6€
Nolly Prat Dry 9€
Nolly Prat Roso 9€
Cinzano 4€
Cinzano Limetto/Orancio 5€
Grahams Fine Port 10€
Ramos Pinto Port 10€
Offley Porto 9€
Osborne Proto 10 Years 15€

Bitters & Kräuter
Averna 8€
Ramazzotti 8€
Fernet Branca 9€
Unicum 14€
Becherovka 8€
Jägermeister 10€
Pernod 12€
Cynar 9€

Liköre & Sonstiges
Bols fast alle Sorten 9€
De Kuyper nur teilweisens Sortiment 8€
Kahlua 10€
Borghetti 10€
Tia Maria 10€
Cointreau 15€
Grand Manier Rouge 17€
Cherry Manier 18€
DOM Benediktine 17€
Licor 43 11€
Galiano 13€
Dooleys 9€
Baileys 13€
Yeni Raki 8€
Ouzo 12 8€
Tsantali Ouzo 6€
Molinari 11€
Mozartlikör alle Sorten 10€
Eckes Edelkirsch 4€

Ziegler Edelbrände
Quitte 56€
Aprikose 68€
Weichsel 77€
Schlehen 64€
Williams Sonderflasche 58€
Quitten Sonderflasche 60€