Montag, 21. Februar 2011

Finest Spirits, Whisky- & Barfestival 2011

Auch in diesem Jahr konnte ich es mir nicht entgehen lassen wieder auf die Finest Spirits zu gehen - das Münchner Whisky- und Bar-Festival. Und auch in diesem Jahr fand erneut ein Standortwechsel der Messe statt. Aufgrund des großen Besucheransturms wurde die Ausstellung in das relativ zentrale MVG-Museum verlegt zwischen alten Straßenbahnen und Omnibussen.


Doch nicht nur die Besucherzahlen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Auch die Anzahl der Aussteller steigert sich jedes Mal beachtlich. Zudem wird auf der Messe nun auch eine breitere Schiene von Produkten vorgestellt. Noch vor zwei Jahren konnte man auf der Finest Spirits fast nur schottische Whiskys verkosten. Mittlerweile finden sich neben dieser Hauptsparte des Festivals vor allem namhafte Obst-Destillerien ein wie Lantenhammer, Ziegler, Gansloser oder Reisetbauer. Einige Abfüller präsentierten darüber hinaus auch den einen oder anderen Rum. In meinen Augen zwar immer noch deutlich zu wenig aber die nächste Finest Spirits kommt bestimmt. Dafür fanden sich zum ersten mal Spirituosen wie Cognac, Tequila und Gin in größerer Anzahl auf dem Festival ein. Aufgelockert wurden die Messestände auch immer wieder durch "alkoholfreie" Verkäufer wie Schokoladenhersteller, Fasshersteller oder einem Glasbläser welcher Uhren aus leeren Flaschen anfertigt... Zigarren wurden in der eigens dafür eingerichteten "Habanos Lounge" verkauft und passend zum aktuellen, im Glas befindlichen Tropfen, empfohlen. Wann kommt man trotz des Rauchverbotes in Bayern schon einmal in den Genuss innerhalb eines Gebäudes vorzüglich zu trinken und gleichzeitig zu rauchen?
Ich befürchte das auch 2012 wieder ein neuer Ort für die Finest Spirits gesucht werden muss da die Besuchermassen am Samstag bereits sehr grenzwertig waren. Es staute sich leider immer wieder an den Ständen der bekannten Marken und an den Raritäten. Darunter unter anderem ein 32 Jahre alter Enmore-Demerara mit 65 Volumenprozent, der leider schon etwas über seiner Zeit ist! Um den vielen Leuten aus dem Weg zu gehen nutzten wir die Zeit mit dem Verkosten diverser anderer Köstlichkeiten. Unter anderem der Ziegler Schokoladen-Spirituose die dem Mozart Dry sehr ähnelt aber fast doppelt so viel kostet. Beide Produkte lassen sich aber bestimmt gut mit dem neuen Lantenhammer Haselnuss-Geist kombinieren welcher zum ersten Mal in drei Vorab-Varianten bewertet werden konnte. Meine Neuentdeckung der Messe ist allerdings der Corner Creek Bourbon mit 44%. Ein leicht süßer US-Whisky mit viel Aromen von Trockenfrüchten, Karamell und Gewürzen. Für ca. 34 Euro auch preislich eine schöne Sache! Weitere interessante Neuheiten konnten auch beim Cocktailan-Stand von Mixology begutachtet und probiert werden. Hier fand man neben dem neuen Dr. Adam Elmergirabs Spanish Bitters auch neue Barwerkzeuge. Stellt euch einfach den beliebten japanischen Barlöffel vor dessen Dreizack und Löffel jeweils nur ein Drittel der normalen Größe besitzt - ideal zum dosieren von Bitters oder kleinen Mengen um einen Cocktail abzurunden - sehr schick!
Unterdessen führte der Münchner Barzirkel zum zweiten Mal das Finale seines Commander Cups durch. Je drei Finalisten mussten sich in den Kategorien "Most Classic" und "Most Excentric" eine Jury stellen. Alle vorgestellten Drinks mussten dabei den Monkey 47 Gin aus dem Schwarzwald enthalten. Am Ende standen Christian Schiegl (Excentric) und der Vorjahresgewinner Timo Kaufmann (Classic) an der Spitze des Siegertreppchens. Herzlichen Glückwunsch!
Zum Schluss konnte man noch zwei erfreuliche Termine in Erfahrung bringen: Der leckerer Mozart Schokoladenbitters wird voraussichtlich in zwei Wochen erhältlich sein und der heiß begehrte und hocharomatische Smith & Cross Rum aus Jamaika wird in ca. vier Wochen den Weg zu den deutschen Händlern finden. Mai Tai roa ae! ;-)
Die Finest Spirits war wie immer für einige Überraschungen gut doch hinterlässt sie dieses Jahr einen leichten Nachgeschmack da der Eintrittspreis mit 20 Euro für eine Tageskarte nicht gerade billig ist - immerhin kostete die Garderobe extra und fast jeder Vortrag schlägt nochmals mit 15-20€ zu Buche. Dazu kommen natürlich noch die Kosten für die verkosteten Spirituosen. Aber so ist das wohl auf einer Endverbrauchermesse.

Montag, 14. Februar 2011

Very Important Drinks

Viele haben es bereits gesehen - einige noch nicht. Das Pro Sieben Magazin Galileo beschäftigte sich gestern Abend in einem Beitrag mit bekannte Cocktails und Cocktailklassikern. Präsentiert wurden diese von Bartender und "Barzirkel München" -Gründungsmitglied Oliver v. Carnap in seiner gewohnt lockeren Art und Weise. Vorgestellt werden unter anderem der Mai Tai. der Dry Martini und der Old Fashioned! Endlich einmal ein Cocktail-Beitrag jenseits von Pina Colada und Wodka Energy...
Galileo zeigt in meinen Augen zwar oft Beiträge deren Informationsgehalt und Sinn in den unteren Regionen angesiedelt sind aber die "Very Important Drinks" sind durchaus sehenswert und erwähnen mehrfach das es sich bei Cocktails um hochwertige Genussmittel handelt, bei denen der Alkohol lediglich eine Nebenrolle spielt - bravo, auch wenn nicht alles hunderprozentig stimmt! Schön sind auch kurze Erklärungen (warum wird auf die Minzdeko geklatscht) oder kleine Anekdoten (Was ist der trockenste Martini). Ich denke das hier der eine oder andere Zuschauer bestimmt Lust bekommen hat eine Bar aufzusuchen - ich zumindest musste mir gestern nach dem Beitrag einen Old Fashioned rühren... Gute Arbeit Oliver :-)

Link zum VID-Viedeo