Donnerstag, 27. November 2008

Metaxa Aen


Die griechische Erfolgsmarke Metaxa hat ihren 120. Geburtstag zusammen mit vielen prominenten Gästen im Ballsaal des Berliner Hotel de Rome gefeiert. Anlässlich des Jubiläums präsentierte Metaxa dem ausgewählten Publikum den neuen und limitierte Metaxa Aen.
Unter den Augen von Spyros Ghikas dem Managing Director von Metaxa, und dem griechischen Botschafter Anastassios Kriekoukis enthüllten goldene Akrobaten den Dekanter dieses edlen Tropfens. Anschließend führte Konstantinos Raptis, Master Blender von Metaxa, eine Verkostung des Weinbrandes durch. Zum Abschluss des Programms versteigerte das griechische Traditionshaus im Rahmen einer Charity-Auktion zu Gunsten „Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e.V.“ den Aen Dekanter mit der Seriennummer 002 für einen guten Zweck.
Metaxa Aen verkörpert die Vermählung von mehr als 200 verschiedenen und bis zu 80 Jahren alten Destillaten aus dem Metaxa-Fass Nr. 1. Dieses Fass, auch als „Spyros Fass“ bekannt, ist nach dem Gründer Spyros Metaxa benannt und trägt sein Vermächtnis in sich. Nur die feinsten Destillate gelangen in dieses Fass und werden zuvor von dem Kellermeister persönlich ausgewählt. Somit symbolisiert das Fass das Herz des griechischen Brandes, als eine Quelle des Lebens, der durch die Kunst der Kellermeister fortwährend neues Leben eingehaucht wird. Aus diesem Grund hat man das Produkt „Aen“ genannt: Aen ist die altgriechische Bezeichnung für „ewig“ und steht für den endlosen Zauber des antiken Griechenlands. Jede Flasche enthält einen Tropfen aus diesem Fass. Aen ist das erste Produkt, das sich komplett aus dem Inhalt dieses Gefäßes schöpft.
Analog zu dem Gründungsjahr 1888 werden weltweit 1.888 Dekanter aus handgefertigtem Sevrès-Kristall und einem handbemalten, individuell geformten Aufsatz aus 20 Karat Gold versiegelt. Jeder Dekanter besitzt eine eigene Seriennummer und wird mit einem Echtheitszertifikat des Kellermeisters versehen. In Deutschland wird eine streng limitierte Anzahl exklusiv bei Karstadt und im KaDeWe erhältlich sein.

Dienstag, 25. November 2008

Melasse und Melassezucker


Dieses Nebenprodukt fällt bei der Produktion von Zucker aus Zuckerrohr sowie der Zuckerrübe an. Es ist dunkel wie Teer, zäher und süßer als Honig und klebt besser als so mancher Leim im Baumarkt. Melasse ist bei uns zulande nur schwer zu bekommen und nach langer Suche wurde ich doch noch fündig. Meist als Backzutat verwendet wird dieses aus ca. 60% Zucker bestehende Produkt in der europäischen Küche so gut wie gar nicht verwendet. Von dem Zucker abgesehen finden sich noch eine Vielzahl gesunde Bestandteile wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelemente in dem fast schwarzen Gemisch. Der Geschmack lässt sich am besten beschreiben als eine Mischung aus Honig und Lakritz mit einigen Röstaromen.
Melasse ist hinter der Bar meist nur in weiterverarbeiteter Form und in Flaschen abgefüllt zu finden. Mit Wasser und Hefe versetzt entsteht eine Maische welche nach der Destillation Rum genannt wird. Wer sich in den weiten des Internets auf die Suche macht wird auch das eine oder andere Rezept finden in dem der Zuckerabfall in Cocktails und Drinks vermixt wird. Erwähnen möchte ich vor allem ein Verwendungsmethode wie ich sie auf dem diesjährigen Barconvent in Berlin entdecken konnte. Ian Burrell, der britische Rum-Botschafter, verwendete in einem seiner Cocktails eine Kombination aus Melasse und Rohrzucker. Werden diese beiden Zutaten miteinander vermischt entsteht ein klebriger und sehr aromatischer Zucker. In Kombination mit (Rum-) Cocktails kann auf diese Art und Weiße eine angenehme Würze erzeugt werden die den Drink ein gewisses Etwas gibt– so geschehen bei einem von mir getesteten Rum Sour mit Appleton V/X, Limettensaft und Melassezucker. Wer nun auch auf die Idee kommt Melassezucker zu mischen muss vorallem darauf achten das er nicht irgendwo an der Bar kleben bleibt...

