Sonntag, 31. Oktober 2010

Goldene Bar - München

Hab ich schon einmal erwähnt das ich es sehr schätze gerade einmal 90 Minuten von München entfernt zu wohnen? Wenn ja ist das hiermit erledigt! Ich denke neben Berlin ist München die deutsche Stadt in der man eine große Auswahl erstklassiker Bars auf engen Raum findet. Es macht einfach Spaß zu Fuß von einer Bar in die Nächste zu laufen. Seit wenigen Wochen ist in Zentrumsnähe eine neue Anlaufstelle zu finden - die Goldene Bar.
Zu finden ist Diese im "Haus der Kunst" in welchem sich auch der bekannte Edelclub P1 befindet. Über diverse Treppen und Balustraden gelangt man zum Eingang der Bar in dem riesigen neoklassizistischen Bau. Durch eine schwere Holztür hindurch gelangt man zunächst in den Vorraum - die Lounge. Hier befinden sich auf einem Podest moderne Zweisitzer mit Tischen vor einem großen beleuchteten Bild. Die gedimmten Deckenlampen sorgen für eine warme Atmosphäre vor einer dort befindlichen Kaffeebar welche tagsüber geöffnet ist. Das Herzstück ist jedoch der zweite Raum: Hier befindet sich die eigentliche Bar. Was der Besucher hier zu Gesicht bekommt lässt ein jedes Herz höher schlagen. Es eröffnet sich ein großer Raum in Würfelform. An den Wänden entlang stehen eine Vielzahl von kleinen Tischen, Stühlen und Bänken. Eine rustikaler dunkler Holztisch in der Raummitte zieht die Blicke auf sich während ein gigantischer goldfarbener Kronleuchter aus Messing und Glas darauf leuchtet. Die Wände sind zu allen Seiten bis zur Decke hinauf mit goldenen Mosaiken besetzt welche detailliert bemalt sind. Die Motive zeigen jeweils einen Kartenausschnitt einer bekannten Wein- oder Spirituosengegend und einige Zeichnungen dazu. So finden sich beispielsweise Szenen aus der Champagne, der Pfalz, der Karibik oder Schottland. Die Einzelausschnitte sind jeweils Kunstvoll in grüne Holzvertafelungen eingelassen. Das Art Deco Backboard der Bar ist in der selben Farbe gehalten. Und jetzt das Besondere: Sowohl die Wände wie auch das Backboard sind originale aus dem Jahre 1937! Damals befand sich in diesen Räumlichkeiten auch schon eine Bar. Nach deren Schließung wurden sämtliche Wände verkleidet um den Raum für andere Aufgaben zu nutzen. So wurde die Bar zu einem Museumsraum, einem Büro und einem Lagerraum bis sie schlussendlich wieder zu einer Bar umgebaut wurde - so soll das sein!


Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich das Barchef Klaus St. Rainer das antike Flaschenregal wieder mit allerhand edlen Spirituosen gefüllt hat. Hier finden sich neben den Standards und den Mixzutaten eine große Auswahl von echten Raritäten und hochwertigsten Tröpfchen. Tanqueray Malacca, Willett Bourbon 24 oder auch Johnnie Walker Blue Label um nur einige zu nennen. Die Cocktailkarte ist genau so klassisch wie die ganze Bar, hält bei genauerem Blick aber die eine oder andere Überraschung parat. So wird der Blood & Sand Cocktail beispielsweise ohne Orangensaft zubereitet da dieser hinterher als Espuma auf den Drink kommt. So ist es möglich die Orange bei jedem Schluck aktiv wahrzunehmen was sonst nicht möglich wäre. Weitere getestet Drinks waren ein Brooklyn und ein Champagne Cocktail mit Perrier Jouet welche beide zu gefallen wussten. Mein Highlight war jedoch ein perfekter Corpse Reviver der nicht besser hätte sein können - absolut rund und stimmig im Geschmack! Zu jedem Drink wurde des Weitern Wasser gereicht was ich sehr schätze. Die Preise für die Getränke liegen mit 7 bis 10 Euro im üblichen Rahmen der Stadt.
Die Goldene Bar ist in jeder Hinsicht ein Highlight. Angefangen bei den geschichtsträchtigen Räumlichkeiten bis hin zu den Getränken. Bei gemütlicher Jazzmusik im Hintergrund schafft es kaum eine andere Bar ein solch authentisches Gefühl einer anderen Zeit zu erzeugen. Man verliert sich binnen weniger Stunden in all dem goldenen Schimmer und kann sich voll und ganz dieser besonderen Atmosphäre hingeben. Bleibt nur zu hoffen das dieses versteckte Kleinod im Haus der Kunst nun das bleibt was es schon vor 60 Jahren war - eine Bar höchster Güte zum entspannen und genießen!

