Mittwoch, 9. September 2009

Was wirklich zählt...

Verehrte Blogleser, ist es nicht so das wir immer auf der Such nach dem bestmöglichen Cocktail sind? Ein Dash mehr von Diesem, ein Tropfen mehr von Jenem? Ganz zweifellos ist es auch das was uns zu den „Freaks“ macht die wir nun mal sind ;-) Durch einen Blogeintrag eines anderen Blogs und durch einige Erlebnisse der letzten Wochen ist mir verstärkt aufgefallen welche geheime Zutat immer nötig ist um Drinks besonders gut zu machen. Diese Zutat funktioniert sogar dann wenn die bestellten Cocktails nicht das Maß aller Dinge im Cocktail-Olymp darstellen. So unscheinbar dieser Punkt auch ist so unentbehrlich ist er doch: Der Kontakt mit Freunden, Verwandten und Bekannten in einer Bar.

Zumindest mir geht es so das ich nicht alleine in eine Bar gehen möchte, egal wie gut das restliche Zusammenspiel aller Komponenten auch sein mag. Ein Drink macht alleine nur annähernd soviel Spaß wie in einer geselligen Runde. Das macht in meinen Augen einen grossteil der Cocktail aus. Es ist eine Getränkekategorie die in einer Gruppe genossen enorm an Attraktivität gewinnt. Wirklich bewusst wurde mir das vor einigen Wochen bei einem perfekten Abend unter einfachsten und billigsten Longdrinks.
Während ich mir meine ersten Gedanken über diese Thematik gemacht habe schrieb interessanterweise der Glas und Inhalt Bloger über genau den gleichen Gedanken. Einen Punkt den ich im Gegensatz zu Ruben nicht anspreche ist der es Alkohols. Dieser spielt für mich keine Rolle in Drinks. Der Drink ist das Genussmittel – nicht seine alkoholische Stärke. Beachtenswert ist allerdings die These den einsamen Verzehr durch den Genuss zu rechtfertigen. Der Genuss ist in meinen Augen immer vorhanden sowie unumgänglich aber steht in keinerlei Verbindung mit dem gesellschaftlichen Trinken. Dies sind zwei verschiedene Punkte welche aber in bester Symbiose zueinander stehen. Ruben beschreibt dazu folgendes „…Aber wenn man sich die Wurzeln und den ursprünglichen Zweck auch anderer Genussmittel anschaut,steigt man dahinter,dass der gesellschaftliche Aspekt als Grundlage nicht überschritten werden sollte…d.h. Einsame Cocktails sind an sich tabu- es sei denn in Ausnahmesituationen:Herzschmerz etc.! “
Ich hingegen sehe das etwas anders. „Einsame Cocktails“ sind kein Problem und es spricht nichts dagegen. Zu oft packt mich selbst die Lust am Genuss und ich trinke einen Manhattan und schaue nebenbei irgendetwas im TV an. Ich möchte das in dieser Situation so und sehe darin kein Problem. Das bringt mich wieder zu den vorherigen Punkten: Im Zusammensein Mehrerer währe eine identische Situation um ein vielfaches gemütlicher und schöner- Ein kaltes Mischgetränk in der Hand und sich dabei mit Personen unterhalten deren Dasein man zu schätzen weis. Ich komme daher zu dem Schluss das der soziale Aspekt und der Genuss eines Cocktails gleichzusetzen sind. Und könnte man diesen Punkt besser unterstreichen als mit folgendem geradezu dafür geschaffenen Zitat:

Genuss ist nur ein Tropfen im Cocktail des Glücks, doch welch Würze verleiht er!
-Albert Memmi

Kommentare:

  1. Hallo Christian, der Blogeintrag auf den du dich beziehst stammt von meinem Blogkollegen André Weißenfels, nicht von mir :)

    Über ein Feedback in solcher Form wird er sich sicher sehr freuen, ich mach ihn mal darauf aufmerksam.

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  2. Chapeau Christian, ein meiner Meinung nach sehr schöner Artikel zum mit dem schönsten Thema der Bar: Der Geselligkeit.
    Ich bin deiner Meinung, ein Cocktail darf auch alleine genossen werden, aber in Gesellschaft wird der Genuss oftmals auf ein komplett neues Level gehoben, denn man genießt nicht nur das Getränk, sondern auch das Gespräch mit dem gegenüber.

    Ich freue mich schon auf das nächste Zusammentreffen nächste Woche - und den Genuss dabei.

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  3. Tja, als wir letztes Jahr in Ulm angefangen haben, spätmorgens Vodka Red Bulls zu ordern musstest Du ja weg. ;)

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  4. wir können während dem bcb ja wieder da einsteigen wo wir aufgehört haben

    (und ich denke um 7:30 am morgen darf die nacht auch zuende gehen ;-)

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  5. Gefällt mir sehr gut Christian. Der Geselligkeitsaspekt ist absolut wichtig, sehe ich ganz genauso. Ich mache mir auch gern einen Drink, den ich einerseits konzentriert und andererseits auch in absoluter Ruhe alleine genießen kann. Auch das möchte ich nciht missen. Bei "Herzschmerz etc." halte ich Alkohol allerdings für weniger ergiebig als ein Telefonat mit einem guten FReund...

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