Dienstag, 28. April 2009

Tanqueray Rangpur im Test


Definition Rangpur: Gehört zur Gattung der Zitruspflanzen. Die genaue Herkunft dieser Hybriden ist unbekannt, es wird vermutet, dass es sich um eine Kreuzung zwischen Zitrone und Mandarine handelt. Sie stammt vermutlich aus Indien, ist allerdings nur aus Kultur bekannt. Die Früchte erreichen Durchmesser von etwa 5 bis 6 cm, sind rund mit deutlichem Nacken und einer leichten Zitze an der Fruchtspitze. Die Schale ist dünner als bei gewöhnlichen Limetten. Die Frucht hat eine orange Färbung; das orange Fruchtfleisch ist weich. Der orangefarbene Saft schmeckt sehr sauer. (Quelle: Wikipedia)
Seit nunmehr über zwei Jahren wird diese mysteriöse Frucht im Ausland auch in flüssiger Form angeboten. Dafür zuständig ist das sehr geschätzte und traditionsreiche Haus Tanqueray mit seinem Produkt Rangpur - ein Gin destilliert mit „rangpure limes & other botanicals“ Einige Flaschen fanden, mit teils abenteuerlichen Geschichten , in den letzten Monaten den Weg in die Bundesrepublik. Bis Dato ist dieses Produkt bei uns nicht erhältlich was sich allerdings bald ändern wird!
Die Spirituose in der typischen Tanqueray-Flasche und einem Alkoholanteil von 41,3% verspricht einen milden, fruchtigen und zugleich erfrischenden Geschmack. Das Glas der Flasche ist hellgrün eingefärbt. Der Verschluss sowie die Rückseite des Etiketts ist mit indischen Ornamenten verziert was die Herkunft der Limette verdeutlichen soll. Über all dem thront das unverwechselbare T-Siegel des Charles Tanqueray. Öffnet man die Flasche und riecht daran vernimmt man ein deutliches und sehr natürliches Aroma von frischen Limetten. Fruchtig, leicht säuerlich und ein gewisser Hauch von Zimt sind wahrzunehmen. In der Nase verspricht der Gin viel Klasse und Eleganz. Schade das sich dieses Erlebnis auf der Zunge nicht vorsetzen kann. Es entfaltet sich eine Bombe von Zitruszesten und der damit verbundenen Bitterkeit – das ist auch alles! Zwar sind diese Geschmäcker recht lange anhaltend aber insgesamt ist der Brand zu eindimensional. Typische Ginaromen wie Wacholder sind nicht auffindbar. Das was dem G´Vine Floraison zu einem Außenseiter macht tritt auch beim Rangpur auf. Die Definition „Gin“ ist bei beiden Spirituosen äußerst grenzwertig. Im Prinzip handelt es sich hier um einen mit Limetten Aromatisierten Neutralbrand. Anstelle des Rangpurs kann im Zweifel auch auf einen sehr guten Zitronenwodka zurückgegriffen werden den die Qualität ist über jeden Zweifel erhaben.
Getestet habe ich diesen Gin deshalb auch nicht in einem Gin-Cocktail sonder in einem Cosmopolitan. Hier funktioniert das Produkt geradezu ausgezeichnet. Im Zusammenspiel mit dem herben Cranberrysaft entsteht ein frischer und zitronenlastiger Drink der die anderen Zutaten nicht unterdrückt. Geradezu prädestiniert dürfte der grüne Tanqueray natürlich im klassischen Gimlet sein. Auch einen Einsatz im Tom Collins oder Gin Fizz kann ich mir vorstellen auch wenn diese Mixturen dadurch mit Sicherheit von ihrem typischen Geschmack abweichen werden.
Tanqueray Rangpur ist ein Gin der diesen Namen, in meinen Augen, nicht verdient hat, aber er ist ein exzellenter Aromatisierter Wodka. Unter diesem wäre er allerdings auch der teuerste Vertreter seiner Art. Je nach Shop liegt der Preis für eine 0,7L-Flasche von ca. 33 € bis hin zu stolzen 50 €. Vergleichen lohnt sich hier definitiv! Noch ist der Gin nur in wenigen Anlaufstellen des Landes erhältlich aber nach meinen jetzigen Informationen steht einem Deutschland-Release nicht mehr viel im Wege. Warten wir es ab wie sich die Geschichte weiterhin entwickelt. Es wäre nicht der erste Tanqueray Gin der wieder vom Markt verschwindet…

