Donnerstag, 29. Januar 2009

Kaffee und Weinbrand


Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Deutschen. Neben den unzähligen Varianten die es in mindestens so vielen verschiednen Kaffeehäusern gibt sind auch Mischungen mit Bränden und Likören in mode gekommen. Daran Arbeitet auch die Berentzen-Gruppe, welche mir freundlicherweise ein Rezeptheft zukommen ließ in dem Kaffee mit spanischen Licor 43 oder dem italienischen Vecchia Romagna Weinbrand gemischt wird.
Darüber hinaus präsentiert sich der Brandy auch auf der Messe Ambiente im Rahmen der Kaffe Olympiade in Frankfurt a. M. vom 13.-15. Februar. Unterstützt wird das ganze Vorhaben von der „Speciality Coffee Association Europe“. Unter anderem wird dort ein Cocktailwettbewerb ausgemixt bei dem es immerhin eine Reise nach Bela Italia zu gewinnen gibt.

Caffé Shakerato
2cl Vecchia Romagna
1 Espresso
2 cl Sahne
Zucker

Frischen Espresso zuckern und abkühlen lassen. Danach den Kaffee mit dem Brandy shaken und in einen, mit Eiswürfel gefüllten, Tumbler abseihen. Sahne leicht schaumig schlagen und den Drink damit toppen.

Montag, 26. Januar 2009

Spirituosen aus dem Ausland und ein Logo


Es ist nicht das erste Mal das eine kleine Anmerkung für große Turbulenzen sorgt. So geschehen zum Beispiel im Drinksblog bei Mixology wo in den letzten Tagen mit Gesetzestexten und Erläuterungen um sich geworfen wurde um die Antwort auf eine Frage zu finden: Ist es legal Spirituosen aus dem Ausland zu bestellen, und was sagt der Zoll dazu? Helmut Adam hat keine Mühen gescheut um des Rätsels Lösung zu finden und präsentiert sie nun in einem super Beitrag.
Um die Frage schnell zu beantworten: Ja man darf im Ausland einkaufen, „Weil ich es kann! Und weil es legal ist!“ Die Preise sind bei manchen Produkten ein wirklich guter Kaufgrund. Hier schrecken noch nicht einmal die hohen Versandkosten ab. Ich empfehle eine Gruppenbestellung um diese teilen zu können. Die privaten Endverbraucher des Cocktailforums organisieren zum Beispiel regelmäßig Bestellungen bei The Drink Shop und The Whiskey Exchange.
Des Weiteren findet man in Helmuts Beitrag auch einen guten Grund ein Logo für das „Bargeflüster“ zu erstellen. Ich bitte euch ein wichtiges Detail zu beachten: Das Logo muss sowohl in Web- als auch in Print-Qualität (300 dpi) vorliegen! Warum wird jetzt noch nicht verraten ;-) Zwei Logos sind mittlerweile bei mir eingegangen.

Deadline: 14.2.2009 um 24 Uhr
Logo-Formate: Web & Print (300 dpi)
Belohnung: Ruhm & Ehre + 1 Flasche Bruichladdich 2001

Sonntag, 25. Januar 2009

Donnerstag, 22. Januar 2009

Bargeflüster - Das Logo



Die Namenswahl für das deutschsprachige GSA-Gegenstück zum Mixology Monday ist seit wenigen Minuten abgeschlossen und as Ergebnis eindeutig. Mit 122 von 278 Stimmen holte sich das Bargeflüster noch vor „Eingeschenkt“ und „Kümmel und Korn“ den Sieg. Ich danke nochmals allen Blogs die das Umfrage-Widget bei sich eingebettet haben um die erste Wahl erfolgreich abschließen zu können. Das ist der beste Beweis für die super Zusammenarbeit der Community, um die es in diesem Projekt schließlich geht!
Nachdem der Name nun ermittelt ist gilt es das Gleiche nochmals für ein Logo zu machen. Ein Jeder hat jetzt die Gelegenheit seinen Vorschlag (oder Vorschläge) zu entwerfen. Ich denke ihr seid dabei genau so kreativ wie auch schon bei den Namen.
Die fertigen Entwürfe könnt ihr mir per Email an partyboy84[at]gmail.com schicken. Nachdem alle Logos veröffentlicht wurden ist Helmut bestimmt wieder so freundlich und erstellt eine Umfrage für das beste Markenzeichen der Spirituosen-, Cocktail-, Bar-, und Gastro-Blogaktion. Ist auch diese Wahl abgeschlossen kann es losgehen für das erste Bargeflüster.
Weitere Infos zu den genauen Abläufen der Logos werde in den nächsten Tagen folgen.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Schon gelesen?


