Samstag, 20. Februar 2010

Finest Spirits & Lantenhammer Cup

Müde aber gut gelaunt bin ich wieder aus München zurückgekehrt um über die heutigen Geschenisse des Munich Whisky und Bar Festival zu berichten. Und dieses Jahr macht die Ausstellung seinen Namen alle Ehre. Neben den Unmengen an Whisky aus aller Welt sind, im Vergleich zum letzten Jahr, deutlich mehr Produkte aus anderen Bereichen ausgestellt worden. Eine Breite Auswahl von Obstbränden, Gins, Tequilas, Rums ect. wurden dem geneigten Publikum fachgerecht präsentiert. Auf zwei Etagen standen im Forum des Deutschen Museums hunderte von Spirituosen zur Verkostung bereit. Trotzt des riesigen Besucheransturmes war es dennoch Möglich sich alles genauestens anzuschauen dank den großzügig gestalteten Wegen. Einzig die fast unendliche Warteschlange an der Garderobe verpasste dem Ganze einen Dämpfer. Davon abgesehen zeigte die Finest Spirits erneut das sie einer der schönsten Spirituosenmessen des Landes ist - Klasse!
Natürlich gab es auch den einen oder anderen interessanten Whisky zu bestaunen. Allen voran und heißbegehrt sei hier der neue und streng limitierte Ardbeg Rollercoaster zu nennen, welcher seine Deutschlandpremiere feierte. Der Scotch mit dem außergewöhnlichen Namen und dem 57,3 % Alkoholgehalt ist nur für Mitglieder der "Ardbeg Committee" vorbehalten, die mit diesem Blend ihr zehnjähriges Bestehen zelebriert. Der Name "Achterbahn" bezieht sich dabei auf die einzelnen Bestandteile des Whiskeys welche aus den Jahren 1996-2006 stammen und unterschiedliche Nuancen mit sich bringen wie die Höhen und Tiefen einer Achterbahn wie mir erklärt wurde... Beim ersten Schluck ist der Alkohol mit deutlicher Schärfe wahrnehmbar gefolgt von den typischen Ardbeg-Aromen. Im Abgang entfaltet sich nach wenigen Minuten ein sehr angenehmer rauchiger Geschmack der Lust auf Mehr macht. Vielleicht wird auch dieser Whisky wie auch sein Vorgänger, der Ardbeg Corryvreckan, bald für alle Liebhaber erhältlich sein. Nur wenige Meter entfernt viel mir der ebenfalls limitierte Glenmorangie Sonnalta PX ins Auge. Dieser leckere Tropfen reift zunächst zehn Jahre vor sich hin bevor er für weitere zwei Jahre in Pedro Ximenes Sherryfässern ausgebaut wurde und mit 46% abgefüllt wird. Ohne torfig oder rauchig zu sein entfalten sich zunächst warme Röstaromen und Vanilletöne. Diese werden im Abgang von einer erstaunlich starken und mittlellangen Sherrynote übertönt. Der Sonnalta PX bietet ein rundes und harmonisches Geschmacksbild das so nur selten zu finden ist - wirklich großartig!
Während sich die meisten Besucher diesen und anderen Bränden hingaben fand zugleich das Finale, des vom Münchner Barzirkel organisierten, Lantenhammer Cocktailcups statt. Die zehn besten Teilnehmer shakten dabei nach allen Regeln der Kunst um den ersten Platz. Die Rezepte wird es hoffentlich bald auf dem Blog des Barzirkels zum Nachlesen geben ;-) Moderiert wurde der Contest dabei von dem deutschen Schauspieler Michael Jäger welcher mit seinen komödiantischen Sprüchen für zusätzliche gute Laune sorgte. Auch wenn sich der Wettbewerb etwas in die Länge zog kann er wohl als Erfolg verbucht werden. Den dritten Platz sicherte sich nach der Auswertung durch die Jury der Dresdner Markus Heinze. Auf dem zweiten Platz durfte sich hingegen Guiseppe Burgarella freuen. Der Gewinner des Cups wurde Timon Kaufmann, welcher mit dem Lantenhammer Cup zum ersten Mal bei einem Mixwettbewerb teilnahm - herzlichen Glückwunsch!

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