Montag, 25. Oktober 2010

Blogs, Podcasts und ein Buch

Nach einer kurzen Schaffenspause und einer Bartour durch die Straßen von München geht es an dieser Stelle munter weiter mit dem Niederschreiben von diversen Neuigkeiten aus der Welt des Flüssigen. Und das ist auch genau das richtige Stichwort für den heutigen Eintrag, denn es gibt wieder einiges in der deutschsprachigen Blog-Community.
Das erste betrifft die Cocktailwelten selbst: Ich freue mich einen neuen Autor an Bord begrüßen zu dürfen welcher hier seine Weißheiten zum Ausdruck bringen darf . Ladys und Gentlemen, bitte begrüßen sie mit einem tobenden Applaus Mr. Dominik "Zeed" Steinberger, der Typ auf dem Bild oben :-) Wie auch ich ist Dominik schon seit mehreren Jahren leidenschaftlicher Connaisseur und Bargänger mit einer Schwäche für alte Klassiker und guten Rum (und Mozart Dry). Sollten dieser einmal nicht zur Verfügung stehen tut es zur Not auch ein Gläschen Champagner ,vorzugsweise aus dem Hause Krug, für welches Dominik auch einmal 600km weit fährt wen es sein muss. Auch werden weitere Anfahrten zu diversen Bar-Veranstaltungen nicht gescheut um einen guten Schluck genießen zu können. Daneben studiert Dominik Material- und Prozeßtechniken an der Uni Erlangen (bitte korrigiere mich wenn's nicht stimmt) oder ist mit seiner Spiegelreflexkamera unterwegs um die besten Motive zu finden. Die ersten Ideen für neue Blogeinträge sind schon in Planung. Nur so viel möchte ich verraten: Es wird wissenschaftlich physikalisch...
Und auch auf einem anderen Blog wird das Team erweitert. Der schon bekannte Cocktailpodcast wird ab Anfang November seinen Namen gerecht und ein richtiger Podcast. Betrieben wird das Projekt dabei von den selben Personen welche vielleicht schon von dem Sneakpod Film-Podcast bekannt sind. Robert, Stefan, Martin und Christoph sind darüber hinaus auch schon seit Jahren bekannte Mitglieder des Cocktailforums und leidenschaftliche Cocktailtrinker. So wurden für die ersten Podcast schon im Vorfeld auf dem BCB diverse Interviews geführt wie ich bemerkt habe - Ich freue mich darauf!
Einen hab ich noch: Wie schon an anderen Stellen zu lesen war ist das Buchprojekt "Bartenders & Connoisseurs – In 80 Days Around The World" des Wankiki-Blogs in seiner ersten Version online gegangen. Ich muss gestehen ich hätte nicht mit einer Fertigstellung gerechnet aber nun ist es soweit. Bei dem Buch kann jeder Mitwirken der eine Email an den Blogbetreiber schreibt. In dieser Mail werden Bilder, Texte und Cocktailrezepte angehangen welche später einmal 1-2 Seiten des Buches zieren sollen. Wie zuvor geplant ging das Projekt tatsächlich einmal um den Planeten. Respekt Björn! Ich finde das großartig!