Es scheint so als würde die Bar und das Verständnis dafür langsam ins Licht der breiten Bevölkerung rücken. Wie schon an anderen Stellen zu Lesen ist finden sich in diversen Magazinen immer mehr Themen zur Bar und vor allem zur klassischen Bar.
Ein perfektes Beispiel ist die aktuelle Ausgabe von „Der Feinschmecker“. Hier werden alleine vier Seite für diverse Cocktailrezepte genutzt a la Vesper-Martini und Seelbach-Cocktail. Nebst dem meist langweiligen herunterrattern der Rezeptur findet sich aber zu jedem der sechs Drinks noch ein (ganz nach Mixology-Manier) großes, gelungenes Bild sowie ein kurzer geschichtlicher Rückblick über das Getränk. Die Rezepte werden nicht nur erwähnt sondern wirklich dem geneigten Leser näher gebracht von Herrn Gregor Scholl – toll! Nach dem Rezepten erfahren wir von Barchef J.M. aus H. warum eine klassische Bar momentan angesagt ist. „Kuschelig statt cool“ heißt das Motto. Abgerundet wird der Artikel über eine Auflistung von Barwerkzeugen, ein Interview mit einem Barpianisten und diversen Bar-Top-10-Listen.
In der Zwischenzeit beschäftigt sich die „Essen & Trinken“ mit den „Trend am Tresen“ in drei Schwerpunkten. An erster Stelle werden auch hier die klassischen Drinks vorgestellt. Anscheinend will niemand mehr Pina Colada und Sex on the Beach trinken. Hat jemand was dagegen? Auch dieser Bericht entstand in Zusammenarbeit mit Herrn J.M. aus H ;-) Gefolgt wird das Ganze von „Trend 2: Flair“ präsentiert von Modern Bartending und „Trend 3: Japan“ präsentiert von Arnd Henning Heißen aus der Shochu-Bar Berlin. Aber das Beste kommt noch: Dieser Artikel steht in der Rubrik Barkultur! BARKULTUR! Das Wort ist wirklich in die breite Öffentlichkeit gerutscht! Cocktails werden wieder ein Symbol für Style und Klasse. Man erkennt und schätzt die Kunst der Zubereitung und die Qualität im Glas.
Auch in „Der Geniesser“ findet sich schon seit Monaten eine Kolumne die sich nur um Cocktails, deren Herkunft und Geschichte dreht. Hier wird alles quer durch die Bank vorgestellt vom Ti Punch bis hin zum Sazerac.
Wenn es weiterhin so abläuft, und davon gehe ich aus, sind wir auf dem besten Wege bald vielerorts wieder erstklassik trinken zu können. Leider sind wir noch nicht überall so weit wie gewünscht. Mike ich unterstütze dein Vorhaben und zumindest ein Mitglied hättest du schon!

