Montag, 28. September 2009

Mixology Monday: Dizzy Dairy

Fast wurde der Termin vergessen aber kurz vor Monatsende gibt es doch noch den regelmäßigen Mixology Monday. Doch kein Blog ist dieses Mal für ein Thema verantwortlich sonder ein ganzes Forum. Genauer gesagt die fleißigen Schreiber des „Spirits & Cocktails“-Unterforum des egullet. Gesucht wird ein Drink mit einem Miclprodukt (Dairy). Ob es sich dabei um die Milch selber handelt oder um Joghurt, Quark, Sahne, Butter ist jedem selbst überlassen. Als Allgäuer sollte ich keine großen Probleme haben einen solchen Drink zu finden, nachdem mein Dorf umrandet ist mit grünen Feldern und Milchvieh. An erster Stelle fällt mir hierzu natürlich der Ramos Gin Fizz ein, aber dieser Cocktail dürfte bekannt genug sein um nicht noch mehr Worte über ihn zu verlieren. Meine weiteren Gedanken führten mich dann zur (meiner Meinung nach) einzigen Daseinsberechtigung für die kalte Jahreszeit: Der Hot Buttered Rum. Da es für diesen winterlichen Drink aber noch zu früh ist und ich mir die Vorfreude darauf auf keinen Fall nehmen will, ist auch dieses Getränk für den MxMo hinfällig. Da ich nicht der größte Freund von Milch- bzw. Sahnedrinks bin wird es langsam eng mit den Rezepten die auch meinen Geschmack treffen. An erster Stelle ist der Alexander-Cocktail zu nennen, welcher gerade auf Herz und Nieren im Bartender Labor verköstigt wurde. An dieser Stelle auch einmal einen herzlichen Dank an Thorsten Pannek und seinen Laboranten für all die Mühen dieser umfangreichen Testreihen!
Der Alexander ist ein äußert vielseitiger und wandelbarer Drink. Er besteht aus drei Zutaten, welche je zu einem drittel geshaked werden. Immer dabei sind Sahne und Creme de Cacao. Das letzte Drittel, die Spirituose, kann je nach Wunsch variiert werden. Am besten eignet sich dazu eine gereifte Spirtuose. Häufig anzutreffen sind Varianten mit Weinbrandbasis d.h. Brandy, Weinbrand, Cognac. Nicht zu verachten sind Rum- und Whisky-Alexander. Der letztere funktioniert normalerweise problemlos mit Bourbon. Da ich momentan sehr experementierfreudig bin entschloss ich mich diese Mixtur mit einem leichten Scotch zu testen. Meine Wahl viel dabei auf den zwölfjährigen von Ancnonc. Der milde Highland Single Malt bringt eine leichte Süße mit sich die sich problemlos einbinden lassen sollte. Seine leicht torfigen Töne sollten dabei dem Cocktail das gewisse Extra verleihen.
Das Ergebnis war ein ungewöhnlich leichter Drink mit sanften Schokoladentönen und nur wenig Charakter des Whiskys. Der Drink besaß mehr frische als gewollt was aber der Sahne zufälligerweise sehr zu Gute kam. Den Drink könnte an auch als ein kaltes Glas Milch mit leichten Kakaotönen bezeichnen. Da der Digestif-Cocktail aber ruhig eine kräftigere Note vertragen kann wird ich mich das nächste Mal wieder für den Klassiker entscheiden mit Brandy oder Cognac und einem Hauch geriebener Muskatnuss auf der leichten Schaumhaube. Cheers!

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