Sonntag, 23. November 2008

Hate to make

Der Artikel aus dem San Francisco Chronical ist zwar schon ein wenig älter aber ich habe ihn noch nicht gekannt und bin per Zufall darüber gestolpert. LINK

Es gibt mit Sicherheit Drinks die ein Bartender hasst, aber schlussendlich gehören auch diese Getränke zu seiner Arbeit. Man kann sich’s leidern nicht aussuchen. Im Gegenzug muss der Gast das nötige Verständnis mitbringen wenn die Zubereitung länger dauert oder der Bartender hinter dem Tresen nicht jedes Rezept des Planeten kennt. Hauptsache die Qualität stimmt…

Donnerstag, 20. November 2008

Original Caipirinha


Das Nationalgetränk von Brasilien. Jeder kennt ihn und schon fast jeder hat in zumindest schon einmal getrunken. Nur die Wenigsten wissen allerdings das der „normale“ Caipi nicht sehr viel mit dem brasilianischen Original am Hut hat. Ursprünglich wurde das Getränk viel von Bauern auf dem Land getrunken worauf auch der Name zurückzuführen ist. Abstammend vom brasilianischen Wort Caipira und der Endung –inha, welches eine Verniedlichung von „klein“ darstellt. Ergo Caipirinha = kleiner Caipira.
Ein Caipi besteht aus lediglich drei Zutaten: frische Limette, Zucker und Cachaca. Wobei sich das südamerikanische Original keineswegs nur auf Limetten beschränkt. Dort bekommt man je nach Wunsch seinen Cocktail auch mit anderen frischen Früchten z.B. mit Mango. Hier fällt die Zitrusfrucht komplett weg. Bestellt man hierzulande einen Caipirinha mit Mango ist mit Sicherheit dennoch eine Limette vorhanden und es wird nur ein Schuss Mangosaft hinzugegeben.
Besonders Wichtig ist die Auswahl der richtigen Spirituose. Lediglich der Cachaca kommt hierfür in Frage. Dieser Verwandte des Rums sollte keinesfalls mit normalem Rum verwechselt werden. Dieser wird aus Melasse destilliert während der Cachaca direkt aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt wird. Durch diesen Unterschied entsteht ein eigener Charakter im Brasilen-Brand der für den Fruchtcocktail sehr entscheiden ist. Das führende deutsche Destillat für den Caipi ist dabei keineswegs zu empfehlen! Spritig und scharf ist das Produkt mit dem Krebs auf dem Etikett der schelchteste Cachaca denn ich persönlich kenne. Sagatiba, Armazem Vieira oder Velho Barrairo eigen sich deutlich besser für den Zweck des Cocktails.
Auch der bekannte braune Rohrzucker den jeder aus seinem Drink kennt gehört hier nicht hin. Im Original verwendet man weißen Rohrzucker. Dieser ist feinkörniger und löst sich besser im Caipi auf als die braune Variante. Somit ändert sich das Geschmacksbild des Getränkes erneut und man beißt nicht bei jedem Schluck auf den groben Kristallen herum. Ich persönlich nutze ganz normalen Zucker wie er in jeder Zuckerdose Deutschlands zu finden ist. Ob die Süße nun aus Zucker des Rohres oder der Rübe kommt sollte nicht entscheidend sein.