Samstag, 25. April 2009

Barzone und mehr in Berlin


Eigentlich dachte ich das die Reparatur meines PC länger dauern würde aber der vermeidliche Defekt der Grafikkarte entpuppte sich als ein defekter Arbeitsspeicher. Im Gegensatz zur Grafikkarte bekomm ich den auch bei mir vor Ort und muss nicht erst 1-2 Wochen auf das gewünschte Ersatzteil warten. Das hat zu Folge das ich munter weiterbloggen kann um zum Beispiel über die folgende Veranstaltung zu schreiben.
In wenigen Tagen findet in der deutschen Hauptstadt zum zweiten Mal die Fachmesse Barzone statt. Am 5. und 6. Mai, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr kann man sich dort über die Neuigkeiten in der Szene erkundigen. Für all diejenigen denen das noch nicht genug ist bietet der Importeur Haromex in Zusammenarbeit mit der Bar Lebensstern eine Ergänzung an. Dort wird das interessierte Publikum täglich von 17:00 bis 23:30 Uhr zu diversen Degustationen und Vorträgen geladen. Der Eintritt ist kostenlos. Unter den Gastrednern befinden sich Bargrößen wie Klaus Stephan Rainer (Schumanns), Stephan Berg (The Bitter Truth), Kristina Wolf (The Nose), Andreas Mühlböck (Blue Gin) und David Lind (Mekhong) sein! Die Vorträge behandeln dem entsprechend die alkoholischen Themen Gin, Mekhong, Rye, Rum und Bitters.
Zum Degustation werden ca. 70 verschiedene Marken angeboten. Neben Klassikern wie Chartreuse, Lairds Appel Jack, den TBT-Produkten und diversen Rumsorten wird dort erstmalig ein neuer Gin vorgestellt: Der Lebensstern Gin! Wer diese schöne Bar kennt weiß auch um ihre ausgezeichnete Auswahl und Sammlung an Gin und sonstigen Wacholderbränden. Eigentlich hätte man sich denken können das es einmal soweit kommt (ich schlussfolgere just4fun als nächstes einen Lebensstern-Rum ;-). Man darf gespannt sein wie sich der Gin gegenüber seiner Konkurrenz durchschlagen wird. Ich vermute der LS-Gin ist ein klassischer, starker Brand mit schön eingebundener Wacholdernote ohne Schnickschnack.
Anfangs hatte ich geplant während der Barzone in Berlin zu sein aber leider ist es mir zeitlich nicht vergönnt. Schade denn nun verpasse ich noch mehr als erwartet. Zum Glück sind während der DBU Cocktail-WM im August und dem Barconvent im Oktober ähnliche Veranstaltungen von Seitens Haromex geplant.

Donnerstag, 23. April 2009

Kleine Anmerkung

Aufgrund eines defekten PC´s muss ich die Arbeit an den Cocktailwelten erstmals ruhen lassen. Ich hoffe es läuft bald wieder alles wie gewohnt.

