Montag, 27. September 2010

Blogging BCB & Gewinnspiel


Heute ich einer Woche ist es wieder einmal soweit! Ein Großteil der nationalen und der internationalen Bar-Elite versammelt sich im Berlin zum alljährlichen Bar Convent. Über die letzten Jahre mauserte sich die einst kleine Messe zum "Zentrum der deutschen Barindustrie". Neben der eigentlichen Messe und der unüberschaubaren Anzahl an Verkostungen und Vorträgen entstehen außerhalb des offiziellen Programms immer mehr Veranstaltungen. Cocktailwettbewerbe, Partys sowie weitere Vorträge und Verkostungen, welche über die ganze Stadt verteilt sind. Dieses umfangreiche Gesamtkonzept hat leider nur den Nachteil das es mittlerweile unmöglich geworden ist überall zu sein.
Aus diesem Grund werden diverse Blogger versuchen Zeitgleich zum BCB alles so schnell wie möglich ins Netz zu stellen. So sollten auch diejenigen informiert sein die es dieses Jahr leider nicht in die Hauptstadt schaffen. Um wenn es sich bei den drei Bloggern handelt werdet ihr in den nächsten Tagen auf Mixology.eu erfahren. Sämtliche Artikel werden am nächsten Montag direkt auf der Startseite des Barmagazins angezeigt. Des Weiteren werden am laufenden Band Meldungen auf dem Mixology Twitterkanal und dem Mixology Facebook Account erscheinen. Wer diese bis jetzt noch nicht abonniert hat sollte sich schnellstens darum kümmern.
Natürlich ist das kein echter Informationsersatz wenn man auch Live dabei sein kann. Für diejenigen die es sich noch überlegen oder noch keine Eintrittskarte besitzen: Die Cocktailwelten verlosen eine Eintrittskarte für beide Ausstellungstage! Beantwortet dazu einfach folgende Frage bis zum 28.09 um 00:00 Uhr: Zum wievielten Mal findet dieses Jahr der BCB statt? Die richtige Antwort schickt ihr bitte per Mail an cocktailwelten@yahoo.com. Unter allen richtigen Einsendungen wird der Gewinner ausgelost welcher anschließend eine Mail mit einem Promo-Code erhält. Diesen gibt man bei der Online-Registrierung für den BCB als Abo-Nummer an um kostenlosen Eintritt zu erhalten. Viel Glück und viel Spaß!

Dienstag, 21. September 2010

Es war einmal... (Sailor Jerry Blog Battle)


