Dienstag, 6. Dezember 2011

Thomas Henry Elderflower Tonic

Der Gin & Tonic ist und bleibt einer der beliebtesten Drinks. Schnell zubereitet passt dieser Highball zu jeder Gelegenheit. Der Connaisseur von Welt hat für diesen Drink nicht nur eine breite Palette von Gins in seinen Bar stehen sondern auch diverse Tonics. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf dem Softdrink-Sektor ist das mittlerweile auch ohne große Umwege möglich - einmal von der Fentimans-Katastrope abgesehen. Und während die Einen nicht in de Lage sind einen Vertriebswerk aufzustellen bringen Andere schon eine zweite Sorte auf den Mark.
Auf dem diesjährigen Barconvent stellte das Team um Thomas Henry zum ersten mal ihr Elderflower Tonic vor. Die Verkoster bekamen neben einem Gläschen Tonic auch eine Karte auf welcher man das Produkt bewerten sollte. Diese Bewertungen scheinen überwiegen positiver Natur gewesen zu sein denn sonst würde man das Tonic nicht ab 2012 als Limited Edition im Handel finden können. Überraschend erhielt ich zwei kleine Probefläschchen des Berliner Limonadenherstellers. Es sollte wohl niemanden überraschen das diese Fläschchen mittlerweile ihre Verbindung mit diversen Wacholderbränden eingegangen sind.
Pur zeigte sich sofort beim Einschänken ins Glas eine recht hoher Anteil an Kohlensäure. In der Nase verbreitet sich ein äußert angenehmer und natürlicher Duft der Holunderblüte. Dieses Aroma ist auf der Zunge zwar deutlich geringer aber immer noch wahrnehmbar. Floral und süß präsentiert sich das Tonic auf der Zunge bevor sich eine angenehme Bitterkeit durch das Chinin ausbreitet. Diese Limonade macht pur und kalt genossen richtig viel Spaß! Ein schöne Alternative für andere alkoholfreie Getränke.
Da sich jede erdenkliche Gin und Tonic Kombination geschmacklich unterscheidet wurde die zweite Flasche Tonic auf drei Vertreter dieser Spirituose aufgeteilt. Dabei wurden Gins ausgewählt die nicht zu leicht sind und keine Süße mit sich bringen da diese, wie bei allen Thomas Henry Produkten, schon zu genüge vorhanden ist. Die Mischung mit Tanqueray Dry wirkt unglaublich frisch und prickelnd. Die beiden Komponenten passen hervorragend zusammen. Der Drink ist leicht auf der süßen Seite und die bitteren Noten kommen sanft an zweiter Stelle ohne aufdringlich zu wirken. Lediglich von dem Arom der Holunderblüte ist nicht sonderlich viel zu schmecken. Ein Highball mit beliebten Hendricks Gin ist dagegen weniger erfrischend aber dafür deutlich kräutriger und stärker im Geschmack. Auch scheint es als ob dieser Drink bitterer ist als die Tanqueray-Variante. Überraschend ist allerdings das Rosenaroma welches sowohl am Gaumen wie auch in der Nase deutlich wahrnehmbar ist. Zwar ist die Rose ein Botanical dieses Gins doch habe ich diese noch nie so deutlich gespürt wie in dieser Mischung. Es scheint so als ob das Tonic dieses Aroma zu verstärken vermag auch wenn ich dafür dieses Mal keinerlei Holunderblüte schmecken kann. Noch herber wurde der Gintonic mit dem empfehlenswerten Sipsmith Gin. Schöne Wacholdertöne und eine dezente Süße zeichnen diesen Longdrink aus mit seiner ausgewogenen Chininnote. Diese relativ würzige Kombination ist auch die erste in welcher ich die Holunderblüte eindeutig ausmachen konnte. Mit einer leichten Verwässerung aller Drinks nahm das Blütenbouquet etwas an Intensität zu was doch überraschend ist.
Thomas Henry Elderflower Tonic ist eine interessante Alternative zu anderen Tonic Water.  Pur hat mich das Produkt komplett überzeugt. Im Zusammenspiel mit Gin gilt es seine eigenen Erfahrungen zu machen da die Unterschiede mit den verschiedenen Bränden untereinander zu groß sind. Nichts desto trotz kann man sagen das sich das Tonic auch hier wunderbar schlägt. Der Hersteller empfiehlt auch einen Longdrink mit Wodka was ich mir aufgrund der Elderflower gut vorstellen kann. Diesen Test habe ich mir allerdings gespart da Wodka in meiner Bar keine Rolle spielt. Als Zweit-Tonic zu einem klassischen Chinin-Wasser ist das neue Thomas Henry eine wunderbare Ergänzung. Ein Liebhaber des Gin + Tonics sollte es einmal probiert haben. Zum Schluß bleibt mir nur noch zu hoffen das die Produkte des Berliner Jungunternehmens auch einmal in meiner Region zu beziehen sind und nicht nur in 150km Entfernung ;-)