Dienstag, 21. April 2009

Classic Cocktail oder die Geschichte eines Misserfolges


Wer hätte gewusst das es sich bei dem Titel dieses Beitrages nicht um eine Kategorie handelt sondern um einen eigenständigen Cocktail? Der Blick aus dem Fenster verrät mir das es viel zu schön ist um nicht einen Drink dazu zu genießen. Mein Blick viel auf das Savoy Cocktail Book in dem ich oft nach klassischen Rezepten Ausschau halte. Dabei viel mir eine Mischung auf deren Name meinem Programm entspricht: Classical Cocktail.
Die Zusammensetzung ergibt sich aus jeweils 1/3 Maraschino, Curacao und Zitronensaft sowie ½ Brandy. Auf Eis geshaked und in ein Glas gestraint wird der Cocktail zum Schluss mit einer Zitronenschale abgespritzt. Für den Curacao setzte ich auf den guten und altbewährten Cointreau während es sich beim Brandy etwas anders verhält. Brandy gibt in alten Rezepten meist nicht die Spirituose vor sondern die Gattung als allgemeinen Begriff. Hierunter Fallen in diesem Beispiel Cognac, spanischer Brandy, Weinbrand und andere Spirituosen auf Weinbasis. Um dieses Rezept zu testen viel meine Wahl (wie so oft in diesem Fall) auf einen Cognac. In Kombination mit Remy Martin VSOP bildet das Ganze eine leicht süße Mischung mit starkem Zitronenaroma, Zwar ist der Cocktail deutlich weniger süß wie erwartet, dennoch fehlt hier ein wenig die Balance und das besondere Etwas.
Ich beschloss diesen Drink eine weitere Chance zu geben und Versuchte die Rezeptur erneut – dieses Mal allerdings mit einem Cardenal Mendoza Brandy anstelle des Cognacs. In der Nase deutlich komplexer lies diese Variante mehr erhoffen als die Vorherige. Leider war dem nicht so. Die Zitrone bette sich zwar nun harmonisch in die Flüssigkeit ein aber der Brandy hat eine zu starke Dominanz im Abgang. Der dritte Versuch, eine 50-50 Kombination aus beiden Basisspirituosen ergab eine Mischung in der das Besondere wiederum fehlte. Die Zusätzliche Zugabe von TBT Aromatic Bitters hatte die Situation kaum verbessert. Vielleicht finde ich ja eines Tages die Kombination welche zum Ziel führt.
Schlussendlich gab ich den Classic Cocktail auf und widmete mich einem Whiskey Sour der zu meiner vollsten Zufriedenheit gelang. Klassische Cocktails gibt es einige aber nur wenige haben das Zeug dazu ganz groß zu werden. Beschränkt auf wenige Zutaten ist nicht jede Mischung erfolgsversprechend oder wie erhofft .Um so mehr weis man die Perlen der Klassik zu schätzen. Wenn doch nur die Minze für meinen Julep schneller wachsen würde…

Sonntag, 19. April 2009

Die Cocktail-Arena


Schaut man sich in den weiten des Internets nach Cocktails um wird man sehr schnell fündig. Alleine die Suchmaschine Google findet unter diesem Begriff in 0,16 Sekunden fast 58000000 Ergebnisse. Dazu kommen noch andere Medien wie Bücher, Zeitungen und Co. Nichts desto trotz gibt es nur eine vergleichsweise kleine Anzahl vom Drinks die bekannt sind. Ich habe mich heute an den Schreibtisch gesetzt und habe sämtliche Cocktails aufgeschrieben die mir spontan eingefallen sind. Dazu kamen noch Cocktails welche man in den letzten Jahren hoch gelobt hat sowie jene Drinks die auf jeder Karte dieser Welt zu finden sind. Es entstand dabei in einer Stunde eine Liste mit 72 unterschiedlichen Drinks.
Folgendes habe ich mit dieser Liste vor: Ich habe jeweils zwei Mischungen gegeneinander gestellt. Diese werden jeweils in der Form einer kleinen Umfrage hier im Blog auf der rechten Seite zu finden sein. Die Laufzeit wird jeweils nur einige Tage sein. Jeder kann Abstimmen welchen der beiden Drinks man bevorzugt. Nach den Regeln des KO-Systems fliegt der Verlierer aus dem Ranking, während der Gewinner eine Runde weiter kommt um sich erneut zu behaupten. Dieser Vorgang wird wiederholt bis nur noch wenige Drinks übrig sind aus denen eine Top 5 gebildet wird. Bis dahin werden über 150 Umfragen nötig sein! Zu beginn starten immer zwei Umfragen parallel um das Ganze ein wenig zu beschleunigen.
Wer wird wohl diese Reihe von Zweikämpfen für sich entscheiden können? Cuba Libre oder Dry Martini?