Samstag, 16. Oktober 2010

"Echtes" Orgeat selbst gemacht

Tiki ist momentan wieder total angesagt. Wenn hier von Tiki gesprochen wird sind auf keinen Fall große, saftverseuchte, bunte Drinks mit viel Obst und Schirmchen gemeint. Ich spreche von stark rumlastigen Cocktails mit den Aromen von exotischen Früchten und Gewürzen. Um eine großen Teil dieser Rezepte zu mixen bedarf es einer ganzen Reihe von Sirupsorten: Maracuja, Vanille, Ananas, Zimt, ect. Wie man einen Gewürz- oder Frucht-Sirup selbst herstellt dürfte den meisten geläufig sein doch wie sieht es aus wenn man Orgeat für einen Mai Tai benötigt? Orgeat ist ein Mandelsirup welcher oft noch durch die Zugabe von diversen Blütenwasser verfeinert wird. Wie man daraus folgern kann handelt es sich also um einen nussig-floralen Sirup der durchaus einen exotischen Touch aufweist. Schon seit längerer Zeit bin ich es satt einen einfachen Mandelsirup von der Industrie für den Mai Tai zu vermixen. Diese so genannten "Mandelsirupe" sind allesamt extrem süß und schmecken nicht nach Mandeln sondern lediglich künstlich und aufdringlich nach Marzipan. Da Orgeat ein Produkt ist das man nicht überall käuflich erwerben kann, es aber einige Rezepte in Büchern dafür gibt, entschloss ich mich diese nach eigenen Gesichtspunkten zu modifizieren und es selbst einmal zu testen.

Mai Tai Orgeat
400 g ganze Mandeln
600 ml Wasser
10 cl weißer Rum
1.5 cl Orangenblütenwasser
0.5 cl Rosenwasser
4 Tropfen Bittermandelaroma
Zucker

Zunächst gilt es den Mandeln die Haut abzuziehen. Diese würde den fertigen Sirup nur bitter und unansehnlich machen. Dazu werden die Mandeln für 1 bis 2 Minuten in kochendes Wasser gegeben. Nun sollte sich die braune Hülle der Mandelkerne einfach abziehen lassen. Die fertig gehäuteten Kerne werden in der Zwischenzeit in einen weiteren Topf mit 600 ml Wasser zum einweichen gegeben.. Ist dieser Schritt vollbracht werden die Mandeln abgesiebt und in einem Blender zu einer körnigen Masse zerkleinert. Wird das ganze zu Fein habt ihr später mehr Schwebstoffe in den Drinks also aufpassen!
Die Mandelmasse kommt nun zurück in den Topf mit dem Wasser und wird kurz erhitzt und umgerührt. Das Ganze darf nun ruhen bis es wieder Zimmertemperatur erreicht hat. Schon jetzt sieht man eine deutliche Weißfärbung durch die Inhaltsstoffe der Mandelkerne welche sich nun freisetzen. Als nächstes wird die Mandelmilch durch ein Küchentuch in einen weitern Topf gegeben. Versucht anschließend mit so viel Kraft wie möglich jegliche Flüssigkeit aus der im Tuch befindlichen Mandelmasse herauszudrücken (bei mir ca. 500 ml).
Die Basis für den Orgeat ist geschafft. Zu der Mandelmilch kommt nun die selbe Menge Zucker, in meinem Beispiel also 500g, die unter leichter Hitzeeinwirkung komplett aufgelöst wird. Nun wird der fast fertige Sirup noch mit den Blütenwasser und dem Bittermandelaroma nach belieben abgeschmeckt. Es ist bestimmt auch möglich bei der Herstellung der Mandelmilch einige frische Bittermandeln beizufügen aber diese standen mir leider nicht zur Verfügung. Um das Aroma weiter auszubauen und die Haltbarkeit des Orgeats zu erhöhen gab ich noch weißen Rum hinzu. Die Kakao-Noten des Matusalem Platino sollten sich hier als passend erweisen.
Das Ergebnis nach all der Mühe ist ein floraler Sirup mit echtem Mandelgeschmack und nur wenig Marzipan! Wichtig ist es den Sirup vor gebrauch gut zu schütteln da sich die Fette und Öle der Mandeln an der Oberfläche des Orgeats absetzen. Der erste Versuch in einem Mai Tai sollte die Mixtauglichkeit unter Beweis stellen. Als Basis des Drinks wurden je 3 cl Appleton Extra und 3 cl Trois Riviéres Réserve Spécial genutzt. Die weiteren Ingredienzien sind 3 cl Limettensaft, 2 cl Triple Sec und 2cl Orgeat. Der Cocktail verströmt einen sanften Geruch nach Mandeln und Zitrusfrüchten. Auf der Zunge ist zunächst der Rum präsent bevor sich dessen Aromen mit denen von Nüssen vereint. Im Abgang entstehen zusätzlich leichte Eindrücke von Orangen, Zitronen und Marzipan.
Fazit: Wie bei fast allen Sirupsorten rentiert sich die Arbeit des Selberkochens auch beim Orgeat. Für den ersten Versuch hat der Sirup meine Erwartungen in fast allen Bereichen übertroffen. Sowohl Pur verkostet wie auch im Drink punktet das eigene Produkt schon jetzt gegenüber der Industrieware. Lediglich das Mandelaroma könnte noch einen kleinen Tick ausgeprägter sein. Vielleicht hilft hier wirklich die Zugabe von frischen Bittermandeln während der Herstellung anstelle des Backaromas. Vielleicht kann es ja der eine oder andere Leser selbst testen und seine Erfahrungen hier in die Kommentare schreiben. Bis dahin genieße ich weiterhin den einen oder anderen leckeren Mai Tai in den eigenen vier Wänden...