Zubereitung der Caipirinha

1. Eine Limette reinigen in Scheiben scheiden, keine Achtel, und in ein Mixingglas geben. Das hat den Vorteil das die Frucht nicht mit einem Stößel ausgedrückt werden muss. Dies geschieht in der weiteren Zubereitung von alleine. (siehe Punkt 6)
2. Weißen Zucker nach eigenem Geschmack über die Limettenscheiben streuen. 1-2 Teelöffel reichen locker aus um den Drink zu süßen.
3. Das Glas randvoll mit möglichst kalten Eiswürfeln füllen. Je kälter desto besser da dieselben Würfel später auch den Caipi kühlen. Das übliche Crushed Ice ist keine Alternative! Es verwässert den Drink zu schnell was ihn untrinkbar macht.
5.6 cl Cachaca hinzufügen. Je besser die Qualität desto mehr kann in der Regeln benutzt werden und das Ergebnis ist immer noch schmackhaft.
6. Alles gut shaken – nicht rühren! Durch das shaken werden die Zutaten sehr schnell kalt, der Zucker löst sich gut auf und die Limettenscheiben werden durch die Eiswürfel von alleine ausgedrückt.
7. Den Inhalt des Shaker in das eigentliche Gästeglas umfüllen. Ein Trinkhalm ist nicht notwenig aber schadet auch nicht. Er hat den Nachteil das man nicht aufgelöste Zuckerkristalle die am Glasboden absinken immer im Mund hat – ich find das störend.
8. Zurücklehen und einen richtigen brasilianischen Caipirinha genießen. Saúde! (Prost)

Dienstag, 18. November 2008

Bar Hamburg, Hamburg

Nicht unweit vom bekannten Atlantic-Hotel entfernt befindet sich in einer kleinen Nebenstraße die Bar Hamburg. Eine hübsche Bar an der Alster mit interessanten Details.
Nach der Eingangstür betritt man zuerst einen verglasten Steg der direkt zur Bar führt. Links und rechts davon sieht man ein Stockwerk tiefer in einen weiteren Gästeraum. Die Bar ist in die Mitte des Raumes gebaut so das sich die Thekenplätze auf drei Seiten verteilen. Dunkles Holz verbindet sich im ganzen Raum mit dem Schlichten Beton der Säulen und der Wände. Eine gemütliche Atmosphäre entsteht durch das dunkle, gelbliche Licht. Daneben ist der Raum noch groß genug um ein Teil mit bequemen Ledersesseln und Tischen auszustatten. In einem Nebenraum dürfen es sich Raucher gemütlich machen mit einer sehr groß geratenen Designerlampe. Gut das dieses Gerät bis zum Minimum gedimmt ist. Weiter geht es über eine Treppe in den Keller. Dort befindet sich neben den Toiletten auch der zuvor erwähnte Raum den man vom Steg aus sieht. Dessen Wände sind mit Vorhängen verkleidet so das man vollständig vergisst sich im Subterrain des Gebäudes zu befinden. Blaue Sofas laden dazu zum verweilen ein. Weinklimaschränke sowie ein begehbarer Humidor runden das Kellergewölbe ab, welches perfekt ausgeleuchtet wird.
Das überaus großzügige Spirituosenangebot sollte jeden glücklich machen. Neben den Standards findet man von jeder Flüssigkeitsart noch eine Vielzahl von Premiumprodukten. Das Herz eines jeden Wodka-Fans wird höher schlagen beim Anblick der geschätzten 60 Sorten des Destillates. Die Getränkekarte bietet eine gute Mischung aus modernen und klassischen Cocktails und ist ebenfalls sehr üppig. Die Drinks werden schnell und nach persönlichen vorlieben zubereitet von dem freundlichen Personal. Die Qualität der Getränke ist gut und nicht zu beanstanden.
Wer sich an der schönen Alster befindet sollte am Abend auf einen Sprung in der Bar Hamburg vorbeischauen. Nebst interessanter Architektur und Ausstattung bekommt man hier auch gute Cocktails zu fairen Preisen.