Seit geraumer Zeit lebt die deutschsprachige Blogger-Gemeinschaft in Frieden und Harmonie miteinander. Man kennt sich persönlich und verstand sich untereinander da alle unter dem selben Tick leiden. Mischen und Mixen im Namen der Barkultur lautet der gemeinsame Auftrag. Mit Hilfe des Web 2.0 sollte die frohe Botschaft überall hingetragen werden um die Schar der Anhänger stetig anwachsen zu lassen. Doch vor wenigen Tagen kamen dunkle Wolken über dem Blogger-Land auf. Einer der Schreiber aus dem Norden wurde schwach und so wurde die gesamte Gemeinschaft für ein paar Flaschen gewürzten Rums hinterhältig verraten und verkauft! In einer stillen Nacht-und-Nebel-Aktion wurden sämtliche Adressen der einst friedlichen Blogger von Lord Meyer an die Industrie weitergeleitet, welche dies sofort schamlos ausnützte. Ein jeder Schreiberling erhielt nur wenige Tage Später eine Flasche mit gar mysteriösen Inhalt von einer noch mysteriöseren PR-Agentur. Die merkwürdige Flüssigkeit in der Flasche mit dem Namen "Sailor Jerry" entpuppte sich nach ansichten der Alchemisten als eine gemischtes Melasse-Destillat, versetzt mit orientalischen Kräutern, welche hier zu lande nicht zu wachsen vermögen.
Bis dato war die flüssige Genusswelt noch in Ordnung und keiner der Bewohner konnte nur erahnen welche bösartigen Pläne wirklich hinter der Rumflasche stecken. In der gemeinschaftlichen Verschwörung zwischen der PR-Agentur und Lord Meyer wurde an dem gestrigen Montag den restlichen Bloggern der Krieg erklärt! Es solle nicht mehr gemeinsam nach Cocktailrezepten gesucht werden. Ein Jeder ist dazu aufgerufen ein Rezept zu entwickeln um besser als die anderen Web-Logs zu sein. Ruhm und Ehre sei denjenigen sicher, der sich die beste Mixtur einfallen lassen würde. Dem Gewinner stehe in der Finalen Schlacht am 04.10. in Berlin ein Platz hinter dem Tresen einer "Sailor Jerry Beyond Tiki Night" zur Verfügung sowie ein kleines Preisgeld. Die Verlierer hingegen werden in der Versenkung dieser Party untergehen und müssen sich den restlichen Abend mit den anderen Gästen die Zeit vertreiben - welch eine Schande ;-)
So geschah es das sich auch die kleinen Cocktailwelten für den Krieg rüsten mussten - und das so schnell wie möglich! Der Autor erfuhr von seinen ausgesandten Spionen das die Konkurrenz nicht schläft. Die Herrn Meinke und Kalinke seien schon mit nicht zu unterschätzenden Zaubertränken ausgestattet. Sailor Jerry ist ein Rum mit einem fantastischen Geruch und einer leichten Würzigkeit im Abgang. Am Gaumen bleibt die Spirituose in meinen Augen leider etwas zu dezenz. Auch in Cocktails geht das Destillat des Seemanns sehr schnell unter. So erschien es mir nur sinnig den Rum nur durch wenige ausgesuchte Ingredienzien zu erweitern.
So kam es dazu das sich die Cocktailwelten an einer Mischung aus 6cl Sailor Jerry, 2cl Ananassaft (ungesüßt) und 1,5cl Cherrybrandy (DeKuyper) versuchten. Die Höfischen Alchemisten rühren die Zutaten dabei kurz auf Eis und geben die entstandene Flüssigkeit in einen gekühlten gläsernen Kelch, welcher nun noch mit einer Limettenzeste abgespritzt wird. Die Zeste verbleibt daraufhin in dem sinne-betäubenden Trunk der unter dem Namen "Angry Sailor" bekannt werden soll!
In diesem Sinne: Lasst uns in den epische und unausweichbare Kampf ziehen! Möge der beste Krieger gewinnen! Rüstet euch für die große Schlacht die euch zu Helden macht...