Dienstag, 12. Oktober 2010

Cocktailian - Das Handbuch der Bar

Eine Woche ist seit dem Verkaufsstart des Buches "Cocktailian" vergangen und mittlerweile konnte auch ich die ersten Blicke auf das aktuelle Cocktailbuch werfen. Schon im Vorfeld wurde viel über dieses Buch berichtet und noch vor der Veröffentlichung sprach man über "das Standartwerk" welches jeder Interessierte besitzen sollte. Dies liegt nicht zuletzt an dem guten Marketing und dem  professionellen Autorenteam hinter dem Cocktailian. Namen wie Angus Winchester, Gerry Reagan, David Wondrich und weiter sprechen natürlich für sich. Was sich letztendlich unter dem glänzenden Kunstledereinband verbirgt möchte ich hier kurz ausführen.
Das Mixology-Buch ist durchgehend hochwertig verarbeitet. Prägedruck, Silberschnitt und ein Einlegeband sind nur einige der Besonderheiten. Die 530 Seiten bestehen aus einem hochwertigen Papier und sind durchgehend zweifarbig gedruckt in Schwarz und Silber, was dem ganzen eine moderne Gesamtoptik verpasst.
Doch wichtiger als das Aussehen ist natürlich der Inhalt. Der Cocktailian ist weitaus mehr als nur eine stumpfsinnige Ansammlung von Rezepten wie man es von vielen anderen Büchern kennt. So findet man auf den ersten 40 Seiten zunächst die Geschichte des Alkohols anhand wichtiger Daten von 900 v. Chr. bis zur Neuzeit. Nach diesem Geschichtsteil folgt das Technik-Kapitel. Hier wird dem angehenden Bartender oder Connaisseur das Basiswissen zur Drinkszubereitung erklärt anhand von Skizzen wie man sie auch schon aus dem Mixology Magazin kennt. Eine Gläserkunde und eine Erläuterung zu den wichtigsten Barwerkzeugen ist selbstverständlich auch vorhanden und für jederman leicht nachvollziehbar.
Der nächste große Abschnitt behandelt die Warenkunde. Alle Spirituosengattung welche von Bedeutung sind werden hier anhand eines kurzen Steckbriefes in wenigen Worten zusammengefasst. Dies reicht zwar für einen ersten Überblick aus aber auch nicht mehr. Doch der Warenkundeteil des Cocktailian zeichnet sich durch andere Bereiche aus welche ihn einzigartig machen. So findet man zum Beispiel auf mehrere Seiten verteilt einen Abschnitt welcher das richtige Verkosten von Spirituosen erklärt. Ungewöhnlich ist auch der Part zum Thema Foodpairing. Hier wird einfach und nachvollziehbar erklärt auf welche Art und Weise man Aromen verschiedenster Bereiche erfolgreich miteinander verbinden kann um einen Drink zu kreieren. Um dies zu unterstützen finden sich in dem Buch rund 40 Seiten mit Unterkapiteln wie "Frisches Obst", "Kräuter und Gewürze", "Saisonkalender", "Aromatabellen", "Eis" oder "Hausgemachtes". In letzteren finden sich unter anderem Rezepte für diverse Bitters, Sirupe, Liköre oder Espumas.