Sonntag, 16. November 2008

The Bitter Truth: Repeal Bitters


Wer sich im Newsletter der Bitter-Truth-Manufaktur befindet wird auch vor einigen Wochen eine Email erhalten haben in der von drei neuen Produkten die Rede ist. Als erstes zeigte sich, wie schon zu erwarten, der Blue Sloeberry Gin 2008 in den Katalogen. Kurz danach war die Rede von einem alten Rye-Whiskey was sich auch kurz nach den Gerüchten bestätigen sollte. Diese beiden Flüssigkeiten werden in Kürze an den bekannten Stellen erhältlich sein. Ein Rätsel blieb das „Dritte Produkt“ – bis jetzt! Man beachte nun bitte den Repeal Bitters!
Dieses Extrakt wird es nur in einer limitierten Auflage und für kurze Zeit geben. Die kleine Flasche gedenkt an das 75-jährige Ende der amerikanischen Prohibition am 5. Dezember 1933. Dieser Tag wird von den Mixologen weltweit auch als Repeal Day gefeiert. Dank den Verbot-Gesetzten von 1919 wurde der Alkohol großflächig verbannt und nur noch in Form von Medikamenten und Bitters, welche auch in diese Kategorie gefallen, erlaubt. Dementsprechend hoch war plötzlich der Absatz dieser „Medizin“. Als der Alkoholausschank nach 14 Jahren wieder legal wurde gerieten die kleinen Flaschen mit den Bitters in Vergessenheit, bis Sie vor wenigen Jahren ihrerseits ein Comeback feierten.
Das Etikett des neuen Berg&Hauk-Medikaments ist einer klassischen Zeitung nachempfunden und gedenkt mit seinem Text an die von mir oben erwähnten Ereignisse. Wie immer mit 150 ml abgefüllt hat das Produkt einen Alkoholanteil von stolzen 42%. Auffallend ist die relativ helle Farbe des Tonikums. Bernstein und leicht goldfarben präsentiert sich der Aromatic im Gegensatz zum gewohnten Dunkelbraun, wie man es meist erwartet. In der Nase dominieren vor allem Aromen von Zimt, Bitterorangen und Weihrauch. Sehr harmonisch im Geruch, welcher allerdings nicht viel mit dem Geschmack am Hut hat. Hier fällt einem zuerst die sehr starke Bitterkeit auf. Diese ist geprägt mit viel Kardamom und Curacao-Schalen. Im Nachklang finden sich wiederum der Zimt sowie Spuren von Karamell. Es entsteht ein schwer zu beschreibendes Geschmacks-Feuerwerk auf der Zunge hinter dem sich noch eine gewisse Fruchtigkeit verbirgt. Die Botanicals sind leider nicht auf der Flasche vermerkt aber wenn ich raten darf: Kardamom, Pomeranzen, Quassia, Catechu, Kalmus, Zimt.
Der Repeal Bitters wird sich, dank seiner Würzigkeit, ganz hervorragend für klassische Cocktails wie den Brandy Crusta eignen aber muss mit bedacht eingesetzt werden. Er ist sehr dominant und kann andere Aromen sehr schnell überlagern. In dem von mir getesteten Vermouth-Cocktail macht sich das Produkt außerordentlich hervorragend! Der Bitter ist eine tolle Sache um das bestehenden Sortiment mit einem neuen Aroma aufzupeppen und erhält von mir eine klare Empfehlung. Erhältlich ist das ganze ab Repeal-Day 2008.
Anmerkung: Soeben schreib mit Stephan das sich der Bitters aus 20 Botanicals zusammensetzt. Jede Zutat wurde seperat extrahiert und hinterher gemischt was die Herstellung sehr aufwendig gestalltet. Die betont bittere Note ist eine kleine Anspielung an die bitteren Resultate der Prohibition. Kriminalität, verschwinden unzähliger Marken und eine brachliegende Trinkkultur in den Staaten. Ein wichtiger Aromageber waren Hibiscusblüten, die sich aber erst in Nachklang ins Bewusstsein schleichen. Ich persönlich schmecke die Blüten nicht heraus aber das erklärt unter anderem die leichte Fruchtigkeit. Die Ursprungsidee zu den Repeal Bitters war eigentlich eine Abfüllung von Abbotts ähnlichem Elixier was aber verworfen wurde aufgrund von Tonka-Bohnen, welche nicht in allen Ländern erlaubt sind. (In Deutschlands übrigends auch nur unter Einschränkungen) Der Repeal Bitters ist auf wenige Flaschen limitiert, wovon ein Großteilin die USA gehen werden. Eine zweite Edition wie beim Decanter-Bitter wird es laut Herr Berg definitiv nicht geben.

