Montag, 31. Mai 2010

Ardbeg Supernova 2010


Wenn es in den vergangenen Jahren eine schottische Destillerie gibt die für aufsehen sorgt dann kann es sich nur um das Hause Ardbeg handeln. Seit der Neueröffnung im Jahre 1997 stellt Ardbeg Single Malts her die ihres gleichen suchen. Angefangen beim einfachen "Ten" bis hin zum "Corryvrecken" entstand eine Reihe islay-typischer, rauchig-torfiger Malts mit starkem Charakter. Bei diesen fantastischen Produkten verzeiht man auch gerne einmal einen schwächelnden "Rollercoaster" der nichts desto trotz ein Spitzenprodukt ist. Letzte Woche überreichte mir mein Postbote ein kleines unscheinbares Päckchen mit einer Probe des neuen Ardbeg Supernova "SN2010" der seit heute offiziell auf dem Markt erhältlich ist. Ob dieser Brand die hohen Erwartungen erfüllt sollte eine Verkostung beantworten können...
Eines vorweg: Leider kam ich nie in den Genuss die erste Auflage des Supernovas zu probieren. Aus diesem Grunde fehlt mir ein direkter vergleich der beiden Auflagen was mit Sicherheit sehr interessant wäre. Die erste Auflage wurde 2009 zunächst als limitierte Sonderabfüllung ausschließlich dem Ardbeg Committee, dem Fanclub der Destillerie, angeboten und sorgte für Furore. Die neue, limitierte Auflage hat, wie schon sein Vorgänger einen extrem hohen Torfanteil und gilt wieder einmal als einer der torfigsten Whiskys weltweit. „SN2010“ ist dabei um 40 Prozent torfiger als Ardbeg Ten. Damit hat er den gleichen enormen Torfanteil wie die 2009er Edition aber einen mit 60,1% vol. leicht höheren Alkoholanteil und einen dunkleren, erdigeren Charakter.
Der Malt mit dem strohgelben Farbton entpuppt sich bereits in der Nase als ein Wolf im Schafspelz. Zunächst vernimmt man typische, torfige Noten welche in Kombination mit Pfeffer- und Teernoten ein rundes Gesamtbild ergeben. Weiterhin lassen sich in dem dominanten Produkt noch Aromen von Malz und Meersalz ausmachen wie ich es noch nie erlebt habe. Am Gaumen entsteht, trotz des hohen Alkoholanteiles, nur eine leichte Schärfe, welche sich sehr angenehm im Mundraum verteilt. Insgesamt süßlich schmeckend breiten sich Aromen von Schokolade, Getreide und Rosinen aus. Umspült wird das Ganze von warmen Teer- und Rauchnoten. Auch hier treten wieder die selben maritimen Salztöne auf wie sie schon deutlich in der Nase zu finden waren. Hinzu gesellt sich eine feinherbe Fruchtigkeit die an Preiselbeeren und Wacholder erinnert - herrlich! Doch das beste sollte noch kommen. Der seidige Abgang ist außergewöhnlich lang und angenehm warm. Diverse Geschmäcker des Brandes verbleiben noch eine Ewigkeit am Gaumen! Hier bekommt man sofort Lust auf mehr!
Mit dem Supernova "SN2010" hat Ardbeg wieder einmal ein Spitzenprodukt auf den Markt gebracht das Whiskyfans begeistern wird. Für mich ist dieser Whisky das beste was mir von Islay bekannt ist. Von der Nase bis hin zum Abgang macht das trinken dieses Tropfens einfach nur Spaß! Zwar wird dieser Spaß mit ca. 90 € zu Buche schlagen doch ist es das jeden einzelnen Cent wert! Liebhaber von kräftigen und charaktervollen Whiskys sei dieser Ardbeg strengsten empfohlen. Ein echtes Highlight in jeder Sammlung!