Wie in den meisten Cocktailbüchern nimmt auch im Cocktailian der Rezept-Teil einen Großteil des gesamten Werkes ein. Dieser ist aufgeteilt in 13 Kategorien. Jede Kategorie wird wiederum durch einen "Key-Cocktail" repräsentiert welcher ein Paradebeispiel seiner Gruppe darstellt (z.B. der Gin Fizz bei "Fizz & Collins"). Die nachfolgenden Rezepte sind dann jeweils eine Ableitung des Keys. Hier findet sich dann eine sehr gelungen Mischung aus allen Drinksgattungen. Alte und neue Klassiker finden sich genau so wieder wie aktuelle Drinks oder lecker Eigenkreationen. Nicht zu vergessen sind Trendcocktails aus weitern großen Bereichen der Barkultur - Tiki oder Cuisine-Style um nur zwei zu nennen. Des Weitern ist bei vielen Rezepten noch der geschichtliche Hintergrund und die Entstehungsgeschichte des Rezeptes vorhanden. Der Cocktailpart im Cocktailian ist einer der besten den ich je zu Gesicht bekommen habe. Es gibt nur wenige andere Bücher von diesem Kaliber. Hier hat das Mixology-Team ganze arbeit geleistet!
Unterbrochen wird das ganze Buch dabei immer wieder von kurzen Essays namhafter Mixologen welche den Leser an ihren Wissen teilhaben lassen. Auch das ist bis jetzt in noch keinem anderen Cocktailbuch in dieser Form zu finden.
Helmut Adam und Bastian Heuser, zwei der Herausgeber sagen selbst zu dem Buch: "Es gibt derzeit kein Buch, das moderne Arbeitstechniken und Rezepturen der Bar vorstellt und gleichzeitig die gesamten wichtigen klassischen Rezepturen mit genauen Rezepturen und Herleitungen erklärt. Das ist das Besondere am Cocktailian. Ganz klar ist aber, dass jeder Bartender mit mehreren Büchern arbeitet. Das Magazin "Style and the Family Tunes" hat es kürzlich nett beschrieben: Charles Schumanns Buch "American Bar", mit dem jeder von uns in der Bar angefangen hat, sei quasi das alte Testament, und der "Cocktailian" das neue Testament der Bar ... Der Cocktailian ist außerdem das erste Cocktailbuch, das wirklich von einem Autorenkollektiv und nicht von einer Einzelperson gestaltet wurde. An diesem Handbuch der Bar haben die führenden internationalen Cocktailexperten mitgearbeitet. Dieser Team-Gedanke war uns sehr wichtig. So funktioniert ja auch eine Bar: Ohne ein gutes Team, vom Abwäscher über den Kellner bis zum kundigen Barmann, bekommt man kein gutes Produkt an den Gast."
Das kann ich als Endkunde nur bestätigen! Der Cocktailian ist ein Buch das in keiner Bar-Bibliothek fehlen darf. Es ist der moderne Klassiker für Anfänger, Connaisseure und Bartender gleichermaßen. Für 40 Euro erhält man ein Buch in dem alles nötige Wissen versammelt ist um einen Cocktail richtig zuzubereiten und zu servieren. Den Cocktailian erwirbt man am einfachsten im eigens dafür eingerichteten Onlinshop, der auch mit hochwertigsten Barwerkzeugen und andern guten Büchern bestückt ist. Und bevor ich es vergessen zu erwähnen: Auf dem Buchrücken prangert eine große silberne "1" - wann können wir mit dem zweiten Buch rechnen?!...