Freitag, 14. November 2008

Kriminelle Machenschaften

Zwei Gauner treffen sich im Park und unterhalten sich über ihre letzten Aktionen. Einer der beiden berichtet ganz stolz: „Du, letzte Woche habe ich eine Bar überfallen und den Ganzen Alkohol geklaut!“ Darauf der andere ganz erstaunt: „Nicht schlecht! Aber was hast du mit den Unmengen an Alkohol gemacht?“
„Ist doch klar das hab ich unter der Hand weiter verkauft um Kohle daraus zu machen!“ Fragend schaut ihn der Zweit an „Und was hast du dann mit dem ganzen Geld gemacht?“ „Das hab ich versoffen!“

Mittwoch, 12. November 2008

Skyy Flair Global Challenge Finale


Monte Carlo, Inbegriff für Glamour und Stars, war in diesem Jahr Austragungsort des weltweiten Finales der zweiten Skyy Flair Global Challenge, die am 8. November 2008 stattfand. Zunächst traten die 18 lokalen Sieger gegeneinander an, aus denen sich dann die sechs Finalisten qualifizierten. Am Abend um 21 Uhr ging es dann in die letzte Runde des Wettbewerbes. Die Türen des neuen Moods Clubs im Herzen der Nobelstadt, zwischen Café de Paris und Place de Casino, wurden geöffnet. Alle sechs Teilnehmer boten an diesem Abend spektakuläre Flair-Bartending-Shows, die sowohl das Publikum, als auch die Jury aus WFA (World Flair Association) Mitgliedern, in ihren Bann zog. Final überzeugte Mitsuhiro Kanashiro (Bild Mitte) aus Tokio, Japan, der Flaschen, Shakern und sämtlichen Zutaten ein Eigenleben zu verschaffen schien. Dazu bewegte er sich in atemberaubender Geschwindigkeit über die Bühne und präsentierte eine außergewöhnliche Choreografie. Nach diesem gelungenen Auftritt freut er sich über das gewonnene Preisgeld von 7000 $. Auf den 2. Platz schaffte es der Vorjahressieger Christian Delpech aus Argentinien. Dea Min Kim aus Süd-Korea belegte Platz 3.
Für Deutschland ging Levent Yilmaz (im Bild rechts) aus Planckstadt an den Start, der im September in München mit seiner Flair-Bartending-Show überzeugte und sich damit für das weltweite Finale qualifizieren konnte. Er belegte in Monte Carlo einene guten 4. Platz. Nach der Siegerehrung ging es weiter in Monte Carlos Nachtleben, wo das Finale und deren Teilnehmer gebührend gefeiert wurden. Glückwunsch an alle Gewinner des Events!

Montag, 10. November 2008

Mixology Monday: Made from scratch

Es brodelt und dampft in den geheimen Mixology-Laboratorien dieser Welt. Tinkturen werden gemischt und Extrakte tropfen von einem Becher in den anderen. Immer auf der Suche nach der harmonischen Zutat. Heute ist Mixology Monday und die erwähnten Neuschöpfungen kommen aus dem Labor direkt in das Glas. Der Pegu-Blog fordert die Cocktails „made from scratch!“ Eine Mixtur mit einer selbst hergestellten Zutat, egal ob Spirituose, Likör oder Sirup.
Das sollte mir einfach fallen da ich hier die ein oder andere Zutat in meinem Selfmade-Regal. Habe. (die Zutaten sind selber gemacht – nicht das Regal) Nur wer die Wahl hat, hat die Qual. Ich könnte eine von meinem Sirupsorten nehme oder einer der Liköre aber ich verbleibe bei einer Tequila-Infusion die ich über alles schätze. Ein Reposado, aromatisiert mit frischen Vanilleschoten. Dazu nutze ich einen einfachen Sauza Hornitos in dem zwei der aromatischen Orchideenfrüchte für Wochen eingelegt wurden. Die Farbe ändert sich in den nächsten Tagen von Gold in Dunkelbraun und gewinnt täglich an Aroma. Ich liebe Vanille über alles und wie das Photo dieses Beitrags beweist kann man davon auch nie zu viel im Haus haben… Ursprünglich kommt Vanille aus Mexiko wo die Ausfuhr bis 1810 unter Todesstrafe stand. Aufgrund der optimalen Klimabedingungen wird das Gewürz heutzutage meist auf Madagaskar, Le Reunion und Mauritius oder den Komoren angebaut. Nur hier dürfen sich die Früchte Bourbon-Vanille nennen. Der Anbau ist trotz neuer Techniken nach wie vor Zeit- und Arbeitsintensiv. So muss zum Beispiel jede einzelne Blüte mit der Hand bestäubt werden da auf den Bourbon-Inseln die nötigen Insekten nicht existieren. Den hohen Preis verdanken wir unter anderem auch dem Softdrinkhersteller Coca Cola, welcher einen Grossteil der Welternte für seine Produkte benötigt.
Am besten eignet sich der Tequila mit den kleinen schwarzen Punkten für einen klassischen Margarita oder auch die modernere Tommy´s-Variante.