Donnerstag, 16. April 2009

Holland Gin Cocktail

Ein tolles Video mit vielen Informationen presentiert vom amerikanischen Cocktail-Enthusiasten David Wondrich.

Montag, 13. April 2009

Mixology Monday: Superior Twists


Heute geht der Blogzirkus um den Mixology Monday bereits in die 38. Runde. Wer hätte vor drei Jahren gedacht das dieses System so erfolgreich werden sollte? Dieses Mal wird das Ganze vom Wild Drink Blog geleitet unter dem herrlichen Thema Superior Twists. Darunter ist ein Cocktail gemeint in dem eine Zutat quasi „umgebaut“ wurde. Als Liebhaber des klassischen Trinkgenusses fallen mir hierzu spontan einige Rezepte ein welche diesem Thema entsprechen. Schon James Bond wusste es zu schätzen den Gin in seinem Dry Martini durch Wodka zu ersetzen. Warum man das allerdings machen sollte ist mir ein absolutes Rätsel. Selbst Dr. No würde „nein“ dazu sagen.
Dann ersetzt man doch lieber den Whisky im Manhattan durch einen schönen starken Rum wie den Khukri aus Nepal. Die Kombination aus Rum und Wermut mag ein wenig eigenwillig erscheinen aber hat ein gewisses Etwas. Einige Dash Cointreau lockern die Mischung dabei enorm auf und verleihen dem Drink einen Hauch von Frische. Ganz hervorragend funktioniert das Ganze übrigens beim Old Fashioned: Ein guter Rum aus der Karibik verrührt mit wenigen Tropfen Bitters und einen Hauch von Zucker. Das Gemisch wird abgespritzt mit einer Orangenzeste um den finalen Touch zu erhalten. Dieser Cocktail eignet sich ganz ausgezeichnet um verschiedene Rumsorten zu testen. Ich schätze im Rum Old Fashioned vor allem die Varianten mit Appleton Estate 21 und Mount Gay X.O.
Das linke Bild zeigt allerdings einen andern Superior Twist. Um welchen Cocktail wird es sich wohl handeln wenn eine Flasche Peychauds zu sehen ist? Natürlich ist vom Sazerac die Rede. Um den Thema des Monats zu entsprechen wurde dessen eigentliche Grundzutat durch Tequila ersetzt. Hierfür eignet sich am besten ein schöner Anejo. Auf dem Bild war ich experementierfreudig und habe einen Versuch mit einem Reposado durchgeführt. Das erwies sich als Fehler da der Cocktail nun seine Balance nahezu verloren hatte. Ein zusätzlicher Dash Angostura konnte das allerdings größtenteils wieder ausbügeln.
Ein Blick aus dem Fenster lässt die nahenden warmen Jahreszeiten erahnen und gleich zwei weitere Cocktails kommen mir dabei in den Sinn. Ein Mojito wird besonders erfrischend wenn man sein Soda durch Champagner ersetzt. Das gilt auch beim Mint Julep. Hier werden zunächst einige Minzblätter zusammen mit 0,5 cl Zuckersirup und 2 cl Rye gemuddelt und auf Crushed Ice im Silberbecher gerührt. Anstatt zusätzlichen Whiskys wird nun wiederum mit Champagner aufgegossen. Diesen Drink hätte ich gestern nur all zu gerne zubereitet wenn meine Minze in den letzten Tagen schneller gewachsen wäre…

