Zu finden ist Diese im "Haus der Kunst" in welchem sich auch der bekannte Edelclub P1 befindet. Über diverse Treppen und Balustraden gelangt man zum Eingang der Bar in dem riesigen neoklassizistischen Bau. Durch eine schwere Holztür hindurch gelangt man zunächst in den Vorraum - die Lounge. Hier befinden sich auf einem Podest moderne Zweisitzer mit Tischen vor einem großen beleuchteten Bild. Die gedimmten Deckenlampen sorgen für eine warme Atmosphäre vor einer dort befindlichen Kaffeebar welche tagsüber geöffnet ist. Das Herzstück ist jedoch der zweite Raum: Hier befindet sich die eigentliche Bar. Was der Besucher hier zu Gesicht bekommt lässt ein jedes Herz höher schlagen. Es eröffnet sich ein großer Raum in Würfelform. An den Wänden entlang stehen eine Vielzahl von kleinen Tischen, Stühlen und Bänken. Eine rustikaler dunkler Holztisch in der Raummitte zieht die Blicke auf sich während ein gigantischer goldfarbener Kronleuchter aus Messing und Glas darauf leuchtet. Die Wände sind zu allen Seiten bis zur Decke hinauf mit goldenen Mosaiken besetzt welche detailliert bemalt sind. Die Motive zeigen jeweils einen Kartenausschnitt einer bekannten Wein- oder Spirituosengegend und einige Zeichnungen dazu. So finden sich beispielsweise Szenen aus der Champagne, der Pfalz, der Karibik oder Schottland. Die Einzelausschnitte sind jeweils Kunstvoll in grüne Holzvertafelungen eingelassen. Das Art Deco Backboard der Bar ist in der selben Farbe gehalten. Und jetzt das Besondere: Sowohl die Wände wie auch das Backboard sind originale aus dem Jahre 1937! Damals befand sich in diesen Räumlichkeiten auch schon eine Bar. Nach deren Schließung wurden sämtliche Wände verkleidet um den Raum für andere Aufgaben zu nutzen. So wurde die Bar zu einem Museumsraum, einem Büro und einem Lagerraum bis sie schlussendlich wieder zu einer Bar umgebaut wurde - so soll das sein!
Die Goldene Bar ist in jeder Hinsicht ein Highlight. Angefangen bei den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten bis hin zu den Getränken. Bei gemütlicher Jazzmusik im Hintergrund schafft es kaum eine andere Bar ein solch authentisches Gefühl einer anderen Zeit zu erzeugen. Man verliert sich binnen weniger Stunden in all dem goldenen Schimmer und kann sich voll und ganz dieser besonderen Atmosphäre hingeben. Bleibt nur zu hoffen das dieses versteckte Kleinod im Haus der Kunst nun das bleibt was es schon vor 60 Jahren war - eine Bar höchster Güte zum entspannen und genießen!

Toller Bericht Christian, super geschrieben.
AntwortenLöschenUnd der arme Dominik ganz alleine an der Bar... ;-)
Schöner Bericht. Nur ein redaktioneller Fehler: Der Tanqueray heißt nicht Malaga sondern Malacca. Extra rar ist er aber so oder so.
AntwortenLöschendanke für die blumen! euer besuch hat mich sehr gefreut und wie immer inspiriert!
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