Montag, 19. Januar 2009

Mixology Monday: Broaden Your Horizons


Erweitere deinen Horizont heißt es diesen Monat bei A Mixed Dram. Die teilnehmenden Blogs sollen einmal etwas machen was die noch nie gemacht haben. Sei es eine neue Arbeitstechnik zu testen oder einfach nur mit einer Spirituose oder ähnlichen zu Arbeiten mit der man noch keine Erfahrungen gesammelt hat. In diesem Zusammenhang gingen meine ersten Gedanken in die molekulare Richtung. Da mich das bisschen Molekulare das ich kenne aber nicht überzeugt hat und das alles zu aufwendig ist blickte ich Richtung Osten nach Japan – der Ort mit den erstaunlichsten Neuerungen aus der Welt der Bar. Aus diesem Grund handelt sich mein heutiger Bericht über die Japanische Spirituose schlechthin mit der ich mich noch nicht beschäftigt habe: Sake.
Dieses Getränk wird, wie bekannt sein sollte, aus Reis und Wasser hergestellt. Sake wird gebraut und wie beim Bier wird der Alkohol aus Stärke und Zucker des Getreides erzeugt. Beim Reiskorn wird dieses dazu poliert d.h. abgeschliffen. Die äußeren Schichten des Korns sind ungeiegnet da Mineralstoffe und dergleichen den Geschmack ungünstig verändern würden. Dieser Arbeitsgang führt dazu das die Körner hinterher nur noch 80-35% ihrer ursprünglichen Größe haben. Gereinigt und in Wasser eingeweicht werden die Körner nun gedämpft. Dadurch brechen die Stärkekörper des Reises auf was die spätere Fermentation erleichtert. Ein Teil des Reises wird dazu mit einem Edelschimmel geimpft der sich unter Wärme und Feuchtigkeit explosionsartig in den Körnern ausbreitet. Es entstehen Enzyme welche die besagt Stärke in Zucker umwandelt. Dieser so genannte Koji-Reis wird nun wiederum vermengt mit normalen, gedämpften Reis, Wasser und Hefe. In den kommenden 10-15 Tagen entsteht neuer Schimmel, der noch mehr Zucker erzeugt. Hier ist absolute Hygiene gefragt da diese Masse sehr anfällig gegen Fremdschimmel und Bakterien aller Art ist. Diese „Starter-Maische“ wird nun erneut mit gedämpftem Reis in einen großen Behälter geschichtet um die eigentliche Gärung in Gang zu setzen für die nächsten 18 – 32 Tagen. Hierbei wandelt die zugesetzte Hefe den entstandenen Zucker in Alkohol um. Nach diesen sehr aufwendigen Prozeduren kann der Sake nun direkt aus der Maische gepresst werden. Gefiltert und nach einigen Monaten Reifung wird der Sake nun noch zur Verfeinerung geblendet und mittels Wasser auf Trinkstärke herabgesetzt.
Wie man Sake trinkt ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei uns ist es meist nur bekannt das der Reisalkohol warm getrunken wird (traditionelle Art und Weise). Neue Sorten und Qualitäten vertragen diese Erwärmung allerdings nicht. Am besten hält man es wie bei jeder Spirituose und man verkostet bei Zimmertemperatur. Hier entfalten sich die Aromen am besten. Je nach Saketyp und dessen Eigenschaften entscheidet nun der Profi ob das Gebräu kälter oder wärmer gehört um sich in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Selbst beim Erwärmen kennt man drei verschiedene Typen: Nurukan, Kann und Altukan die sich jeweils in der Temperatur unterschieden. Das richtige Trinken und Zubereiten von Sake ist ein alte Tradition mit vielen Regeln. So darf Sake auch nur mittels eines Wasserbades erhitzt werden.
Sake ist ein empfindliches Produkt um sollte nach dem Kauf schnell getrunken werden. Nach dem öffnen reagiert das Gebräu mit dem Luftsauerstoff und baut drastisch an Qualität ab. Auch hohe Temperaturen und Sonnenlicht schaden sehr. Dunkel im Kühlschrank lagernd hält sich eine Flasche ca. zwei Wochen.
Da ich im Internet nicht wirklich fündig wurde was Rezepten mit Sake angeht wurde ich selbst kreativ und hatte bereits beim dritten Versuch ein trinkbares Ergebnis. Ich wollte den typischen, leicht malzigen, Eigengeschmack des Sake nicht zu sehr überdecken und verwende weitere Zutaten deshalb nur in geringen Maßen. Das Ergebnis ist folgendes Gemisch

Riceflower Cocktail

6 cl Sake
1 cl Zitronensaft
0,7 cl Rosensirup
1 cm frischer Ingwer

Den Ingwer zusammen mit dem Sirup und dem Saft kräftig im Shakerglas muddeln. Anschließend Sake und eis hinzugeben und shaken. Den Cocktail nun per doublestrain in ein Cocktailglas geben und mit einer Ingwerscheibe garnieren.