Freitag, 8. Oktober 2010

Bar Convent Berlin 2010: Die Berichte

Wie die meisten Leser diese Blogs mit Sicherheit mitbekommen haben hatte ich die einmalige Gelegenheit die anstehenden Berichte über den Bar Convent Berlin 2010 direkt (und teilweise live von der Messe) auf der Mixology Startseite zu posten. Es war zeitlich zwar nicht immer ganz einfach alles auf die Reihe zu bekommen aber Spaß gemacht hat es allemal! Damit die Übersicht gewahrt wird sind hier nun sämtliche Links in ihrer chronologoschen Reihenfolge gelistet. Und vielleicht hat sie der Eine oder Andere tatsächlich noch nicht entdeckt ;-)


Der Startschuss ist gefallen: Über die mittlerweile obligatorische, inoffizielle Eröffnung des BCBs mit den Traveling Mixologists in der Bar Tausend.

Es gibt viel zu sehen: Am Eingang sammelt sich eine Warteschlange - Der Postbahnhof nimmt neue Formen an und die ersten großen Vorträge werden gehalten.

Zeitdruck und gute Laune: Es finden so viele Programmpunkte statt das es unmöglich ist alles zu sehen. Ein Termin jagt den Nächsten. Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt.

Shopping und andere Neuigkeiten: Die Shops der Messe boomen ebenso wie die Menge der ganzen Neuigkeiten die es zu bewundern gibt. Wo soll man nur anfangen?

Fire on the rocks: Direkt nach dem BCB geht es weiter zu den Mixology Bar Awards. Noch während den Verleihungen kommt es zu turbulenten Szenen im Goya.

Clipshow und Danksagung: Eine Danksagung an sämtliche Beteiligten und ein kurzer Videoclip in der Zusammenfassung.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Mint Julep Derby 2010 - Die Gewinner

Nach vier Monaten, über hundert Rezepteinsendungen und diskussionsreichen Jurymeetings wurde nun am Dienstag, den 05. Oktober, endlich der Sieger des Maker's Mark Mint Julep Derbys auf dem BCB gekürt. Markus Heinze verzauberte mit seinem „Cherokee Julep“ die Geschmacksnerven der fachkundigen Jury sowie der Gäste der SonderBar in Dresden. Durch das Mischen von außergewöhnlichen Zutaten wie Pumpernickel mit Kräuter-Safranlikör und Muskat, schaffte er es auf den ersten Platz und ist somit neuer Inhaber des Titels „Creator of the Perfect Maker’s Mark Mint Julep 2010". Zu seinem Sieg gratulierte ihm unter anderem Rob Samuels, Director of Global Brand Development von Makers Mark, um ihm den Hauptpreis – ein Flugticket nach Kentucky zu überreichen. Den zweiten und dritten Platz sicherten sich die beiden Barkeeper Konrad Friedemann und Markus Littmann von der Rivabar in Berlin, die ihre Cocktails mit Salbei ergänzten. Der „Tower Mint Julep“ von Konrad Friedemann bestach durch ein schaumiges Minz-Salbei Espuma-Topping, während der „Cured Mint Julep“ vor allem durch das selbst gemachte Salbeisoda als hervorragend spritziger Drink punkten konnte. Nach der Preisverleihung auf dem Bar Convent Berlin lud Maker’s Mark am Abend in die Bar „Stagger Lee“ ein. In der Gesellschaft von Magiern, Kartendealern und Bauchladendamen sowie guter Musik feierten die Gäste so ein erfolgreiches Finale des Mint Julep Derbys.

Cherokee Julep
6 cl Maker’s Pumpernickel-Infusion
1 cl Strega
3 Tropfen Abbotts Bitter
1 gehäuften Barlöffel Mascobadozucker
frische Minze
Muskat

Minze, Strega, Abbotts Bitter , Mascobado-Zucker und 30 ml Maker’s Mark-Pumpernickel Infusion in einen Julep Becher geben und solange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Crushed Ice füllen und rühren. Nach und nach den Rest der Pumpernickel-Infusion dazugeben und weiterrühren. Nach Fertigstellung etwas Muskat darüber reiben und mit Minzzweigen (vorher anschlagen) garnieren.

Pumpernickel-Infusion
Eine Scheibe Pumpernickel (10 x 6 cm) in einem Topf zerdrücken und mit ca. 200 ml Maker’s Mark übergießen. Unter rühren erwärmen (nicht kochen lassen). Danach das Gemisch durch ein Feinsieb und darauffolgend durch eine Filtertüte abseihen.