Freitag, 17. September 2010

Mixology Magazin für Barkultur: Relaunche


Seit acht Jahren gehört Mixology, das Magazin für Barkultur, zur Pflichtlektüre aller professionellen Bartender. Im Jahr 2002 von professionellen Bartendern gegründet wurde das Magazin innerhalb weniger Jahre zu Lektüre und Inspiration von Bartendern, Barbetreibern und der Getränkeindustrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mixology versteht sich als Plattform des flüssigen Genusses und erscheint seitdem alle 2 Monate. In dieser Zeit hat sich die Fachzeitschrift zur Stimme einer ganzen Branche entwickelt und wird zunehmend auch von Connaisseuren gelesen, auch wenn das zu Begin nicht der Fall war. So gab es schon die eine oder andere Auseinandersetzungen zwischen der Connaisseurs- und der Bartender-Szene in der ein Miteinander kaum möglich schien. Auch diverse Email-Attacken in dieser turbulenten Zeit bewegten sich teilweise jenseits von Gut und Böse. Heute, nachdem sich alle Wellen gelegt haben, ziehen alle an dem einen Strang der uns verbindet: Die pure Leidenschaft für die Bar und all dem was dazu gehört! Das derzeit vorherrschende, konstruktive Miteinander zwischen den Bartendern und den Connaisseuren ist fantastisch und so möchte ich die Gelegenheit ergreifen mich bei allen Liebhabern der guten Getränke und dem Barwesen zu bedanken. Ein besonderer Dank geht dabei an das Team von Mixology die vieles davon erst ermöglicht haben! Aber ich schweife ab... Zurück zum Thema:
Mixology wird im Oktober 2010 die Auflage erstmals auf über 10000 Exemplare erhöhen und bietet sein Magazin zukünftig auch im ausgewählten Zeitschriftenhandel an. Das ist ein Beweis für das zunehmende Verständnis der Gäste für gute Getränke und allem was dazu gehört. Vor diesem anhaltenden Trend kann man sich nur verneigen und hoffen das er noch sehr lange anhalten wird! Kernthemen der Zeitschrift sind Produktneuheiten, Trends in der Spirituosen- und Getränkebranche, Cocktails und Cocktail Bars. Darüber hinaus beschäftigt sich das Magazin mit den kulturellen Aspekten der Bar und porträtiert interessante Persönlichkeiten des Nachtlebens wie Musiker und Schriftsteller. Somit wird aus dem Magazin für Barkultur ein Magazin für Bar und Kultur!
„Der Einzelverkauf des Magazins wird schon seit Jahren von unseren Lesern gewünscht“, erklärt Helmut Adam, Herausgeber des "Magazins für Barkultur". „Das zunehmende Interesse der Leserschaft auf der konsumierenden Seite des Tresens und die gute wirtschaftliche Entwicklung unseres Mediums sprechen für diesen Schritt, mit dem wir Mixology nun einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen.“
Zeitgleich mit der Auflagenerhöhung wurde das Magazin einem umfassenden Relaunch unterzogen. Es werden mehr Artikel mit Reportage-Charakter erscheinen und namhafte Autoren spüren neuen Themen nach. Das Heftformat wurde vergrößert und die Seitenanzahl von bisher durchschnittlich 100 auf 120 Seiten erhöht. Das jedoch auffälligste Merkmal wird die komplett umstrukturierte Optik sein. Helmut Adam war so großzügig und lies mir eine 30-Seitige "Lese-Probe" der kommenden Oktober-Ausgabe zukommen. Das bisher moderne und eher "wild" auftretende Medium wird in komplett neue Kategorien unterteilt (z.B. Wirtschaft, Kultur) und wirkt deutlich strukturierter und übersichtlicher. Die bekannten bunt gestalteten Seiten der letzten Jahre wird man nun vergebens suchen. Stattdessen präsentiert sich Mixology nun nach klassischer Zeitschriften-Manier mit einer modernen Gesamtoptik. Mehr möchte ich allerdings an dieser Stelle noch nicht verraten - lasst euch einfach überraschen was demnächst auf euch zukommt ;-)
Die Preise für das Abonnement werden gehalten. Der Einzelverkaufspreis für das Magazin beträgt faire 6,80 € in Deutschland (Schweiz CHF 9,50 / Österreich € 7.90).

Dienstag, 14. September 2010

Absolut Glimmer


Mit "Glimmer" verändert sich zum ersten Mal in der Markenhistorie die Flasche von Absolut Vodka selbst und wirkt durch den feinen Glasschliff wie ein Edelstein im Regal. Erhältlich ist die Sonderflasche ab den 1. Oktober überall im Handel. Die alljährlichen limitierten Editionen der schwedischen Spirituose haben sich im Laufe der Zeit zu begehrten Sammlerobjekten entwickelt. Die Geschenkverpackungen "Rock", "Masquerade", und "Disko" haben bei den Sammlern mittlerweile Kultstatus erreicht und sind weltweit begehrt. Wer es nicht glaubt kann selbst einmal bei Ebay einen Blick riskieren. Die Absolut-Editionen sind in meinen Augen eine kleine Geldanlage und so hab ich selbst schon Flaschen aus der seltenen Chrome-Reihe mit einer 500%igen Rendite verkauft.... Auch wenn in meiner kleinen, unscheinbaren Heimbar Wodka überhaupt keine Rolle spielt (ich wüsste auf Anhieb gar nicht in welchem Regal die einzige Flasche steht) ist die neue Absolut-Flasche schon fast gekauft - Ein toller Blickfang der zudem noch sehr hochwertig aussieht.
Und wer sich nach diesem kurzen Beitrag jetzt fragt was wohl seine Sonderflaschen und Drinks auf dem Markt bringen würde kann dies nun bequem bei einer japanischen Börse nachschlagen. Diese Bar dürfte der Traum eines jeden Börsen-Workaholics sein... ;-)