Sake ist ein hochinteressantes Produkt das ich mir in der Bar sehr gut vorstellen kann – die Schumanns Bar in München und die Shochu Bar in Berlin machen es vor. Die aktuellen japanischen Bar-Trends werden diese fast unbekannte und leichte Spirituose bestimmt noch etwas weiter ins Rampenlicht tragen. Wer mehr Informationen um dieses Getränk sucht sollte sich unbedingt die Seite des Sake Kontors anschauen. Neben einem Shop für Sake und Shochu findet man hier noch eine grandiose Beschreibungen rund um das fernöstliche Traditionsgetränk.

Freitag, 16. Januar 2009

Der Luxus-Faktor


Wie auf dem Spirits Notebook zu lesen ist hat ein New Yorker Institut, welches sich mit der Ermittlung von Luxus beschäftigt, die aktuelle Liste der Wein- und Spirituosenindustrie veröffentlicht. Interessant finde ich dabei wie diese Werte zustande kommen. Dabei bezieht sich das unabhängige Institut auf Daten die vom Verbraucher direkt kommen. Die Auswertung sollte somit objektiver sein als von irgendwelchen dahergelaufenen Luxus-Agenten, die einem vorschreiben was man zu kaufen hat.
Befragt wurden 1200 gutverdienende Amerikaner mit einem Durchschnittseinkommen von 342000 $ pro Jahr. Diese Bewerteten in zehn Kategorien jeweils zehn Produkte nach deren Qualität, Exklusivität, dem sozialen Status des Produktes durch dessen Ansehen und wie sich das Produkt um den Verbraucher bemüht. Diese Ergebnisse werden wiederum ins Verhältnis gesetzt zum Preis, zu Verbraucherempfehlungen der entsprechenden Spirituose und der Tatsache ob man ein Produkt mehrmals einkaufen würde. Daraus entsteht dann quasi der „Netto-Luxuswert“ mit folgenden Ergebnissen:

Schaumwein: Dom Perignon
Cognac: Courvoisier
Gin: Hendricks
Likör: Grand Marnier
Rum: 10 Cane
Scotch: Macallan
Wein: Opus One
Tequila: Patron
Vodka: Grey Goose
Whiskey: Woodford Reserve

Auffallend ist die Tatsache das in der Luxus-Liste nicht nur teure Luxus-Produkte und Marken vertreten sind durch die Vielzahl von Faktoren die in die Auswertung einfließen. Das spiegelt die Antwort auf die „Was entscheidet der Markt? “-Frage von Herrn Mayer in einem seiner letzten Beiträge wieder.
Vielleicht sollte man sich nicht einfach nur auf Produkte beschränken was das Ganze angeht, sonder eine andere Art des Luxus konsumieren: Zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, den richtigen Drink genießen! Es passiert doch seltener wie einem lieb ist…

Mittwoch, 14. Januar 2009

Namenswahl

Es ist soweit! Nach einer Warmlaufphase, in der unsere Community eine Vielzahl guter Vorschläge erarbeitet hat, geht es nun zur Abstimmung eines Namens. Wie soll die monatliche Blogaktion der deutschsprachigen Bar-, Cocktail und Spirituosen-Blogs heißen?
An der Abstimmung könnt Ihr überall teilnehmen, wo Ihr das Abstimmungs-Widget auf einem Blog findet. Die Stimmen werden automatisch zentral zusammengeführt und ausgewertet. Abstimmen kann und soll man nur einmal!
Das Abstimmungsprogramm registriert zu diesem Zweck Eure IP-Adresse. Mit Hilfe Eurer Iphones oder Blackberrys zu multiplen Persönlichkeiten zu avancieren, ist nicht in Eurem (gesundheitlichen) Interesse! ;)
Die Abstimmung endet am 21.1.2008 um Mitternacht. Viel Spaß beim Abstimmen!" Text: Helmut Adam

Rechts oben bei mir im Blog ist die Abstimmung ab sofort für eine Woche zu finden - jede Stimme zählt also klickt schon was an :-)

Dienstag, 13. Januar 2009

Bastian Heuser im Interview


Heute freut es mich sehr ein kleines Interview mit einem der bekanntesten Bartendern Deutschlands führen zu können. Bastian Heuser, Berliner Barmann, folgt seiner Leidenschaft, der Bar, schon seit seiner Ausbildung als Hotelfachmann. Heute ist Bastian ein Mitglied der bekannten Traveling Mixologists (wann findet eigentlich die nächste TM-Veranstaltung statt?), arbeitet als Redakteur beim Mixology Magazin, schreibt für den zugehörigen Drinks-Blog und kümmert sich um die Bar & Beverage Consulting-Agentur Barworkz in Berlin. Grund genug um einige Meinungen zum Thema Barkultur und Co in Erfahrung zu bringen.