Tommy´s Vanilla Margarita

6 cl Vanilla-Tequila
3 cl frischer Limettensaft
2 cl Agavensirup

Alle Zutaten ausgiebig mit Eis shaken damit sich auch der hartnäckige Agavensirup komplett auflöst. Den Drink in eine gekühlte Schale abseihen und genießen. Wer den Preis für Vanille scheut sollte einmal Madavanilla einen Besuch abstatten. Erstklassike Ware zu unschlagbaren Preisen!

Sonntag, 9. November 2008

Qualitätsbewusstsein


Vor nicht all zu langer Zeit saß ich in einer Bar, unterhielt mich mit dem Bartender und orderte Gin & Tonic. Allerdings wollte ich nicht den Gin der standardmäßig ausgeschenkt wurde sondern ein höherwertigeres Produkt aus dem Backboard. Nachdem mich der Herr hinter dem Tresen aufgeklärt hat dass dieser Drink aber teurer wird, ich mit dessen aber bewusst war, sagte ich nur das ich dafür auch einen höherwertigeren Drink bekomme. Die schlichte Antwort auf meine Aussage: „Ist doch egal – zum mixen und mischen geht der normale doch auch..“ Diese Aussage dürfte wohl einer der größten Fehler in einer jeder Bar sein. Eine kurz darauf folgende Diskussion gab noch den einen oder anderen Gedanken frei. Was ist denn eine hochwertige Spirituose? Wann sollte man ein Produkt kaufen oder nicht kaufen? Bis zu welchem Betrag macht eine Anschaffung Sinn? Fragen über Fragen.
Fakt ist: You get what you pay for! Wer eine billige Spirituose kauft braucht keine hohe Qualität erwarten. Hochprozentiges unter 10 € ist sein Geld im Normalfall nicht wert. Die Zutaten in der Produktion sowie die gesamte Herstellung dieser Wässerchen müssen dem entsprechend natürlich so niedrig wie möglich sein. Am Anfang der Preisskala bringen kleine Erhöhungen eine große Zunahme an Qualität. Ein Beispiel von dem ich einmal gelesen habe macht dies deutlich: Für einen 5€-Wodka stehen z.B. 50 Cent zur Destillation zur Verfügung. Bei einem 10€-Wodka können das schon 2€ sein. Ergo steht für den doppelten Preis das vierfache Geld zum Brennen bereit was der Qualität zu gute kommt.
Je höher der Preis wird desto kleiner wird der Anstieg allerdings – Das Preis-/Leistungsverhältnis gerät aus den Fugen. Wann diese unsichtbare grenze durchschritten wird muss jeder für sich selbst entscheiden. Meiner Meinung nach nimmt die Qualität bis zu 50 € stetig zu und mehr würde ich für Mix-Zutaten nicht ausgeben. Für Premiumprodukte zum puren Genuss bin ich auch bereit bis zu 120 € für eine Flasche zu zahlen. Darüber hinaus ist der stark ansteigende Preis nicht mehr mit der hohen Qualität zu rechtfertigen. (Falls sich jetzt jemand in den Kommentaren beschweren will das ich auch teurerer Zutaten in meiner Bar stehen habe: Das zählt zur Kategorie Sammlerleidenschaft und die muss nicht rational erklärt werden)
Es gibt natürlich auch Ausnahmen und teuer muss nicht gut sein. Anstelle eines Bacardi Superior (1L ca. 17 €) den man fast überall findet ist man deutlich besser Beraten einen Appleton white (1L ca. 15 €) zu kaufen. Es ist also sogar möglich mit erhöhter Qualität Geld zu sparen. In einer Bar ist das selbstverständlich nicht ganz so einfach. Eine teurere Spirituose mindert den Gewinn oder hebt die Endpreise für den Gast. Dies kann nun zu Einbusen führen durch verminderten Umsatz oder auch zu einem Anstieg wenn sich der Gast der Qualität bewusst ist. Die Aufgabe des Bartenders ist es dieses Bewusstsein seinen Gästen zu erläutern. Wenn das Verständnis dafür vorhanden ist wird der Gast auch bereit sein 50 Cent mehr in ein gefülltes Glas zu investieren. Ich bin davon überzeugt, dass man in jeder Bar, durch kleine Änderungen, in der Spirituosenauswahl einiges bewirken kann wenn man sich nur an andere Produkte herantraut. Die Modifikation des Galliano-Likörs dürfte das beste Beispiel sein – Veränderungen fanden statt, Qualität wurde erhöht, das Produkt akzeptiert. Der Absatz des Kräuterlikörs wird mit Sicherheit ansteigen
Gute Cocktails müssen nicht unbedingt viel teurer sein aber können deutlich besser werden. Die Gäste werde es zu schätzen wissen.

