Freitag, 13. Februar 2009

Trinken & Essen

Letztes Wochenende kam es in Berlin unter anderem zu einer Diskussion über gutes Essen. Ausgelöst wurde das Ganze durch Jemanden der angeblich keine Küche mehr hat da dieser Raum zur Bar ausgebaut wurde. Gegessen wird hier entweder außer Haus oder mit der Mikrowelle. Muss soetws den wirklich sein und macht das Sinn?
Ich finde es schade, dass das Essen meist vernachlässigt wird. Einerseits wird auf die Zubereitung des perfekten Cocktails größter Wert gelegt, andererseits geht die Kochkunst komplett unter. Gutes Essen ist für mich genau so wichtig wie das hochwertige Trinken. Problematisch ist hier meist nur der hohe Zeitaufwand. Einen Drink kann man in Minuten auf höchstem Niveau zubereiten während man in der Küche oft Stunden verbringen muss für ein einziges Gericht. So werden bei mir meist einfache Dinge zubereitet bei denen die Qualität stimmen muss. Wie auch im Cocktail entscheidet dies die schlechteste Zutat. Zu besonderen Anlässen ist es auch kein Problem einmal einen ganzen Tag in der Küche zu verbringen und aufwendig zu kochen. Ähnliches gibt es auch bei Mixgetränken: Einen Manhattan kann man auch einmal mit einem teuren Whiskey zubereiten den mal normalerweise nicht mischt.
Interessant wird die Thematik allerdings wenn man Essen und Trinken geschickt miteinander verbindet. Die bekannteste und beliebteste Paarung dürfte Essen und Wein sein. Zu jedem Gericht gibt es einen passenden Wein. Das ist natürlich auch auf die Vielfalt in beiden Bereichen zurückzuführen. Bei Drinks gestaltet sich die Wahl deutlich schwieriger. Die Getränke müssen ganz genau abgestimmt sein damit ihre Aromen zum Menü passen aber diese in keinster Weise überlagern. Besser ist es man bleibt bei den Standartgetränken und beim Wein und ersetzt stattdessen das Dessert durch einen weichen, milden Cocktail a la Brandy Alexander – der passt immer :-)
Einfacher ist es dann schon kleine Snacks zum Cocktail zu reichen. Mein persönlicher Favorit ist nach wie vor eine kleine Schale gemischter Oliven. Einfacher geht es nicht. Etwas mehr arbeit, aber auch sehr lecker, sind frittierte Essiggurken. Diese werden dazu geviertelt, wie ein Schnitzel Wiener Art paniert und für eine Minute in die Friteuse gegeben. In der Pause des, letzte Woche stattgefunden, Champagnertastings wurde Baguette mit einem sehr reifen Camembert und Parmigiano-Reggiano gereicht was perfekt zu den Weinen passte. Weitere Vorschläge für Bar- und Fingerfood wurden darüber hinaus erst vor kurzem im Cocktailforum diskutiert. Auch wenn wir uns voll und ganz dem flüssigen Genuss hingeben sollte man das Essen keinesfalls übersehen. Diese beiden Bereiche sind einfach untrennbar miteinander verbunden. Bon Appetit!

1 Kommentar:

  1. Ich gebe Dir vollkommen recht, passt übrigens auch an jede Cocktailbar: Selbstgemachte Aioli und geröstetes Weißbrot. Das war an den Bartheken an denen ich gearbeitet habe immer der Hit. Und vor allem nicht teuer, man braucht eigentlich keine Küche.

    Auf Wunsch verrate ich das Rezept auch (ist teilweise Convenience, aber dafür einfach, schnell und günstig).

    Wenn ich für Freunde koche (ja, es dauert wirklich meist lang), dann gibt es zum Menu immer Cocktails und zwar die passenden, das nenn ich dann Kultur ;-)

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