1. Bastian, über welche Wege hast du die Welt der Bars und Spirituosen gefunden, und wo hast du in diesen Bereichen schon gearbeitet?
Ich gehe davon aus, dass ich meine ersten Erfahrungen mit Spirituosen während meiner Pubertät sammeln durfte, im Zweifelsfalle mit Apfelkorn während des Kölner Karnevals. Mir bleiben jedoch Details aus dieser Zeit erspart, mein Hirn negiert diese Lebensphase bislang recht gut.
Ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt habe ich mich wohl erst während meines Zivildienstes, wo ich meine Besoldung mit meinem „Partner in Crime“ Thomas Jakschas in die Happy Hour Cocktails diverser Kölner Bars investierte.
Mein nicht zu Ende gebrachtes BWL-Studium finanzierte ich mir mit einem Job in einer Kneipe mit Biergarten. Während meiner folgenden Ausbildung zum Hotelfachmann, fing ich schon an in Bars zu jobben. Als Bartender und Bar Manager hatte ich das Vergnügen, in Köln, London, Frankfurt und Berlin arbeiten zu dürfen.
Seit rund zwei Jahren arbeite ich nun mit Jens Hasenbein und Helmut Adam zusammen. Einerseits als Autor für das Mixology Magazin und andererseits als Partner beim Bar Consulting Projekt „Barworkz“.

2. Was macht für dich eine gute Bar aus?
Gutes, freundliches und trainiertes Personal, das passende Interieur zur passenden Location, eine der Stimmung der Gäste angepasste Beleuchtung, die richtige Musik zur richtigen Zeit, sowie eine ansprechende und kreative Getränkekarte. Kaltes Bier wäre mein Mindestanspruch ans Getränkesortiment. Ich finde auch, dass das Thema „Toiletten“ in mancher Lokalität zu wenig Spielraum (Budget) bekommt.

3. Wie würdest du Barkultur definieren?
Siehe Punkt 2. allerdings mit größerem Anspruch ans Getränkesortiment. Zum kalten Bier sollten sich Champagner und der ein oder andere Wein gesellen, die angebotenen Cocktails sollten sich auf sehr hohem Niveau bewegen. Und die Toiletten sollten definitiv etwas vom Budget abbekommen haben!

4. Welches sind deine Lieblings-Drinks?
Ich muss gestehen, ich bin ein Alles-Trinker. Stimmung, Wetter und meine Mittrinker bestimmen, worauf ich gerade Lust habe. Mit Rum, Rotwein, Champagner und Bier fährt man bei mir aber nie schlecht.

5. Die Entwicklung in der Bar ist zurzeit sehr rasant. In welchem Bereich der Bar siehst du das momentan größte Potenzial?
Ich denke, dass die voranschreitende Vernetzung der nationalen und internationalen Barszene sein Potential bei weitem noch nicht ausgeschöpft hat. Hierdurch wird unser Beruf in Zukunft einen ganz anderen Stellenwert bekommen (ich hoffe nur, dass darüber nicht unsere Gäste vergessen werden!). Ich hoffe auch, dass das Trainingsangebot für Bartender weiterhin wachsen wird und wir so das generelle Niveau in den Bars heben können.
Toll ist es im Moment anzusehen, wie engagiert eine neue Generation von Bartendern ans Werk geht, das beeindruckt mich schon sehr!

6. Was ich schon einmal Fragen wollte: Wie viele Flaschen stehen eigentlich bei Mixology im Lager? Eure Postboten müssen euch für die Pakete hassen (meiner macht´s zumindest)
Ob unsere Postboten uns hassen, weiss ich nicht genau, sicher ist uns aber der Neid all der benachbarten Büros...damit können wir jedoch, wie du dir vorstellen kannst, gut leben. ;-)

Danke für das kleine Interview – Cheers!