Mittwoch, 5. November 2008

Citrus-Pressen im Vergleich


Da der Bitters-Blog unerwartet von uns gegangen ist, (wann findet eigentlich die Heiligsprechung statt?) er uns aber noch einen Bericht schuldig ist, bin ich einfach einmal so frei und übernehme diese überaus ehrenvolle Aufgabe. Seit dem BCB bin ich ebenfalls Besitzer der Limettenpresse 00713 des Hamburger Barausstatters APS. Der Unterschied zwischen den momentan erhältlichen Quetschen ist doch deutlich vorhanden.
Wie schon von Jörg erwähnt ist das Gerät an sich aus Aluminium. Dies gilt leider nicht für den Stift der die beiden Teile am Scharnier zusammen hält. Diese besteht aus einer Messinglegierung und Stahl welcher leider die schlechte Angewohnheit hat zu rosten! Es stört zwar nicht sonderlich aber ist doch unglücklich konstruiert für ein Werkzeug das immer mit Flüssigkeiten in Berührung ist. Des Weiteren ist der Spielraum der beiden Pressenteile viel zu groß und wackelt daher am laufenden Band. Auf dem Bild ist unten am Griff auch der daraus resultieren Versatz zu erkennen. An der Optik hätte man auch etwas mehr machen können. Die Oberfläche ist relativ grob und zeugt von der Bearbeitung des Gussteiles. Nichts desto trotz funktioniert die Presse einwandfrei. Limetten passen problemlos währen größere Zitronen gerade noch hineinpassen.
Hierfür eignet sich hervorragend das Kombimodell für beide Früchte. Ebenfalls aus Metall aber ordentlich lackiert ist dieses Gerät auch etwas für das Auge. Alles ist passgenauer gefertigt als bei der Aluvariante. Je nach Verwendungszweck wird ein großer oder ein kleinerer Kegel benutzt um an den Saft zu kommen. Die Funktion ist auch bei diesem Modell bestens gegeben.
Mein Favorit ist allerdings nicht als solches im Handel erhältlich. Die Patron-Presse findet sich nur zusammen mit den entsprechenden Tequila in einer Geschenkverpackung und ist hier rechts auf dem Bild zu sehen. Optisch sehr ansprechend und gut in der Hand liegend gibt es hier keinen einzigen Makel. Die Einzelteile sind sehr genau gefertigt und bestens verarbeitet. Die Presse ist sogar groß genug um die von mir geschätzten Saftorangen aufzunehmen. (Diese Sorte ist etwas größer als eine Zitrone aber noch deutlich kleiner als normale Orangen und sehr aromatisch)
Der Preis von 55 € scheint zwar hoch weil man den Tequila kaufen muss, aber da der Patron silver ebenfalls ein gutes Produkt ist spricht hier doch nichts dagegen. Wer eine Citruspresse braucht sollte definitiv zum Patron-Modell greifen und dies sofort anhand einer Tommys Margarita testen. Ein weiters Zitrussaft-Extrusionsgerät habe ich bereits vor vier Wochen hier vorgestellt.