Sonntag, 12. April 2009

Eierlikör selbst gemacht


All meinen Lesern ein schönes Oster-Wochenende! Vermutlich bin ich auch nicht der Einzige der heute und morgen noch zur Arbeit antreten darf anstatt Eier zu suchen. Nichts desto trotz sehe ich das positiv: Der einzige der in meiner Abteilung frei hat ist der Chef d.h. heute geht alles ein wenig lockerer zu… Um aber beim Thema „Eier“ zu bleiben. Was würde denn besser zu den Osterfeierlichkeiten passen als ein Gläschen Eierlikör – besonders wenn er selbst hergestellt wurde. Selbst zum mixen wird das Produkt mittlerweile heiß vom Marktführer beworben – er versucht es zumindest…
Dieser Likör dürfte die erste Spirituose gewesen sein mit der ich jemals in Kontakt gekommen bin. Hier durfte auch „der Kleine“ hin und wieder einmal bei Oma am Glas nippen, wenn sie sich dem blasgelben Likör gewidmet hatte. Das Rezept ist so einfach wie lecker und innerhalb von wenigen Minuten zubereitet. Das handschriftliche, schon fast antike, Rezept auf vergilbtem Papier führt folgende Zutaten auf: 5 Eigelb, 250g Puderzucker, 2 Päckchen Vanillinzucker, 0,2l Sahne sowie 1/2L Korn.
Zunächst werden die Eigelb zusammen mit den beiden Zuckersorten mittels eines Schneebesens schaumig gerührt. Anstelle des Vanillinzuckers empfiehlt es sich natürlich echten Vanillezucker zu nehmen. Hierzu wird einfach eine (leere) Vanilleschote für einige Tage in Zucker eingelegt. Die Aromen gehen im Laufe der Zeit über und das fertige Produkt hat einen geradezu traumhaften Geruch (ich liebe Vanille einfach). Der fertige Eischaum wird nun wiederum mit der Sahne und dem Korn verrührt bis eine homogene Masse entsteht. Der Fertige Likör ist nun im Kühlschrank einige Tage haltbar.
Vielleicht hat ja der Eine oder Andere Lust diese Rezeptur einmal zu testen auch wenn sich die Bargemeinde hier spalten wird wie mein Freundeskreis: Eierlikör – einige lieben ihn, einige hassen ihn, ich stehe irgendwo dazwischen. Vielleicht werde ich auch immer nur ein wenig melankolisch beim trinken des Sahnelikörs und dem gleichzeitigen schwelgen in alten Kindheitserinnerungen bei Oma.

Mittwoch, 8. April 2009

Verity Teekonzentrat - die Zweite


Gestern Mittag erreichte mich ein rundes Päckchen. Darin enthalten die Sorte „Absolute Green“ des Teekonzentrates Verity über das ich bereits letzte Jahr berichtete. Das die Thematik Tee hinter Bar nicht abwegig ist sieht man an einigen Beispielen. In den Anfängen der Zeitschrift Mixology gab es eine Ausgabe zum Tee und auch in dem letzten Exemplar ist ein Artikel über das Aufgussgetränk zu finden sowie die Erwähnung von Verity in einem gestrigen Blogeintrag. Des Weitern sind mir mittlerweile drei Bars bekannt die Drinks mit dem englischen Nationalgetränk anbieten. Die letzten drei Sorten der Kapseln hatten leichte Nachteile gegenüber den frisch gebrühten Tee vor allem im Bereich der Aromastärke. Nichts desto trotz ist der Einsatz hinter dem Tresen möglich. Die einfache Handhabung ohne Aufbrüh- und Abkühlzeit beschleunigen einen Teecocktail ungemein. Ob der grüne Tee aus dem Hause Teewerk dieses Mal beim frischen Produkt mithalten kann ist im nächsten Absatz zu lesen.
Schnelle Antwort: Jein! Die Farbe ist nahezu Identisch mit einem „richtigen“ Grüntee. Wie auch bei den Vorgängern fehlt mir aber wieder die Stärke. Ich bin definitiv kein Teetrinker aber die wenigen Tassen die ich trinke sollten stärker sein als das Ergebnis aus dem Konzentrat. Der typische Geschmack ist vorhanden aber etwas zu schwach. Auch fehlt mir die leicht bittere Note die ein echter Tee mit sich bringt. Fazit: Absolut Green kann wiederum nicht mit einem frischen Tee mithalten aber die Abstriche halten sich in Grenzen. Für einen sehr schnellen Einsatz ist das Kapselprodukt nach wie vor unschlagbar. Der Preis liegt wie bei den anderen Sorten bei 9 € für 18 Caps was natürlich nicht billig ist.
Einen Teetrinker wird das Ganze wohl nicht überzeugen aber für Cocktails eventuell ganz nett. Ich widme mich dann doch lieber wieder den Konzentraten aus diversen Bitters-Flaschen :-)