Montag, 24. Mai 2010

Mixology Monday: Tom Waits



Der heutige Mixology Monday steht unter einem ganz besonderen Motto. Das MxMo-Projekt besteht nun seit vier Jahren und über viele Spirituosen und Cocktails wurde in diesem Zeitraum bereits berichtet. Das dachte sich auch Andrew Bohrer von Caskstrength , der Gastgeber dieses Monats und möchte deshalb kein spezielles Thema vorgeben. Vielmehr sollen die teilnehmenden Bloger eine spontane Bargeschichte online stellen die einem im Laufe der Zeit passiert ist. Nichts leichter als das! In diesem Sinne lass ich jetzt einfach einmal meinen Gedanken freien Lauf und fange spontan das tippen an:
Und da der Mixology Monday ein Blogprojekt ist fällt mir auch ganz spontan etwas dazu ein. Wisst ihr eigentlich das Helmut "Mixology" Adam der erste Besucher der Cocktailwelten war? Damals hatte ich noch andere Drinks wie Negronis und Manhattans im Sinn und wollte für mich persönlich einfach nur eine kleine private Homepage schaffen. Da ich mich aber (nach wie vor) mit Webdesign, HTML und dem ganzen Zeug so gut wie gar nicht auskenne gingen die Arbeiten an dieser Seite nur mehr als schleppend voran. Zu diesem Zeitpunkt wurde gerade damit angefangen Blogs in den allgemeinen Medien zu erwähnen. Ich wusste nur das man mit diesem komischen Zeug irgendwie recht leicht Seiten ins Internet stellen und gestallten kann und so hab ich mir dieses Zeug einmal etwa genauer angeschaut und tatsächlich - das ist ja alles ganz selbsterklärend! Noch in der Versuchsphase gingen die ersten drei Beiträge online um sämtliche Funktionen und Einstellungen zu testen. Am nächsten Tag fand sich daraufhin doch tatsächlich eine Email in meinem Postfach von einem gewissen Helmut Adam der gerade über meinen Blog "gestolpert" ist und das ganze interessant fand. Es wurden einige Mails getauscht und ich solle doch einfach in der nächsten Zeit noch etwas weiter schreiben - und das hab ich nun davon: Seit drei Jahren sitze ich nun in meiner Freizeit an der Tastatur und schreibe noch etwas weiter.
Doch damit nicht genug! Es sollte sich von jetzt an auch noch sämtliche Urlaube dem Hobby aufopfern aufgrund irgendwelcher tollen Bars die man mal gesehen haben muss. So geschieht es das ich genau in diesem Augenblick in dem ihr hier diesen Artikel auf eurem Bildschirm anschaut auf einer Bartour durch Stuttgart bin. Und der Hauptschuldige an dieser "unangenehmen" Situation ist niemand geringerer als Jörg "Der Löwe" Meyer! Acht Monate nachdem die Cocktailwelten ins Leben gerufen wurden, und ich viel zu viel Stress bei der Arbeit hatte, bedurfte es einer kurzen Auszeit. Da in Hamburg erst kürzlich das Le Lion seine Pforten geöffnet hatte, und hier auch das einjährige bestehen der Traveling Mixologists gebührend gefeiert wurde, ging es von einer Minute auf die Andere ganz spontan nach Hamburg. Man traf interessante Leute, genoss die besten Drinks und hatte eine tolle Zeit. Das ich mich noch an fast alle Details dieses Abends erinnern kann sagt ja bereits alles. Um mich selbst aus dem Blog heraus zu zitieren:" Sollte sich wieder eine Gelegenheit wie diese anbieten werde ich sie definitiv wahrnehmen." - und das hab ich dann auch gemacht. Seitdem bin ich ständig irgendwo in flüssiger Mission unterwegs insofern es mir die Zeit zulässt...
Und passt man einen Augenblick nicht auf sind wieder einige Jahre vergangen, man sitzt immer noch vor der Tastatur oder ist nach wie vor in irgendeiner Bar dieses Landes unterwegs. Wenn man über all das nachdenkt wird einem bewusst wie schnell die Zeit vergeht und was man schon so alles unternommen oder auch nicht unternommen hat. Auch wenn einige Schwerpunkte und das Zeitgefüge verschoben wurden so scheint als würde sich in den Cocktailwelten fürs erste nicht viel ändern. Ich habe meine Spaß daran! Carpe Diem - Carpe Noctem!

Freitag, 21. Mai 2010

Die Cocktailnerds rocken Stuttgart!