Dienstag, 4. November 2008

Difford: Cocktails Made Easy

Der Digital Diffordsguide ist in einer neune Ausgabe online gegangen. Unter anderem werden Berliner Bars bewertet und Simon Diffords neues Buch „Cocktails Made Easy“ wird vorgestellt welches bereits unter anderem bei Amazon erhältlich ist. Dieses Buch darf nicht mit dem „normalen“ Guide verwechselt werden der ebenfalls in Kürze in einer neuen Version in den Handel kommt.
In „Cocktails Made Easy“ sind lediglich Rezepte gelistet die mit 14 Key Ingredients, den Grundzutaten zu mixen sind. Somit richtet sich diese Rezeptesammlung vor allem an Personen die am Anfang ihrer Heimbar stehen oder die nur wenige Zutaten einkaufen möchten um viel zu experimentieren. Im Standart-Diffordsguide werden die 14 Grundspirituosen ebenfalls gelistet und sind im weiteren Verlauf gesondert im Buch gekennzeichnet. Somit handelt es sich beim „Cocktails Made Easy“ wohl nur um eine Art Lite-Version des großen Buches allerdings schon auf Basis des erst am 1. April erscheinenden 8er Guide. Gelistet werden über 500 „Key“-Rezepte im Easy-Buch während im Guide 7 lediglich 450 Mixturen gelistet sind.

Montag, 3. November 2008

Musik in der Bar / Barmusik


Was wäre eine Bar ohne passende Hintergrundmusik? Ohne die leisen Töne im Hintergrund entsteht eine geradezu störende Stille, nur unterbrochen von den sich unterhaltenden Gästen und dem arbeitenden Personal. Aber was ist der richtige Sound für die richtige Kulisse? Die Musik muss der Bar angepasst sein. In einer sehr klassisch angehauchten Bar sollte beispielsweise keine Lounge-Musik gespielt werden. Hier passen am besten Jazz-Stücke zum Ambiente. Bietet eine Barkarte nur Tiki-Drinks macht es genau so wenig Sinn das ganze mit Jazz zu untermalen. Der Klang aus den Lautsprechern einer Bar ist dann richtig gewählt wenn man zwar weis das er da ist, man in aber nicht bewusst wahrnimmt.
Da ich schon das eine oder andere Mal gefragt wurde welche CDs bei mir im Hintergrund laufen möchte ich hier nun meine persönlichen Favoriten aufzählen. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich wie schwer es ist aus dem großen Angebot die richtigen Platten zu finden.
Zum Thema Lounge-Musik finde ich die CDs der Bar Lounge Classics und der Campari Lounge ganz in Ordnung. Es geht allerdings nichts über den grandiosen Sound der Thievery Corporation. Die beiden DJ´s schaffen eine Klangwelt die einzigartig ist. Ein gelungener Mix aus Lounge, Weltmusik und Reggae. Besonders empfehlenswert halte ich die Alben Radio Retaliation, The Cosmic Game, The Mirror Conspiracy und The Outernational Sound.
Für die ruhigen und gemütlichen Jazztöne sorgt bei mir eine Kollektion mit einem unschlagbarem Preis-/Leistungsverhältnis. Uninsquaremusik bietet hier meist 4er Set´s zu je ca. 10€ an. Ich bin im Besitz der Simply Jazz, Simply Late Night Jazz, Simply Smooth Jazz und meinem Liebling der Simply Dinner Jazz Box. Diese Sets bietet Musikgenuss für ca. 20 Stunden.
Wenn in einer Bar ein Sänger nicht fehlen darf dann ist dies wohl Frank Sinatra. In diesem Zusammenhang sollte auch das Rat Pack genannt werden sowie Ray Charles. Wer sich nicht eine Unmenge von Cd´s zulegen will kann sich ansonsten auch unter eine fast unendlichen Zahl von Internetradiosender den passenden aussuchen. Gute Sender zu Jazz, Lounge und Chillout finden sich unter anderem bei Digitally Imported. Dazu einfach einen Sender unter „Listen now!“ auswählen und los geht’s.
Ich würde mich freuen wenn ihr weitere Bands, Sänger, DJ´s und Sampler in die Kommentare schreiben würdet.

Samstag, 1. November 2008

Good bye Bitters-Blog

An dieser Stelle ein ganz großes Danke nach HH!
Und an dieser Stelle nach München!
Ich hab euch beiden viel zu verdanken und ohne den Bitters-Blog würden auch die Cocktailwelten nicht existieren! Ihr habt mich für meinen Blog stets inspiriert und mir viel zum Thema der Bar gelehrt. Danke für die letzten zwei Jahre der gehobenene Barkultur! Cheers!
Ich bin mir eh sicher daß das nicht das Letzte war, was man von euch lesen wird und ich würde euch hiermit gerne den Titel des "Ehren-Moderators" der Cocktailwelten verleihen!