Dienstag, 7. April 2009

Lesestunde


Es sieht ganz danach aus als ob sich der Winter nun endgültig verabschiedet. Ich nutze die Chance um auf der Terrasse ein wenig in meiner antiken Barliteratur zu stöbern.
Sieht man sich auf anderen Blogs oder in diversen Handelsportalen um merkt man gleich das man nicht der einzige ist. Die Nachfrage nach alten Büchern aus dem Bereich der Bar steigt stetig an. Das ist bei den aktuellen Trends immerhin leicht zu erklären. Alte Drinks und Cocktails sind wieder „in“. Man ist es satt sich pappsüße Flüssigkeiten in Neonfarben hinter die Binde zu kippen. Man erlernt das alte und charaktervolle Trinken erneut. Wie könnte man diese Kunst besser verstehen als durch niedergeschriebene Worte aus jener Zeit als es noch keine glänzenden Scheiben mit Daten oder das Internet gab.
Nennt man die ersten Exemplare sein eigen ist es auch möglich ein Rezept zu verfolgen. Man sieht die Veränderungen im Laufe der Zeit in den verschiedenen Jahrzehnten. Die Mischverhältnise ändern sich, Zutaten werden ersetzt oder ergänzt oder ein Rezept ist kaum noch wiederzuerkennen. Man denke dabei nur einmal an den Weg des süßen, feinherben Martinez zum trockenen, starken Dry Martini. Nicht zu vergessen ist natürlich die Vielzahl an Cocktails welche durch diese Werke neu entdeckt wurden: Der New Orleans Fizz, Sazerac, Blood & Sand, Jack Kearns Cocktail – um nur einige zu nennen. Zu all diesen Punkten kommt noch die Sammelleidenschaft und die Jagd auf alte Bücher und das freudige Gefühl wenn man ein neues Exemplar an Land gezogen hat. Ich warte selbst schon sehnsüchtig auf „Blühers Meisterwerke der Speisen und Getränke Band 1+2“, welche sich gerade auf dem Weg zu mir befinden.
Bevor ich mit diesem Blog angefangen habe standen neben meinen Gläsern vier Bücher von denen drei den Titel „Cocktails“ trugen. Heute besitze ich ein Regal mit 70 Büchern. Davon ist gut ein Drittel doppelt so alt wie ich. Ich kann diese alte Literatur nur jedem empfehlen der sich nur ein wenig mit Barkultur beschäftigt. Keine anderes Objekt zeigt die Geschichte der Bar so deutlich wie das gedruckte Wort.

Samstag, 4. April 2009

Bargeflüster Update

Da mich in den letzten Tagen die eine oder andere Email erreichte in dem es um das „Bargeflüster“ geht hier nur ein kleiner Zwischenstand: Das Logo ist noch in der Bearbeitung und braucht noch ein wenig. Ist dieser Schritt abgeschlossen wird der Blog für das Projekt erstellt und der erste Terminkalender. Dann kann es endlich losgehen :-) Entschuldigt die Wartezeit aber es soll ja schließlich in der passenden Atmosphäre geflüstert werden *pssst*