Ab heute Abend ist es wieder soweit und das Cocktaildreams Forum startet sein mittlerweile fünftes jährliche Connaisseur-Treffen. Dieses mal verschlägt es die Cocktailverrückten nach Berlin, Frankfurt, Hamburg und München ins schöne Stuttgart. An dieser Stelle sei sogleich dem Organisationsteam vor Ort gedankt das sich um ein fantastisches Rahmenprogramm bemüht hat. Jungs ihr seid klasse!
Der Startschuss dieser fulminanten 4-Tages-Aktion wird gegen 19:00 fallen und zugleich mit einem Gin Tasting sowie einem Bio-Tasting eingeleitet. Danach darf jeder mit dem Forumseigenen Barstock nach Lust und Laune selbst zum Shaker greifen bis das Eis aufgebraucht ist. Am nächsten Tag geht es bereits Mittags weiter zur Weinmanufaktur in Untertürkheim. Hier werden alle Teilnehmer zunächst den Betrieb sowie einen Sektkeller besichtigen. Während die hier produzierten Weine verkostet werden findet zeitgleich eine Diskusion zum Thema "Virales Marketing und Einfluss des Internets auf die Weinwelt". Nach einem gemeinsamen Abendessen geht es weiter zum eigentlichen Treffen des Forums. Eingeleitet durch ein Rhum Agricole Tasting geht es gleich anschließend weiter mit dem mittlerweile traditionellen Cocktailwettbewerb der dieses Jahr ganz im Zeichen des Piscos steht. Die Nacht wird nach einer weiteren Mix- und Shake-Orgie aller 30 Teilnehmer wohl nicht vor 5:00 morgens beendet sein bis es nur wenige Stunden später bei einem gemeinsamen Mittagessen weiter geht.
Der Sonntag wird ein komplett neuer Programmpunkt: Barbesetzung im Tonstudio. Die C&D Mitglieder präsentieren eine bunte Auswahl klassischer Drinks bis in die späten Morgenstunden. Ab ca. 19:00 Uhr werden die Tore für interessierte Besucher geöffnet sein Es sind alle Bargänger herzlichste eingeladen mit uns diese geshakte Nacht zu verbringen! Bis 23:00 wird die Musik nur ein stiller Begleiter sein und mit angenehmen Jazz- und Bluesklängen aufwarten. Danach geht es langsam Richtung Clubbetrieb über. Wir erwarten euch alle! ;-)
Der kommende Montag wird gemütlich beginnen in der Stuttgarter Casa del Habano bei Rum, Whisky und Zigarren insofern gewünscht. Das Ende des Forumstreffen bildet wie immer eine ausgedehnte Tour durch diverse Bars der Stadt, bis sich die Cocktaildnerds wieder im ganzen Lande verteilen.

Mittwoch, 19. Mai 2010

Energy Drinks - Wen interessierts?!