Montag, 12. Januar 2009

Batman & Robin reloaded

Wer kennt diesen Artikel von Jörg Meyer noch? Heute schlägt Batman erneut zu…

Samstag, 10. Januar 2009

Was ich schau…

…ist ohgosh.tv. Ich bin sehr auf die ersten Videos gespannt! Das kann nur sehenswert werden! Cheers, Jay!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Vote 4 Jay!


Es ist zwar schon auf diversen anderen Seiten im Internet zu lesen aber es ist zu wichtig um übersehen zu werden. Der englische Spitzenblog Oh Gosh! ist unter den Finalisten der „Hiden Gem“-Kategorie der 2008 Weblog-Awards – eine Art Oscar des Web 2.0
Der Gewinner wird durch eine Online-Wahl von den Besuchern ermittelt, welche hier ihre Stimme abgeben können. Bitte stimmt für die Oh Gosh – Seiten, welche sich diesen Titel mehr als verdient haben. (Anmerkung: Ihr könnt pro Tag einmal abstimmen bis zum nächsten Dienstag). Es ist schön zu sehen das ein Cocktailblog über seine Kreise hinaus für Aufmerksamkeit sorgt. Der sehr sympathische Macher Jay Hepburns glänzt mit seinem Projekt durch ein geniales Seitendesign, erstklassike Themeninhalte und wunderschöne Photos. Darüber hinaus ist noch anzumerken das Jay, genau so wie ich, kein Bartender ist sondern das Ganze nur als Hobby betreibt! Umso mehr freute es mich seine Bekanntschaft auf dem diesjährigen Bar Convent Berlin zu machen.
Bitte wählt täglich für Oh Gosh – meiner Meinung nach der beste englischsprachige Blog zur Bar! Er hat es sich wirklich verdient!

Dienstag, 6. Januar 2009

Deutschsprachiges Barblog-Netzwerk


Wer hätte vor noch einem Jahr gedacht das urplötzlich eine solche Vielzahl von deutschsprachigen Bar- und Spirituosenblogs zur Verfügung stehen. Neuester Blog aus diesen Reihen ist der Cachaca-Blog von Alessandro auch bekannt als kaptain aus dem Cocktailforum, während andere namhafte münchner Bartender still und heimlich vor sich hinblogen. Wenn ich jetzt in meine Link-Liste sehe zähle ich mittlerweile elf Web 2.0-Projekte in deutscher Sprache. Wow! Das Duzent wird im laufe des Jahres mit sicherheit noch voll!
Ich frage jetzt direkt die einzelnen Blogs ob Interesse bestände ein eigenständiges Projekt nach Vorbild des „Mixology Mondays“ zu versuchen. Das heißt in regelmäßigen Abständen posten alle teilnehmenden Seiten zu einem zuvor festgelegtem Thema. Dieses wird von einem gastgebenden Blog vorgegeben. Sobald die anderen zum Stichtag ihren Teil dazu veröffentlicht haben, gibt es von Seiten des Gastgebers nochmals eine Zusammenfassung darüber. Die Thematik kann natürlich alles sein, egal ob ganz simpel nur nach „Rumcocktail“ gefragt wird oder ob man kreativ sein soll bei einem Thema a la „Der Shaker brennt“
Wenn wir so etwas starten brauchen wir natürlich noch einen Namen für diesen Blog-Zirkus und am besten ein kleines Logo. Hat schon jemand einen Vorschlag parat?