Dienstag, 7. September 2010

Der Mandel-Butter-Rum-Old-Fashioned

Vor einem guten halben Jahr trafen sich die Nerds aus dem Cocktailforum in Stuttgart zu ihrer alljährlichen Cocktailparty mit anschließender Bartour. Um die dortigen Trinkstätten nicht zu sehr mit uns Verrückten zu strapazieren wurden diese vorgewarnt. Jede Bar sollte eine kleine Karte mit wenigen Drinks erstellen welche die Stielrichtung des jeweiligen gastronomischen Betriebes repräsentieren sollte. So kam es das uns im Ciba Mato eine Old Fashioned Variante angeboten wurde mit einem Whisky der mittels Butter und Mandeln mazeriert wurde. Die dortigen Bartender machten aus der Zubereitung dieser Spirituose kein großes Geheimnis und so kommt es das ich in der letzten Woche das Ganze auf Rum-Basis kopierte.
Vorbereitet wurden zunächst 500ml brauner Rum. Es empfiehlt sich zunächst einen leichteren Vertreter des Zuckerbrandes. Da in meiner Bar momentan eh zu viele Restflaschen standen entschied ich mich für einen Blend aus Mount Gay Eclipse, Appleton Gold und Havana Club Especial. Die Mischung fand daraufhin ihren Platz in einer verschließbaren Plastikdose - das wird später noch wichtig.
Doch wie bekommt man nun die gewünschten Aromen in den Alkohol? Der Trick nennt sich "Washing" - das auswaschen. Dieser Arbeitsschritt ist im wahrsten Sinne des Wortes wörtlich zu nehmen. Sowohl das Fett der Butter als auch der Alkohol des Rums sind fantastische Aromaträger. Zunächst muss also der Geschmack der Mandeln in die Butter übertragen werden um von dort aus wiederum mit dem Alkohol "ausgewaschen" zu werden. Man nehme zunächst ca. 80g in Scheibchen geschnittene Mandeln und röste diese in einer Pfanne leicht an. Wenn nun der Herd ausgeschalten wird sollte die Restwärme ausreichen um 150g Butter in den warmen Mandeln zu schmelzen. Nachdem diese Mischung halbwegs ausgekühlt ist gibt man sie einfach zum Rum hinzu und lässt alles komplett auf Zimmertemperatur abkühlen. Die Kunststoffdose findet ihren Platz über Nacht daraufhin im Gefrierschrank. Bis hierher ist das Vorgehen ein Kinderspiel und dauert lediglich 10 Minuten, doch nun kommt der anstrengende Teil: Das Filtern.
Je kälter das halbfertige Mazerat bei diesem Arbeitsschritt ist desto leichter erschien es mir. Nachdem man den Großteil der erkalteten Butter und der Mandeln aus dem Rum entfernt hat wurde die verbleibende Flüssigkeit Tropfen für Tropfen durch einen Kaffeefilter gejagt. Leider geht das nur äußerst schleppend voran und der Filter musste alle 5-6 cl gewechselt werden. Nach guten fünf Stunden erhielt ich geschätzte 400ml eines Butter-Mandel-Rums welcher im Aroma intensiv genug war um nochmals mit 200ml Rum aufgegossen zu werden! Da mir das Rumaroma etwas zu schwach wurde kam ein äußerst geschmacksstarker Goslings 151 in Frage. Das leicht trübe Ergebnis kann sich zeigen lassen! Der Geruch scheint sich nicht von einem einfachen Rum zu unterscheiden mit Ausnahme der merkbaren Röstaromen. Am Gaumen entfaltet sich dagegen die große Überraschung: Der Rum ist unglaublich samtig auf der Zunge und umhüllt diese komplett. Die Butter ist noch ansatzweiße auszumachen wird aber von einem dominanten Mandelaroma überlagert. Im Abgang zeigen sich weiterhin Töne von Orangeat und Toffee.
Wie bereits zu Beginn geschrieben ist das Endergebnis die Basis eines sehr delikaten Old Fashioneds. 6 cl Rum mit 1 cl Ahornsirup und dashes von TBT Jerry Thomas Old Decanter Bitters ergeben auf Eis gerührt einen Drink zwischen warmen Sommerabenden und Weihnachten. Ich stoße auf das Barteam des Stuttgarter Ciba Matos an für dieses geniale Rezept. Die viele Stunden Arbeit und das Aufräumen in der Küche haben sich voll und ganz rendiert!