Energy Drinks - Gib es überhaupt ein anderes kontroverses Thema das so lange und intensiv in diversen Foren, Blogs und Plattformen diskutiert wurde? Der Eine mag sie, der Andere mag sie nicht oder hasst sie geradezu aus tiefstem Herzen. Wenn dann auch noch das Stichwort mixability fällt ist meist der große Rummel im Dschungel angesagt. Doch sollte man sich nun für oder gegen diese Produkte entscheiden die wie Pilze aus dem Boden schießen? Bis jetzt hab ich mich aus diesen Diskussionen herausgehalten doch kann ich jetzt nicht mehr widerstehen ;-)
Die Hersteller von Energydrinks werben stets mit einer steigenden Leistungsfähigkeit und Energie nach dem Genuss ihrer Produkte. Dafür verantwortlich sind neben dem hohen Zuckeranteilen auch anscheinende Wunderstoffe mit Namen wie Koffein, Taurin oder Guarana. Das aus Kaffee bekannte Koffein regt das Nervensystem an, steigert die Herzfrequenz und verengt gleichzeitig die Blutgefäße was wiederum zu einem etwas höheren Blutdruck führt. Wichtiger in seiner Wirkung ist allerdings die Verringerung von Ermüdungserscheinungen nach der Einnahme. Guarna ist eine tropische Pflanze welche ebenfalls auf Koffein-Basis arbeitet allerdings mit dem unterschied das dieses hier an Gerbstoffe gebunden ist. Nach der Einnahme muss das Koffein im Körper zunächst gelöst werden was zu einer deutlich längeren Wirkungsgrad führt. Die organische Säure Taurin hingegen unterscheidet sich komplett von Koffein und regt vor allem den Stoffwechsel mit dem Nervensystem an. Alle diese Auswirkungen sind natürlich abhängig von der eingenommenen Menge der Stoffe. Da ich in langen Nachtschichten selbst ab und an zu einer 250 ml Dose eines bekannten Herstellers greife, und ich über Wochen ganz bewusst auf eine Wirkung geachtet habe, komme ich zu folgender Theorie: Die enthaltenen 0,4% Taurin und 0,03% Koffein entfalten ihre Wirkung nach ca. 30 Minuten und halten dann geschätzte zwei Stunden an. Vielleicht ist es auch nur Einbildung da ich aus Erfahrung auch sagen kann das sich eine starke Müdigkeit nach ungefähr einer Stunde wieder von alleine verbessert. Mit einem Energy Drink scheint mir das Ganze allerdings stark beschleunigt.
Energy Drinks in Cocktails sind für mich allerdings ein absolutes NoGo! Diese Mischgetränke geben in meinen Augen nicht viel her und dienen meistens auch nur dem sinnlosen Besäufnis. Der Klassiker dieser Sparte dürfte ohne jeden Zweifel der Wodka-Energy sein. Dieser, meist von jungen Gästen bevorzugte, Drink ist für mich persönlich die Krönung des schlechten Geschmacks! Das In-Produkt Energydrink wird einfach mit einem Neutralalkohol verpanscht um die Wirkung des Alkohols durch die anregenden Eigenschaften von Taurin und Co. zu beschleunigen und/oder zu verstärken - ein Supergau im Namen des Genusses! Das Schrecken kann sogar noch gesteigert werden indem eine Hälfte des Energydrinks durch einen möglichst billigen Prosecco ersetzt wird für die ganz coolen Partygänger...
Viel Diskutiert wurde auch schon die Tatsache ob es richtig ist diesen Schund in einer Bar überhaupt zu verkaufen. Ich sage ja! Wenn eine Bar keine Energydrinks anbietet und deshalb diese nicht anbieten kann ist das so - keine weitere Diskussion. Ansonsten sollte es jederzeit möglich sein dem Gast seinen Wunsch zu erfüllen auch wenn man noch so abgeneigt gegen diese Bestellung ist. Und seien wir ehrlich: Die Zubereitung eines Wodka-Energy ist kinderleicht. Es geht schnell, macht kaum arbeit und wird relativ teuer verkauft. In dieser Kombination ist ein Drink doch wünschenswert...
Ich bin der Meinung das die Problematik um die kleinen Dosen von jedem so gehandhabt werden sollte wie er es für richtig hält. Das ganze wurde schon viel zu stark künstlich hochgespielt. Was mir allerdings gehörig auf die Nerven geht sind die puren Hassdiskussionen gegen diese Produkte (wie es sie auch zu genüge zum Thema Wodka gibt). Wenn jemand keine Energydrinks mag ist das in Ordnung aber man muss sie deshalb nicht generell verteufeln. Es wird ja niemand dazu gezwungen diese Produkte zu nutzen...