Montag, 5. Januar 2009

Niemand versteht mich

Liebe Blogleser,

warum ist es manchmal so schwer das zu bekommen was man in einer Bar bestellt? Vor nicht all zu langer Zeit ist es mir (zum wiederholten male) passiert das ich einen Drink bekommen habe den ich, auf diese Art und Weise, nicht bestellt habe. Interessanterweise trifft es jedes Mal den von mir geschätzten Daiquiri. Vermutlich liegt auch einfach ein Problem in der Definition dieses Cocktails.
Folgendes ist passiert: Ich bestellte einen Daiquiri. Der Bartender nickte und ich achtete nicht mehr weiter darauf als ich einige Minuten später einen Frozen Daiquiri bekam (ebenfalls nicht die erste Verwechslung dieser Art). Ich behielt den Drink zwar aber erklärte dem Tresen-Personal das ich den so nicht bestellt habe. Zuletzt passierte mir das als ich den besagten Rum-Drink bestellte und, achtung jetzt kommt’s, einen Frozen Strawberry Daiquiri vorgesetzt bekam. Hier ist die Grenze zum eigentlich bestellten Drink definitiv überschritten.
Noch einige Zeit länger her ist es als ich einen Daiquiri orderte und mich der Bartender fragte „Mit was?“. Total überrumpelt durch diese frage wusste ich im ersten Augenblick gar nicht was ich sagen sollte. Wie war das gemeint? Kann ich mir eine Rumsorte aussuchen oder sogar das verwendete Glas? Nach einer verwunderten Rückfrage von mir kam die erlösende Antwort: …mit Erdbeer, Mango, Banane, Pfirsich…“ Nach dem ich erwiderte das ich nur einen Daiquiri will sah mich der Bartender genau so an wie ich ihn nach der Mit-Was-Frage. Der Herr auf der anderen Tischseite war gänzlich entsetzt als klar wurde das ich einen Daiquiri „naturell“ wollte. Ist dieses Getränk wirklich so abwegig zu bestellen? Ich denke das ich in Zukunft lieber einen Gin Fizz ordern sollte.

…mit Erdbeer, Mango, Banane, Pfirsich?...

Freitag, 2. Januar 2009

The Essential Cocktail


Da sich meine Bibliothek in den letzen Wochen wieder einmal deutlich vergrößert hat will ich es niemanden vorenthalten ein erstklassikes Buch vorzustellen. Die Rede ist von „The Essential Cocktail“ – das neue Werk aus den Händen von Dale Degroff. Dale ist wohl einer der bekanntesten Mixologen weltweit. Neben seiner Arbeit als Präsident des Museum of the American Cocktail leitet er auch diverse Schulungen zum Thema in Hotels, Bars und weiteren gastronomischen Betrieben. Mit den Essential Cocktails präsentiert der mehrfach ausgezeichnete Barmann sein zweites Buch.
Im Format etwas kleiner als A4 ist der Inhalt des Buches auf großzügige 270 Seiten aufgeteilt. Diese Gliedern sich wiederum in neun große Themenbereiche. Meist befindet sich ein Cocktailrezept auf einer Seite. Neben der Rezeptur und der Zubereitung findet sich zu jedem Drink noch ein Abschnitt der etwas über seine Entstehung oder Geschichte erklärt. Zu dem jeweiligen Drink erklärt der Autor in einem „Info-Fenster“ zusätzlich etwas zu einer vermixten Spirituose oder auch zu einer bestimmte Zubereitungsart. Jedes Getränk wird dazu mit traumhaften Photos dargestellt, welche einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Alleine dadurch bekommt man Lust den Shaker in die Hand zu nehmen. Die lockere Aufteilung und Unmengen an Verziehrungen in dem Buch machen es auch optisch zu einem Meisterwerk.
Die Kapitale umfassen die Themen Classics, Modern Classics, Martinis, Sours, Highballs, Tropicals, Punches, Sweets und Innovations. In jeder Gruppe werden je ca. 15 Cocktails vorgestellt. Die Auswahl der Rezepte wurde bestens gewählt und umfasst die bekanntesten und wichtigsten Vertreter ihrer Kategorie. Hier spiegelt sich das Fachwissen von Dale Degroff und seine vorliebe für gute Cocktails wieder. Auf den letzten Seiten befinden sich noch diverse Rezepte für die Herstellung einfacher Sirupe die benötigt werden. Neue Techniken wie das Flambieren von Zitruszesten oder das aufbringen von Espumas auf Drinks werden ebenfalls Schritt für Schritt erklärt und sind leicht nachvollziehbar. Abschließend findet sich wie in jedem Cocktail-Buch ein Kapitel über Dekorationen und Gläsersorten.
Ich kann mit Fug und Recht behaupten das „The Essential Cocktails“ eines der besten Barbücher ist das ich je gesehen habe. Eine fantastische Auswahl von Rezepturen und das gelungen Design machen dieses Werk zu einem waren „must have“! Für sehr faire 25 € bleibt einem fast nichts anderes übrig als ein Gang zum nächsten Bücherladen.