Montag, 10. Mai 2010

Aktuelle Petitionen

Über das was in unserer Politik alles abläuft kann man denken was man will. Es gibt negative wie auch positives Seiten und wirklich recht machen kann man es sowieso nicht allen. Da ist es doch schön in einer Demokratie zu leben in der jeder (zumindest theoretisch) ein persönliches Mitspracherecht besitzt. Der Haken an der Sache ist natürlich das man dieses auch in Anspruch nehmen muss um etwas zu bewirken. Ich denke da wird mir keiner widersprechen können und aus diesem Grunde wäre es doch ein guter Anfang um bei zwei aktuellen Petitionen Eigeninitiative zu beweisen.
Die erste Petition dürfte sich in der genussorientierten Welt bereits herumgesprochen haben und gilt es einfach zu unterstützen. Die Rede ist vom geplanten Bau der sogenannten "Hochmoselbrücke". Dieses 1,7 km lange und mehrere hundert Millionen teure Bauwerk soll die B50 über ein bedeutendes Moseltal führen um diverse Verbindungsstraßen Abzukürzen. Der Nutzen gegenüber dem Preis ist absolut lächerlich da sich sämtliche Zeitersparnise nur im Minutenbereich befinden und es noch einige weiter massive Nachteile ergeben. Diese hässliche Betonbrücke würde nicht nur die wunderschöne Landschaft komplett zerstören sondern beeinträchtigt auch den dortigen Weinanbau massiv. Deutscher Wein ist ein Produkt um das es sich zu kämpfen lohnt! Neben dem Verlust von Anbauflächen und den Schädigungen von Winzern und anderen Weinbetreiben in der Nähe ist auch ein Rückgang des Tourismus zu befürchten. Die wichtigsten Fakten sind nochmals ausführlich auf der Seite B50neu nachzulesen. Ich bitte euch alle an dieser Petition teilzunehmen!
Eine weitere Petition befindet sich noch in der Prüfungsphase uns betrifft das deutsche Branntweinmonopol. Dieses verbietet den privaten Besitz einer Destillieranlage mit einem Kesselvolumen von über 0,5l. Damit ist das eigene Brennen nutzlos und unrentabel. Eine solche harte Regelung ist einzigartig und verhindert die private Herstellung von destillieren Wasser, Alkohol. ätherischen Ölen. Selbst eine funktionslose Dekodestille muss beim deutschen Zoll angemeldet werden. Aus diesem Grunde fordert der Anlagenbauer Destillatio mit seinem Projekt Natural Born Distillers die Freigabe von Destillieranlagen für die private Nutzung mit einem Kesselvolumen von bis zu 5L. Damit wäre es möglich für den Privatgebrauch ätherische Öle herzustellen sowie aus eigens angesetzter Maische Alkohol zu brennen. Man muss zugeben es hätte schon einen gewissen Reiz aus gekauften Neutralalkohol und Botanicals einen Do-It-Yourself-Gin zu erstellen oder ähnliches. Wer dieses Projekt aktiv unterstützen will sollte sich noch binnen dieser Woche in dieser Unterschriftenliste des Bundestages eintragen.
Vorraussetzung für das Unterzeichnen beider Projekte ist eine freie Anmledung auf der Internetseite des deutschen Bundestages. Wer die Zukunft bestimmen will sollte sie selbst gestallten...

Dienstag, 4. Mai 2010

Goldengel - Elixirum Aperitivum


Ich kann mich glücklich schätzen einer der wenigen Gewinner der Goldengel-Verlosung zu sein (nebst dem halben Cocktailforum ). Voller Vorfreude versuchte ich nach dieser guten Nachricht den Postboten abzufangen und habe dabei dennoch kläglich versagt. Wissend dass das Päckchen bei meinem Nachbarn abgegeben wurde musste ich schließlich weitere quälende Stunden verbringen bis dieser von der Arbeit nach Hause kam. Ob sich die Wartezeit rentiert hat sollte durch eine Verkostung des Produktes leicht zu beantworten sein.
Goldengel ist das vierte Produkt aus dem Hause Kreuzritter dem wir unter anderem auch den großartigen Dreiling Aquavit zu verdanken haben. Wie bereits in der Kreuzritter-Werbeagentur Jrgmyr erwähnt handelt es sich bei dem Goldengel um einen weiteren Holunderblütenlikör - oder auch nicht. Denn beim genaueren Begutachten des "Elixirum Aperitivum" fällt auf das es sich um einen Holunderblüte-Salbei-Likör handelt. Nichts desto trotz wird der Engel nicht um einen Vergleich mit dem Platzhirsch St. Germain herumkommen. Da ich davon ausgehe das sich die Leser dieses Artikels bestens mit diesem Produkt auskennen gehe ich direkt in die Verkostung des neuen Konkurrenten über.
Eines Vorweg: Goldengel ist kein St Germain obwohl beide Liköre einen Alkoholgehalt von 20% vorweisen.. Die bereits in der Nase auszumachende Salbeinote des Goldengels verleiht dem Ganzen eine frische und florale Note und wirkt in meinen Augen angenehmer als die schwere Honigsüße des Franzosen. Am Gaumen entfaltet sich, neben einer angenehmen Süße, der typische Geschmack von Holunderblüten mit einer zarten Kräuternote die sehr zu gefallen vermag. Eigentlich hätte ich bei der Verkostung nicht mit einem Abgang gerechnet doch diesen kann der Goldengel sogar mit einer ungewöhnlichen Länge vorweisen in Form von einer typischen Mentholfrische - ein durchaus interessanter Eindruck.
Gemischt musste sich der vierte Kreuzritter in einem Elderflower Sour beweisen. Mit dem St. Germain zubereitet handelt es sich dabei um einen runden Sour der keine große Wünsche offen lässt. Der Unterschied mit der Goldengelvariante ist brachial! Prinzipiell sind die identischen Aromen auszumachen aber es entsteht zusätzlich eine Frische die ich niemals für möglich gehalten hätte. Der Drink ähnelt im Vergleich geschmacklich eher einem Fizz als einen Sour. Diese Unterschiede sind auch im oben verlinkten Jrgmyr-Artikel nachzulesen und mit folgender Aussage bestens beschrieben: "Auf jeden Fall muss man bislang bekannte Rezepte auf Goldengel anpassen - wird dafür mit der erwähnten neuen Dimension belohnt." Folglich sei also gesagt das ein Vergleich zwischen St. Germain und Goldengel nicht fair ist. Hier werden ansonsten Birnen mit Äpfel verglichen.
Das Elixirum Aperitivum ist ein herrliches Produkt das durch seine Feinheiten zu überzeugen weis. Sowohl pur als auch angepasst in Drinks konnte der gelbe Likör überzeugen und wird somit einen Platz in meinem Spirituosenregal finden (und nicht wie die meisten Liköre in einem Schrank). Die 0,5l-Flasche wird voraussichtlich in 2-4 Wochen im Handel verfügbar sein. Ein genauer Preis ist bis jetzt noch nicht bekannt außer das er billiger sein wird wie der Dreiling Aquavit welcher mit ca. 26€ zu Buche schlägt. Um am Ende die noch offene Frage der Einleitung zu beantworten: Ja - Die Wartezeit hat sich gelohnt! ;-)

Sonntag, 2. Mai 2010

BarBrain City-Barhopping die Zweite

Ja es gibt sie noch, die Lebenszeichen auf dem Blog, auch wenn die Pause eindeutig länger andauerte als geplant. Aber kommt es nicht sowieso immer anders als man denkt? Aus diesem Grunde wird es jetzt auch Zeit den Spieß umzudrehen und sich wieder den flüssigen Genüssen zu widmen. Apropro den Spieß umdrehen: Erinnert ihr euch noch an das Barbrain City-Barhopping in dem es von Österreich aus zu einer Bartour nach Berlin geht?
Stefan Stevancsecz, der Kopf hinter dieser Idee, erweitert nun dieses Programm und bietet ab sofort eine solche Tour auch von Deutschland aus nach Wien an! Vorerst wird es allerdings nur einen Termin geben zu einem wirklich fairen Preis von 370 Euro! Die Tour ist dabei auf sieben Personen begrenzt! Alle Informationen dazu kann man via Internet dem offiziellen Flyer entnehmen. Sollten sich sieben Interessierte aus einer Stadt oder Region finden ist es zudem noch möglich die Flüge sowie ein Hotel-Shuttle als erweitertes Gesamtangebot in Anspruch zu nehmen. Auch ein gesonderter Termin für diese Gruppe ist dann möglich! Für weitere Beratung oder einer Buchung ist das im Flyer angegebene Reiseunternehmen zuständig. Sollten dennoch Fragen offen bleiben steht Stefan auch gerne für ein persönlich Gespräch bereit.
Abschließend kann ich mich nur noch selbst zitieren aus dem letzten Beitrag des Bar-Hoppings: "Ich wünsche Stefan viel Erfolg bei seinen Reisen denn was könnte nützlicher für die Barkultur sein als sie den Leuten persönlich zu zeigen. Bleibt nur abzuwarten in wie weit das Angebot von „Cocktailneulingen“ angenommen wird."